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High School: Erfahrungsberichte & Forum

Hier findest du Erfahrungsberichte zu High School Schüleraustausch in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Frankreich, Spanien etc ...

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Vorname:
Maria
Alter:
16
aus:
Wien
war:
2017 für ein Schuljahr in Ottawa, Kanada
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Glebe Collegiate Institute
Kontakt:
minniemouse@hotmail.de

Hier der Bericht von Maria:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Gastland und Heimatland?

Erstens, das Wetter. Obwohl es im Sommer in Ottawa bis zu 35 Grad haben kann, ist es im Winter super kalt. Am kältesten Tag, den ich erlebt habe dort, hatte es -42 Grad! Doch zu meiner Überraschung stellt man sich sehr schnell um und die Minusgrade sind nicht so schlimm wie es sich anhört.

An zweiter Stelle ist das Schulsystem. Nicht nur kann man sich seine Fächer selbst einteilen, sondern man kann auch die Schulstufe anpassen, was natürlich für Auslandsschüler perfekt ist. Außerdem hat man jedes Fach mit anderen Mitschülern zusammen, also lernt man sehr schnell viele neue Leute kennen!

Drittens ist das Verhalten gegenüber anderen, vor allem fremden Leuten. Im Gegensatz zum unfreundlichen Wien wird man stets von der Kassiererin im Supermarkt mit einem Lächeln begrüßt und verabschiedet. Auch die Tür für den nächsten nicht aufzuhalten, gilt als absolutes "No-Go".

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An meine Freunde und Gastfamilie. Alle die ich kennengelernt habe waren sehr nett und ich habe immer noch viel Kontakt mit meinen besten Freunden und Gastfamilie. Aber auch die ganzen typisch kanadischen Aktivitäten wie Poutine essen und Canada Day oder die Lichtershow am Parlament gehören zu meinen schönsten Erinnerungen.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Ich muss sagen, ich könnte nicht nur ein paar Dinge als "Die besten" einordnen. Was mir besonders gut gefallen hat war das Gesamtpaket, das ganze Auslandsjahr. Natürlich gab es auch manchmal schlechte Tage, aber die sind nichts im Vergleich zu den ganzen guten. Ich bin froh, dass mir von Anfang an bewusst war, das meine Zeit in Ottawa begrenzt ist und ich daher jeden Tag versucht habe etwas neues und schönes zu machen und es zu genießen.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Die Schulzeiten variieren von Schule zu Schule, aber am Glebe Collegiate beginnt die Schule um 8:50 und endet um 15:00. Eine Unterrichtsstunde dauert 75 Minuten und zwischen den Pausen gibt es 5 Minuten um von einem Raum in den anderen zu gehen. Von 11:25 bis 12:25 ist "lunch", da habe ich immer mit meinen Freunden Mittag gegessen. Man hat jeden Tag die selben 4 Fächer, doch die Reihenfolge ändert sich. Auch die Fächer ändern sich im 2. Semester. Da es keine Klassen gibt so wie bei uns, hat man mit vielen unterschiedlichen Leute Unterricht und lernt daher viele Leute kennen. Außerdem bietet die Schule viele Sports und Clubs an, wo man auch immer viele nette Mitschüler kennen lernen kann.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich habe bei einer Gastfamilie gewohnt, die ältere Tochter ist 25 und ist bereits ausgezogen, besuchte und aber mindestens einmal die Woche. Die jüngere Tochter ist 2 Jahre älter als ich und wohnt noch zuhause, nach einiger Zeit wurde sie für mich wie eine Schwester. Das Leben in einer Gastfamilie ist vorallem am Anfang doch ein wenig anders. Man ist sehr höflich, hinterlässt keinen Müll, und folgt ohne Protest den Wünschen der Gastfamilie. Doch eines ist gleich: Die Atomsphäre und das familiäre Gefühl. Schon als der Winter begann habe ich sie als meine Familie angesehen und das Haus wurde zu meinem Zuhause.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Im Herbst habe ich mit ein paar Freunden Feldhockey an der Schule gespielt, das war toll, doch ab November wurde es leider zu kalt um draußen zu spielen. Ansonsten habe ich viel mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden unternommen. Oft waren wir im Kino, in einem Coffeeshop, oder in der Mall shoppen. Manchmal, vor allem im Winter, sind wir einfach zuhause geblieben, haben uns in Decken eingewickelt und einen Filmabend veranstaltet.

 

 

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