Japan: Privatschulen & Internate

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Die Omuta High School in Fukuoka - Miss Mafia hat im Internat der Schule gewohnt: mehr in ihrer Reportage

Internate und Gastfamilien

Im Privatschulprogramm hast du beide Optionen: Gastfamilie und Internat.

Internate in Japan

Wie eine Internatsschule in Japan aussieht, kannst du dir in diesem Beispielprofil ansehen.

Da die Aufnahme von international students keine Tradition hat in Japan, bist du eventuell der oder die einzige im Internat - was gut ist für dein Japanisch.

Was - wie überall, so auch in Japan - für Internate spricht: Vor allem die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen, was es dir leicht machen wird, Freunde zu finden und dich zu akklimatisieren. Da international students immer noch Seltenheitswert haben, kannst du fast immer mit besonderer Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft rechnen.

Gut möglich, dass dich ein Mitschüler oder eine Mitschülerin in den Ferien zu sich nach Hause einladen wird oder dass du mal ein Wochenende mit der Familie eines Mitschülers verbringst. Auf die Art lernst du trotz Unterkunft in einem Internat auch japanisches Familienleben kennen.

Gastfamilien in Japan

Anders als in einem Internat mit klaren Regeln ist es in einer Gastfamilie nicht ganz so leicht zu erkennen, was die do´s und don´ts sind:

Insofern dauert es hier für viele etwas länger, sich einzufinden. Hinzu kommt, dass der japanischen Familien zur Verfügung stehende Wohnraum ungleich kleiner ist als in Europa. Um die Familien nicht zu überfordern, platziert unser japanischer Partner international students oft nur für ein paar Monate und nicht für ein ganzes Jahr. Es kann daher sein, dass du während deines Schulbesuchs einmal umziehst in eine neue und "frische" Familie. 

Obwohl sie eine Aufwandsentschädigung erhalten, haben Gastfamilien kein Interesse daran, am Austauschprogramm etwas zu verdienen. Sie nehmen Austauschschüler aus reinem Idealismus bei sich auf. Oft widmen sie sich ihnen hingebungsvoll, denn aus ihrer Sicht brauchen Austauschschüler als Ausländer besondere Aufmerksamkeit und Pflege, da beständig kulturelle Differenzen zu überbrücken und abzufedern sind.  

Dies hat zur Folge, dass die Familien oft zu hohe Erwartungen an sich selbst stellen. Sie stehen so unter Dauerstress, was manchmal in einer Überforderung mündet. Selbst wenn du und die japanischen Gasteltern ihr Bestes geben und sich um ein reibungsloses Miteinander bemühen, ist es nicht selten, dass es während des Austauschs zum Wechsel der Gastfamilie kommt.

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