High School

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High School Austauschjahr in Vancouver
  • Downtown Vancouver
  • Tolle Kurse im Bereich Kunst, Tanz, Marketing
ab 11.890 €

Vancouver School Board

Vancouver School Board heißt der Schulbezirk, der Schulen in Downtown Vancouver umfasst. Wenn du hier zur Schule gehst, wirst du eine einzgartige und äußerst multikulturelle Metropole kennenlernen, ohne auf Natur und outdoor fun verzichten zu müssen. Vancouver hat 8 (!) Stadtstrände, und auch in die Berge hast du es nicht weit. Unter dem Reiter 'Schule und Ort' stellen wir dir unsere 5 Schulfavoriten dieses Bezirks vor. Dort siehst du auch, welche Schule ein besonders gutes Angebot im Bereich Fine Arts oder Tanz hat, und an welcher Schule du auch berufsvorbereitende Kurse wie z.B. Marketing oder Tischlern belegen kannst.

Steckbrief

Schulort
Vancouver, British Columbia, Kanada
Schultyp
Staatliche Schule mit Wahl
Schulart
Tagesschule mit Gastfamilie
IB möglich
nein
Bilingual
nein
Fremdsprachen
Chinesisch
Englisch/FS
Französisch
Japanisch
Spanisch
Fachbereiche mathematisch / naturwissenschaftlich / IT
geisteswissenschaftlich
sportlich
musisch-künstlerisch
Wirtschaft
Besonderheit
Neben den klassischen akademischen Fächern bieten die einige Schulen auch verschiedene Berufsvorbereitungsprogramme an, mit praktischen Kursen wie Tischlern oder Fahrzeugmechanik - ideal, wenn du Berufswünsche antesten möchtest
Größe
ca. 1.200 Schüler (je nach Schule unterschiedlich)
Unterbringung
Gastfamilienunterbringung mit Einzelzimmergarantie und Vollpension
Altersstufen
13 - 18 Jahre
Schuluniform
nein
Website
intered.vsb.bc.ca

Schule und Ort

Die Hafenstadt Vancouver mit mehr als 2 Millionen Einwohnern liegt direkt zwischen den Bergen und dem pazifischen Ozean. Vancouver zählt du den Städten mit der höchsten Lebensqualität weltweit. Ein angenehmes Klima, urbanes Flair und zahllose Freizeitmöglichkeiten machen die Stadt zu einem attraktiven Anziehungspunkt, nicht nur für Austauschschüler.

Die Bevölkerung Vancouvers ist eine bunte Mischung aus verschiedenen ethnischen, kulturellen und religiösen Gruppen. In dieser interessanten und vielfältigen Umgebung bietet das Vancouver School Board (VSB) mit dem International Education Programm internationalen Schülern die Möglichkeit, einige Zeit auf eine kanadische Schule zu gehen und in einer kanadischen Familie zu leben. Das Vancouver School Board ist einer der größten Schulbezirke in British Columbia. Er umfasst das Stadtgebiet von Vancouver und verwaltet entsprechend eine große Anzahl an Schulen. Alle Schulen des VSB liegen sehr zentral in Vancouver.

Im Folgenden stellen wir dir einige Schulen vor. Sollte noch nicht die Richtige für dich dabei sein, können wir dir gerne noch weitere Schulen empfehlen.

Kitsilano: ca. 1.500 Schüler

Diese Schule liegt im alternativen Stadtteil Kitsilano in einem schönen Gebäude. Zum Kits Beach, einem der Stadtstrände Vancouvers, ist es von hier nicht weit. Die altehrwürdige Schule bietet eine freundliche Athmosphäre und ein umfangreiches Fächerangebot. Zum Curriculum gehören hier z.B. Marketing, Psychologie oder Tischlern (wood work). Die Kitsilano bietet zudem viele Fächer im Bereich Musik und Tanz. Auch das Sportangebot kann sich sehen lassen. Tennis wird hier auf den schuleigenen Tennisplätzen gespielt, Eishockey im Community Centre direkt neben der Schule.

 

Magee: ca. 1.200 Schüler

Das moderne Schulgebäude liegt im ruhigen Wohngebiet Kerrisdale im Südwesten der Stadt. Die meisten Schüler dieser Schulen streben ein Universitätsstudium an. Das Fine Arts Programm umfasst Kurse für Fotografie, Grafikdesign, Theater und Kunst, im Musikbereich wird insbesondere Gesang angeboten (Magee Choir Program). Die Schule hat einen eigenen großen Theatersaal. Außerschulisch gibt es u. a. einen Taekwando und einen Anime Club.


Point Grey
: ca. 1.200 Schüler

Die Point Grey ist stolz auf ihre Erfolge im Bereich Sport, Kunst und akademische Lehre. Hier wird u.a. Fotografie und Grafik Design angeboten. Das auffällige Schulgebäude befindet sich direkt neben einem Sportplatz, Tennisplätzen und einer Eissporthalle. Als außerschulische Aktivitäten werden hier z.B. Tanzen und Ski und Snowboard angeboten.


Prince of Wales: ca. 1.200 Schüler

Diese akademisch gute Schule wurde 1919 von 'His Royal Highness the Prince of Wales' persönlich eröffnet. Im Ranking des Fraser Instituts rangiert diese Schule auf den vordersten Plätzen. Besonders umfangreiche Angebote hat die Schule im künstlerischen und sportlichen Bereich. Es gibt hier z.B. verschiedene Bands und Musikensembles sowie Drama Gruppen.

Fächerangebot

  • mathematisch/naturwissenschaftlich/IT
    Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Datenverarbeitung, verschiedene Kurse zu Programmierung/IT, Hardware- und Softwaretechnologie
  • geisteswissenschaftlich
    Jura, Sozialwissenschaften, Soziologie, Psychologie, Religion, First Nation Studies, Geschichte, Amerikanische Geschichte, Erdkunde, Film Studies
  • Sport
    Alle Schulen bieten Sport als Schulfach an und haben darüber hinaus ein reichhaltiges Angebot an Sportmannschaften und Clubs. Diese stellen eine großartige Gelegenheit dar, neue Freunde zu finden und fit zu bleiben. Angeboten werden u.a. Fußball, Rugby, Volleyball, Tischtennis, Tennis, Tanz, Eishockey, Basketball, Schwimmen und Leichtathletik.
  • musisch-künstlerisch
    Musik, Theater, Orchester, Chor, Bands, Bildende Kunst, Web Design, Multi Media, Visual Arts, Kochen (z.B. 'Global Gourmet' oder 'Culinary Arts'), Fashion/Nähen etc.
  • Wirtschaft
    Business Education, Management Skills, Buchhaltung, Computer, BWL, Network Management, Marketing, Electronic Design and Publishing, Digital Imaging u.a.

Weitere Fächerangebote

Fremdsprachen: Französisch und Spanisch wird an allen Schulen angeboten. Das Unterrichtsfach ESL (English as Second Language) ist Pflicht.

Außerschulische Aktivitäten

Es werden unter anderem Clubs für Theater, Orchester, Hip Hop, Photographie, Jahrbuch, Amnesty International, Gay/Straight Alliance, Anime, Kalligraphie, Origami, Umweltschutz, Science Fiction Club, Internet und Mathematik, Sound and Lightning, Spanisch, Chinesisch, Ski und Snowboarding, Philosophie und vieles mehr angeboten.

Ausstattung

Alle Schulen sind mit modernster Technologie und Computern ausgestattet. Jede der Schulen hat unter anderem eine moderne Bibliothek, Computerräume, eine Cafeteria und beschäftigt eine Schulkrankenschwester. Sporthallen und –plätze sind überall vorhanden und bieten unter anderem Fußball, Volleyball, Basketball und Tischtennis an. Die Lord Byng verfügt außerdem über einen Swimmingpool.

Bemerkungen

Dem Schuljahresbeginn im September ist eine Orientierung vorgeschaltet, inkl. Englisch- und Mathematiktest, die Anreise ist entsprechend Ende August, bei Start im Februar (Halbjahresbeginn) werden die Tests direkt zum Programmbeginn durchgeführt.

Unterrichtet wird nach dem linearen Schulsystem, acht Fächer das gesamte Schuljahr hindurch. Dabei werden fünf Pflicht- und drei Wahlkurse belegt. Zu den Pflichtkursen zählen in der Regel Englisch, Social Studies, Science, Mathematics sowie ein Kurs, der in der jeweiligen Jahrgangsstufe zu belegen ist.

Zielflughafen: Vancouver

Galerie

Erfahrungsberichte

Lilli

Lilli aus Fuchsstadt

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

- die Einstellung der Menschen: offener, oft weniger gestresst

- Schulform: nur 8 Fächer. 4 pro Tag (d.h. jedes Fach alle 2 Tage) mit einer Dauer von 1,5-2 Stunden

- so viel um Snowboarden gehen zu können

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

- an meine Familie/Freunde, die ich dort kennen gelernt habe und wie schön Stadt und Umgebung sind

Was hat dir besonders gut gefallen?

Die Stadt an sich, das Leben bei meiner Familie, die Berge gleich nebenan zu haben und viel zum Snowboarden gehen zu können, dass die Leute Englisch sprechen, Café, Crepe &Starbucks, weg zu sein von dem "Standardleben" zu Hause, so viel Neues zu erleben und zu entdecken

Meine Reise nach California.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

8:30 - Schulbeginn

2 Fächer 1,5-2 Stunden. (10 Minuten Pause)

12:20-ca 12.45: Lunch

2 Fächer 1,5-2 Stunden (5 Minuten Pause)

3:07: Schulende

Es sind alle freundlich, aber kümmern sich auch mehr um ihre eigenen Sachen, um sie wirklich kennen zu lernen muss man auch selbst auf sie zu gehen, da es oft Austauschschüler gibt und man keine Sensation ist. Sich an schulischen Aktivitäten zu beteiligen (sport, theater, etc) hilft sehr.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Es sind eben doch nicht die eigenen Eltern, manches möchte man nicht mit ihnen besprechen und man bleibt trotz guter Integration die "Austauschschülerin".

Die Grenzen, z.B. zum Weggehen, sind nicht so leicht verhandelbar wie zu Hause, aber das kommt auch immer auf die Familie an.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Sport: Rugby, Track and Field, Snowboarden, Tanzen

Freunde, auch andere Austauschschüler

Attraktionen anschauen/besichtigen

Zeit in der Innenstadt verbringen bzw. in Parks

Abends an den Strand gehen oder zu Underage events gehen

Orte in der Nähe besichtigen (u.a. Seattle)

 

 

Lisa

Lisa aus Jork

lisa_17_heagle@hotmail.de

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Heute kann ich sagen, Unterschiede gab es nicht all zu viele, die größten dabei sind meiner Meinung nach der unglaubliche Multikulturismus, den man überall in Vancouver - angefangen beim Busfahren, wo man Leute aus mindestens 10 verschiedenen Nationen antrifft, bis viersprachige Hinweisschilder an Flughäfen - wiederfindet, die einfach einmalige Aussicht auf die wunderbare Natur Kanadas, egal wo man sich befindet, und die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen, die von den unterschiedlichsten Flecken der Erde kommen, aber alle einen unglaublichen Patriotismus für Kanada teilen.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An meine Gastfamilie, wo ich unglaublich lieb aufgenommen wurde und mein zweites Zuhause gefunden habe, an meine Freunde, die ich heute als Freunde fürs Leben bezeichnen kann, und an die Olympischen Winterspiele, die bei uns in Vancouver waren, die die Stadt für einige Wochen so sehr verändert haben und mir so viele tolle Erinnerungen geschenkt haben.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Wie bereits oben erwähnt die Olympischen Winterspiele und einfach mein Leben in Kanada, was sich so sehr von meinem deutschen Leben unterscheidet :)

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein typischer Schultag fing für deutsche Verhältnisse recht spät an. Gegen halb neun traf ich meistens in der Schule ein, bin kurz zu meinem Locker gegangen habe meine Jacke und Tasche dort gelassen und meine Sachen für meinen ersten Block mitgenommen, danach bin ich meist noch einige Minuten bis zur Klingel zum Locker meiner Freunde gegangen wo die neusten Sachen ausgetauscht oder die letzten Hausaufgaben gemacht wurden. Um 8:44 fing dann der erste Block an, häufig nur mit der Hälfte der Schüler, der Rest trudelte dann nach und nach ein. Die Lehrer sahen dies recht entspannt und machten deshalb ihre Attendence (Anwesenheit) meist erst in der Mitte des Blocks. Jeden Tag hatte ich vier Fächer jeweils 75 Minuten, da ich in Vancouver zur Schule gegangen bin, hatten wir das ganze Jahr durchgehend 8 Fächer, also zwei vierer Kombinationen die sich Tag um Tag immer abwechselten. Wobei, wenn es zwischendurch mal eine freien Tag (pro Monat mindestens einer, der zur Fortbildung der Lehrer genutzt wurde und dann noch Kanadische Feiertage) gab, der den Rhythmus veränderte und man immer fleißig im Schul Kalender nachgucken mussten. Die Reihenfolge der vier Blöcke wechselte drei Mal im Jahr, sodass man jedes Fach einmal im ersten Block hatte. Mit jeder Rotation brach zunächst mal das Chaos aus, keiner wusste mehr so wirklich wohin, doch das gab sich nach 2 Tagen bei den meisten.

Nach dem Ersten Block, hatten wir eine fünfzehnminütige Pause bis es weiter zum zweiten Block ging. Die ersten Minuten des nächsten Blocks hörte man durch die Lautsprecher hier die sogenannten "Announcements" verlesen durch Schüler der "Student Council" (eine Art Schülervertretung), hierbei erfuhr man alles Wichtige rund um die Schule. Auf die "Announcements" folgte "Silent Reading", wo für etwa 20 Minuten still gelesen werden musste, am besten Bücher doch eine Zeitung tat es auch (manche machten auch heimlicherweise Hausaufgaben). Nach dem zweiten Block hatten wir ca. 40 Minuten "Lunchbreak" die man in der Cafeteria oder auf den Fluren verbringen konnte. Ich saß meistens mit meinen Freundinnen vorm Locker. Einmal im Monat gab es an meiner Schule ein Internationals Lunch für alle Austauschschüler. Nach dem Lunch hatten wir noch zwei weitere Blöcke mit einer Raumwelchselpause dazwischen. Gegen 15:10 war mein Schultag meist zu Ende, außer man hatte noch einen "Club (eine Nachmittags Beschäftigung) in der Schule oder Training mit einem Sportteam.

Im Großen und Ganzen kann man sagen Schule in Kanada ist komplett anders als in Deutschland. Es wird alles viel lockerer gesehen, das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler ist schon fast freundschaftlich und auch die Fächer die man wählen kann sind vielfältiger. Ich hatte in meinem Stundenplan beispielsweise Fächer wie "Fashion/Design", wo wir genäht haben oder "Dance". Es gibt aber auch "normale Fächer" wie Sprachen und Naturwissenschaften.

Ungefähr einmal im Monat gab es eine "Assembly", eine Schulversammlung für einzelne Jahrgänge, wo beispielsweise Zertifikate für Schüler mit guten Noten oder gutem Sozialverhalten ausgegeben wurden, oder es wurde über gemeinnützige Organisationen gesprochen. Häufig wird bei solchen "Assemblies" die Nationalhymne gesungen.

Man lernt recht schnell viele Leute kennen, auch aufgrund des Kurssystems, jedoch kann ich heute sagen richtige Freunde Zeit brauchen, man unternimmt zwar bereits recht schnell mit den neuen Kontakten etwas, doch erst mit der Zeit wächst aus einer oberflächlichen Bekanntschaft eine wunderbare Freundschaft. Auch wenn man nach einigen Wochen/ Monaten noch nicht die besten Freunde gefunden hat, sollte man die Hoffnung nicht aufgeben, sondern weiter versuchen offen und freundlich zu sein.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Nachdem mir meine erste Familie recht früh verkündete ich könnte nicht mehr bei ihnen bleiben da sie umziehen werden. (Auch wenn in einem solchem Moment zunächst einen Welt für einen zusammenbricht, ist es nichts Schlimmes die Familie zu wechseln, wenn es nicht mit der Familie klappt sollte man diesen Schritt tun. Denn nach jedem Tief kommt auch immer ein Hoch:)) Meine zweite Gastfamilie war super, sie haben mich wie ein schon immer dagewesener Teil der Familie aufgenommen, sodass ich bereits nach einigen Tagen das Gefühl von zu Hause hatte. Besonders auch meine Gastmutter, die für mich wie eine Mutter und beste Freundin in einer Person ist, hat mir beim einleben viel geholfen. Heute erinnere ich mich sehr gern an viele Abende mit Tee, einer kitschigen Fernsehsendung und langen Gesprächen zurück. Mit meinen Gastgeschwistern, die beide älter waren als ich habe ich mich recht gut verstanden, wobei beide sehr wenig Zeit hatten..

Anders als zuhause war nicht viel, meine Gastfamilie ist portugiesisch und daher sehr europäisch, was da einleben vielleicht noch etwas erleichtert hat :) . Ansonsten hatte ich ähnliche Pflichten und Aufgaben wie in Deutschland

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Nach der Schule bin ich meinst erst mal nach Hause und dann später noch mit Freuden nach Downtown oder in eine Mall. Manchmal gings auch ganz einfach zu einer Freundin zum Teetrinken und Haare machen nach Hause :)

Ein bis zweimal die Woche bin ich nach Downtown gefahren zum Yoga, ein Sport der so Vancouver typisch ist, überall begegnet man Menschen die ihre Yogamatten unterm Arm tragen, und auch ich bin diesem Wahn verfallen.

Am Wochenende, bin ich häufig ins Kino gegangen oder ich war bei einem Sleepover. Häufig hab ich aber auch mit meiner Gastmutter die Einkäufe gemacht oder wir haben mit meiner Gastschwerster einen Film auf DVD geguckt.

Charlotte

Charlotte aus Gleichen

Charlotte_Huch@web.de

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Auf den ersten Blick erscheint einem alles ganz ähnlich... Gut, die Sprache ist anders und die Zeit unterscheidet sich auch, aber es scheint doch sehr änhlich:) Beim genaueren Betrachten allerdings, und vor allem nachdem man sich schon richtig heimisch gefühlt hat, fallen einem die ganzen kleinen großen Unterschiede auf. Zum Beispiel ist die Mentalität der Kanadier ganz anders als die der Westeuropäer. Man wird mitten auf der Straße, im Bus oder in der Bahn angesprochen, weil der dir unbekannten Person deine Schuhe gefallen oder weil sie einfach wissen wollen, wie es dir heute so geht :) Sogar die Busfahrer sind immer gut drauf und gar nicht so grimmig wie man das aus Deutschland kennt. Ein vielleicht noch viel größerer Unterschied sind die vielen, vieeeelen Kulturen, Nationalitäten und Religionen, die in Kanada und vor allem in Vancouver aufeinander treffen. Vancouver ist bunt, haben wir immer gesagt :) Es gibt nichts, was du dort nicht triffst, kein Land, das nicht vertreten ist. Das ist wunderbar, finde ich, denn so habe ich in meinen Monaten quasi eine Weltreise gemacht:)

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An die engen und ganz besonderen Freundschaften, die ich geschlossen habe, an meine Gastfamilie, die ich sehr vermisse, an die langen Nächte, die wir mit Popcorn und DvD´s zusammen verbracht haben, an die vielen Gespräche und die Vertrautheit, die gewachsen ist, an die Tränen (auch natürlich vor Freude), all die witzigen und besonderen Momente, die Sleepovers mit Freunden, Starbucksnachmittage, das Schulleben und an die Stadt, die mein 2. Zuhause geworden ist...

Was hat dir besonders gut gefallen?

Vancouver, und all das, was die Stadt mit sich bringt.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein Schultag in Vancouver war nie "typisch":) Jeder Tag war etwas Besonderes dort, vor allem in der Schule.

Alle sind dort viel fröhlicher und motivierter, ja sogar die Lehrer haben Spaß am Unterrichten und vermitteln den vielleicht langweiligen Stoff so, dass es echt Spaß macht zu lernen... gruselig, ich weiss :) 

Die Schule fängt morgens um viertel vor neun an, die Lehrer sehen das mit der Pünktlichkeit aber auch nicht so eng. Der Tag ist in 4 "Blöcke" aufgeteilt, die sich von Tag zu Tag abwechseln, sodass man insgesamt 8 Fächer hat. Nach dem 2. Block gibt es eine Stunde Mittagspause und um 15:10 Uhr ist Schluss:) Das Schulklima war total angenehm, nicht nur unter den Schülern, sondern auch mit den Lehrern und die vielen verschiedenen Fächer haben den Tag immer zu etwas Besonderem gemacht...

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Nicht viel eigentlich. Meine Gastfamilie hatte witzigerweise sehr viel Ähnlichkeit mit meiner Familie in Deutschland. Die Charaktere und Interessen haben fast übereingestimmt, sodass es kaum Probleme gab... Ich habe mich super mit allen Familienmitgliedern verstanden und habe mich auch wie ein Teil der Familie gefühlt. So wurde ich auch behandelt, sei es bei Freizeitaktivitäten oder Pflichten im Haushalt:)

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Nach der Schule habe ich jeden Tag noch etwas mit Freunden unternommen, ich hatte einfach keine Lust sofort nach Hause zugehen, und Hausaufgaben zu machen...:)

Zum Glück gibt es aber auch viele Möglichkeiten in Vanouver seine Freizeit einigermaßen sinnvoll zu gestalten. Malls, Downtown, Starbucks, Kino, Schwimmen, Übernachungen, Partys...

So Sachen, die man auch in Deutschland macht.

Am Wochenende habe ich auch viel mit meiner Familie unternommen, auch wenn es manchmal einfach nur ein gemütlicher Abend vor dem heimischen Kino war:)

 

Alexandra

Alexandra aus Berlin

hanisch.alex@googlemail.com

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Der größte Unterschied waren vermutlich die öffentlichen Verkehrsmittel: Wenn man, als Hauptstadtkind, verwöhnt von unserem Bus-, sowie U- und S-Bahnsystem nach Vancouver kommt, muss man sich erstmal daran gewöhnen, dass keine Pläne an den Haltestellen hängen –denn, kein Wunder, der Bus kommt sowieso relativ wahllos – und auch dass die Stationen nur angesagt werden, geht in lauter Busgemeinschaft natürlich manchmal ein wenig unter. Andererseits kann man den Busfahrer auch immer nach Hilfe fragen, bedankt sich immer schön beim Aussteigen und es kann auch schon mal vorkommen, dass man nach der Schule an einen besonders (anstrengend) gut gelaunten Fahrer gerät, der den ganzen Bus mit Quizfragen unterhält.

Weiterhin war das Schulsystem sehr anders und gewöhnungsbedürftig. Auch der hohe Asiatenanteil, besonders in Vancouver, ist zuerst sehr ungewohnt, und man muss sich im Klaren sein, dass auf den meisten Schulen mehr als 60 % der Schüler asiatischen Ursprungs sind. Teilweise ist es sehr schwer in solche Gruppen hineinzukommen, vor allem weil meist nur in der Muttersprache geredet wird, auf der anderen Seite sind dann aber gerade die ebenfalls etwas „fremden“ Mitschüler besonders hilfsbereit und schließen dich ohne zu zögern in ihr Herz.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Viele neue Erfahrungen, Menschen, die erst so fremd, jetzt zu meinen besten Freunden zählen, neue Ansichten, eine zweite Familie, eine Schule, die mir mit ihren Lehrern und Schülern ans Herz gewachsen ist – all das sind Sachen, die mir einfallen, wenn ich an dieses aufregende, aber manchmal auch schwere Jahr meines Lebens zurück denke.

Bevor ich nach Kanada kam, hatte ich mir nicht vorstellen können, dass ich noch so viel dazu lernen würde, über andere Kulturen mit anderen Menschen, anderen Schulsystemen oder auch einfach anderen Straßenschildern, und auch über mich selbst. Ich erinnere mich, wie ich Monate vor dem Abflug mit meinen Freunden zusammen saß und wie das große schwarze Loch, das Schuljahr 07/08, mein AUSTAUSCH in Kanada mit jedem Schluck den ich von meinem überteuerten Starbucks-Kaffee nahm, näher und näher kam.

Auf einmal geht alles sehr schnell: Der Tag des Abfluges ist da und plötzlich findet man sich am Vancouver Flughafen wieder und umarmt seine neuen Gasteltern. Dann kommen die Orientierungsveranstaltungen, die erste Schulwoche, Eingewöhnen bei der Gastfamilie, die noch ungewohnten Treffen mit neuen Freunden, und eh man sich’s versieht, sind die ersten drei Monate rum und man hat das Gefühl, die Zeit rennt einem davon und man will die Monate eigentlich nur noch aufhalten.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Das Multikulturelle der Stadt hat mir sehr gefallen. Menschen aus aller Welt kommen zusammen, ihre Kulturen, Sitten und Ansichten, so verschieden, wie ihre Länder und Hautfarben, trotzdem lebt man harmonisch miteinander.

 

Schule in Kanada war auch etwas Besonderes. Nicht nur, dass man wesentlich mehr Fächer zur Auswahl hat, auch an den Sportveranstaltungen nachmittags oder an den Clubs nehmen die Schüler mit so viel Begeisterung und Engagement teil, dass Schule gleich viel mehr Spaß macht. Es gibt Veranstaltungen und Feste, die von Lehrern oder auch nur den Schüler selbst organisiert werden, so dass eigentlich jeden Monat mindestens eine Theateraufführung, Kunstausstellung oder auch eine Modenschau statt findet.

Die Fächer sind vom Standard her schon etwas einfacher als in Deutschland, so dass man in Klassenstufe 11 hier eher dem Grade 12 Niveau der Kurse dort entspricht. Schulisch gesehen war das Jahr also eher entspannt, aber langweilig wurde es garantiert nie.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein typischer Schultag beginnt damit, dass man sich möglichst um zirka 8:30 im Schulgebäude befinden sollte – hat man jedoch Unterricht im obersten Stock, im ungünstigsten Fall zum Beispiel Mathe, und muss man vorher dann auch noch zu seinem „Locker“ um seine Schulbücher und seine Jacke abzulegen, dann kann es schon einmal passieren, dass man als verspätet eingetragen wird, wenn man nicht pünktlich mit dem Klingeln um 8:35 im Klassenzimmer steht. Meistens sind die Lehrer aber selbst noch relativ verschlafen und kommen manchmal auch erstmal 10 Minuten später zum Unterricht, mit der Kaffeetasse in der Hand. Die 80 Minuten Blöcke kommen einem anfangs sehr lang vor, aber nach einer Weile ist es sehr angenehm, ein bisschen mehr Zeit im Unterricht zu haben, so dass das Klima allgemein sehr viel entspannter ist als bei uns in Deutschland.

In Vancouver hat man 2 abwechselnde Unterrichtstage mit jeweils 4 Stunden, so hatte ich zum Beispiel Mathe, Social Studies, English und Comp Civ, aber auch Drama, Psychology, Textiles und Foods. Das Fächerangebot ist sehr vielfältig und mir persönlich hat es Spaß gemacht, neben den normalen (akademischen) Fächern, auch mal etwas anderes auszuprobieren, um so Schule aus einer ganz anderen Perspektive kennen lernen –ja, sogar genießen- zu können.

Andere Mitschüler trifft man sehr schnell, aber nur von allein kommt auch nicht jeder auf dich zu, denn natürlich haben die Meisten ihren eigenen festen Freundeskreis und sind nicht gerade „auf der Suche“ nach neuen Freunden –nicht so wie du.

Andere deutsche Austauschschüler auf der Schule zu haben, hört sich erstmal beruhigend an – klar ist es zu Anfang leichter, sich auf deutsch zu unterhalten, als sich zu integrieren – aber letztendlich macht man ein Austauschjahr, um englisch und nicht um deutsch zu lernen.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Je nachdem in welcher Gastfamilie man landet, kann man sich sehr sehr zuhause, aber auch fremd und ungewohnt fühlen. Ich war zu Anfang in einer Gastfamilie, die zuerst perfekt für mich zu sein schien, aber nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass die Familie zwar sehr nett, aber nicht die richtige für mich war. Nie habe ich mich wirklich als Teil, als Mitglied der Familie gefühlt. Dennoch wollte ich mir eigentlich nicht eingestehen, dass ein Wechsel vielleicht besser wäre. Auch nachdem mir von den verschiedensten Ecken - von meinen kanadischen Freunden bis GLS – geraten wurde, zu wechseln, wollte ich das Gespräch immer wieder herauszögern, mir noch mehr Mühe geben – einfach nicht aufgeben. Alles war eigentlich eher meine Schuld: ich hatte wieder vergessen, das Telefon zurück auf die Station zu stellen, ich hatte zu spät angerufen, all solche Kleinigkeiten wurden auf einmal riesengroß. So sah ich das jedenfalls damals. Im Endeffekt wurde mir dann kurz vor Weihnachten mitgeteilt, dass meine Gastmutter wieder zu arbeiten anfangen wollte, sie also somit kein „Homestay“ mehr betreiben wollten und ich bis zu den Ferien eine neue Familie haben sollte. Das war dann sozusagen Glück im Unglück, hat mir aber eigentlich nur verdeutlicht, dass die Familie tatsächlich nicht richtig für mich war.

Als ich nach einigem Suchen meine neuen Gasteltern kennen lernte und ich dann im Januar in das große blaue Haus 62nd Ecke Laburnum einzog, mit seinen zwei Katzen, dem Hund, Vögeln, zwei weiteren Gastgeschwistern und noch anderen Austauschschülern, und ich sofort nicht nur in das gemütliche Haus, sondern tatsächlich auch in die Familie aufgenommen wurde, war mir klar, wie solch ein Austausch mit der richtigen Gastfamilie eigentlich aussehen kann.

Ich hatte lange probiert mich in meine erste Gastfamilie zu integrieren, aber wenn man nach einiger Zeit, nachdem man es jedoch wirklich versucht hat, einfach merkt, dass es nicht geht, dann sollte man sich auf gar keinen Fall davor scheuen, die Familie zu wechseln. Das ist kein Aufgeben, sonder nur gesund – für alle Beteiligten.

Am Ende vergaß ich zwar immer noch, das Telefon auf die Station zurückzustellen, wurde dann mit warnendem Ton als „Miss Alexandra....“ herunterbestellt, stand dann aber nicht mit der Angst, jetzt doch rausgeschmissen zu werden, vor meiner Gastmutter, sondern meckerte genauso zurück, wie ich es mit meiner eigenen Mutter manchmal tue.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Meistens sind wir nach der Schule noch in den kleinen Bezirk Kerrisdale gegangen und haben erstmal (nicht überteuerten) Starbucks-Kaffee getrunken, dann ging’s nach Hause, Hausaufgaben wurden gemacht (denn ja, auch diese Plage gibt es in Kanada), dann gab’s auch schon bald Abendessen und danach wurde meist zusammen mit der ganzen Familie vor dem Fernseher mitgesungen, wenn wieder mal „So you think you can dance“ lief – eine der vielen unsinnigen Shows, die die Nordamerikaner so lieben und für die ich, dank meiner impulsiven Familie, eine richtige Leidenschaft entwickelte, peinlicherweise.

Außerdem gab es immer wieder Clubs oder Sportveranstaltungen am Nachmittag oder man ist mal wieder nach Downtown gefahren.

Im Winter kann man sehr gut Ski und Snowboard fahren, im Sommer geht’s nach der Schule an den Strand. Am Wochenende sind Home- oder Strandparties, man kann ins Kino gehen oder auf andere Weise in Downtown die Zeit vertreiben – nur das richtige Ausgehen ist einem verwehrt, denn Alkohol und Eintritt in Bars und Clubs gibt’s leider erst ab 19.

 

Jana

Jana aus Hückeswagen

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Die wohl größten Unterschiede zu Deutschland waren die andersartige Kultur durch den enormen asiatischen Einfluss und die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen. Das war wirklich ganz anders als in Deutschland. Dort ist es keine Seltenheit zum Beispiel an der Bushaltestelle mit jemand wildfremden ins Gespräch zu kommen.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Wenn ich mich an meinen Auslandsaufenthalt zurückerinner, denke ich zuerst an meine Gastfamilie und die vielen Freunde, die ich dort gefunden habe und zu denen ich immernoch KOntakt halte.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Die offene Mentalität der Kanadier war sehr angenehm und das Verhältnis zu meiner Gastfamilie war toll.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Meine Schule konnte ich von meinem Haus aus zu Fuß oder mit dem Skytrain erreichen. Gladstone ist für deutsche Verhältnisse eine ziemlich große Schule mit ungefähr 1500 Schülern. Aber trotzdem war das Verhältnis von Schülern und Lehrern viel enger als in Deutschland. Und die Lehrer haben sich auch persönlich um die Schüler gekümmert.

Ein Schultag hat immer von 8:45 bis 15:15 gedauert.

Insgesamt hat man 8 Fächer, von denen jeweils 4 pro Tag unterrichtet werden. Jede Schulstunde geht 1 ½ Stunden.

Ein Schwerpunkt von Gladstone ist Tanz. Es ist eine von nur drei Schulen in Vancouver, die ein eigenes Tanzstudio haben. Es wurden viele verschiedene Tanzarten als Fächer angeboten ( Standart, lateinamerikanischer Standart, Hip Hop usw.).

Ich habe auch einen Tanzkurs belegt, bei dem aber mehr auf Fitness geachtet wurde. Außerdem habe ich für ein Quartal an der Basketball AG teilgenommen und war im Girls Fitness Course.

Obwohl der Großteil der Leute auf meiner Schule asiatischer Herkunft war hatte ich überhaupt keine Probleme Anschluss zu finden und nach zwei Wochen hatte ich mich schon richtig eingelebt und mich total wohl gefühlt.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Meine Gastfamilie war einfach super. Sie haben mich von Anfang an wie ein Familienmitglied aufgenommen und ich habe mich nie wie ein Außenstehender gefühlt.

Meine Familie bestand aus meinen Gasteltern (38 und 39), ihren beiden Kindern ( 6 und 4) und einer japanischen Studentin (21). Wir haben in einem recht großen Einfamilienhaus in einer ruhigen aber trotzdem sehr zentralen Wohngegend gelebt. Ich hatte mein eigenes kleines Zimmer, wo zwar nicht viel rein passte, was aber sehr gemütlich war und ich brauchte mir das Badezimmer nur mit der anderen Austauschschülerin Risa teilen.

Besonders die vielen verschiedenen Kulturen, die in dieser Familie aufeinander kamen waren eine recht interessante Mischung, da mein Gastvater Brite war, meine Gastmutter ursprünglich deutscher Abstammung und dann Risa als Japanerin und ich.

Im Vergleich mit meiner eigenen Familie war es für mich keine große Umstellung, da sich unsere Familien recht ähnlich waren.

Was jedoch anders war, ist dass man Andere Gesprächsthemen hat und sich viel intensiver miteinander auseinandersetzt als das vielleicht zu Hause der Fall ist .

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Nach der Schule habe ich meistens mich mit Freunden aus der Schule oder mit anderen Leuten, die auch aus Deutschland kamen getroffen. Wir haben viel von Vancouver und Umgebung gesehen und meine Gastfamilie hat mich auch oft auf Ausflüge mitgenommen.

Am Wochenende war ich meistens mit meinen Freundinnen shoppen und abends waren wir oft im Kino, Essen oder haben uns bei jemanden zu Hause getroffen. Eigentlich ganz normale Sachen. Auf jeden Fall war es nie langweilig.

 

Kathleen

Kathleen Fiona aus Hamburg

cathlieee@gmx.net

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Die drei größten Unterschiede waren die multikulturelle Bevölkerung der Stadt. Hier gibt es viele Asiaten und East Indiens, die meistens in ihren eigenen Communities leben, so wie China Town.

Die High Schools hier unterscheiden sich auch sehr von unseren deutschen Schulen. Hier wird viel mehr unternommen innerhalb der Schulen und auch außerhalb. Es gibt eigentlich immer was zu tun, solange man offen ist für Neues. Die vielen Sport Teams und AGs bieten eigentlich für jeden was.

Und auch die Mentalität der Menschen hier in Vancouver ist eine ganz andere als ich sie von zu Hause kenne. Hier wird sich sogar beim Busfahrer fürs Anhalten bedankt.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Ich denke daran was für ein großer Schritt es war hier rüber zu kommen aber wie froh ich bin das ich es gemacht habe. Ich habe nie daran gezweifelt die richtige Entscheidung getroffen zu haben, auch wenn es ab und an mal ein paar Tiefs gab. Aber vor allem denke ich daran wie viel ich gelernt, und wie viele neue Freunde ich gefunden habe. Daran, neue Dinge ausprobiert zu haben, die in deutschen Schulen niemals möglich gewesen wären und vor allem wie viel Spaß ich in dieser Zeit hatte.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Besonders haben mir die Schulteams gefallen. Ich bin in jeder Saison mindesten einem Team beigetreten und es war immer ein riesen Spaß. Wir haben mit den Teams Ausflüge unternommen und sind mit dem Eishockey Team sogar auf ein Tunier nach Vancouver Island gefahren.

Außerdem hat mir die Nähe zum Meer und den Bergen sehr gut gefallen, da ich gerne Snowboarden gehe, war die Lage perfekt. Bis zum nächsten Skihügel war es nicht einmal eine Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Und zum Strand bin ich nur etwa 15 Minuten mit dem Bus unterwegs gewesen.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Jeden Morgen stehe ich gegen 7:30 auf, mache mich fertig für die Schule, gehe rauf zum Frühstücken und um 8:15 verlasse ich das Haus. Mein Schulweg dauert ca. 10/15 Minuten, wenn ich laufe, also komme ich gegen 8:30 in der Schule an. Ich gehe zu meinem Klassenraum und um 8:40 beginnt mein erster Block. Ich habe vier Blöcke a 80 Minuten. jeden Tag (Blöcke sind unterschiedlich je nach Tag). Es ist Tag 1, also habe ich Englisch. Nach dem ersten Block haben wir 10 Minuten Pause, um zu unserem nächsten Klassenraum zu laufen oder noch einen kleinen Snack zu essen. Mein nächster Kurs ist Commercial Design, wo wir heute Poster für unser Schulmusical entwerfen. Nach dieser Klasse haben wir einen 45minütigen Lunchbreak, in dem ich mit meinen Freunden zu Starbucks gehe.

Um 12:25 fängt Mathe an und nach Mathe geht es ohne Pause zu meinem nächsten Block, Bio. Dann ist die Schule um 3:15 aus aber ich gehe noch nicht nach Hause, denn ich habe ein Softballspiel auf den Feld hinter unserer Schule. Um 5pm ist unser Spiel aus und ich mache mich auf den Heimweg. Zum Glück kann ich bei meiner Freundin mitfahren und muss nach diesem anstrengenden Tag nicht noch nach Hause laufen.

Zu Hause nehme ich erstmal eine Dusche und dann gibt es Abendessen.

Nach dem Essen gehe ich in mein Zimmer und beginne an meinen Hausaufgaben zu arbeiten, danach chatte ich noch ein bisschen mit meinen Freunden bei msn und mache mich schließlich auf ins Bett.

In der Schule die Klassenkameraden kennen zu lernen war nicht so schwer, denn alle waren eigentlich sehr interessiert an den neuen Schülern und wollten mehr über mein Land und mich wissen. Spätestens in den AGs und Teams ist man dann mit den anderen Jugendlichen in Kontakt gekommen, da man gleiche Interessen teilte. Nachdem die Sprachbarriere erstmal gebrochen war ging es auch alles ganz von selbst. Man wurde an den Wochenenden zu den ersten Parties eingeladen und hat nach der Schule zusammen etwas unternommen.

 

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Der Unterschied zwischen Gastfamilie und zu Hause ist natürlich vorhanden. Für mich wurde die Gastfamilie eher zu einem guten Freund und Ratgeber.

Ich hatte 3 Gastgeschwister, die alle älter waren als ich, und eine Katze in meinem Haus. In Deutschland habe ich nur einen Bruder und einen kleinen Hund, also habe ich hier das Leben in einer Familie von einer ganz anderen Seite gesehen.

In einer Gastfamilie zu leben hat mir gezeigt, noch selbstständiger zu werden, denn Dinge wie z.B. Wäsche waschen hat zu Hause meine Mutter übernommen. In einer Gastfamilie liegt dies in deiner eigenen Verantwortung, genau wie Zimmer putzen, aufräumen und Tisch abdecken. Jeder Austauschschüler bekommt seine Regeln und Aufgaben, welche allerdings von Familie zu Familie variieren.

Ein großer Unterschied ist auch was das weggehen am Wochenende und unter der Woche anbelangt. Jeder hat hier seine Ausgehzeiten. Dies war für mich z.B eine Umstellung, da ich Ausgehzeiten am Wochenende nicht gewohnt war.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

In meiner Freizeit habe ich sehr viel mit meinen Freunden unternommen, die alle sehr international waren. Bei schönem Wetter trafen wir uns gemeinsam im Park oder haben uns am Strand gesonnt. Wir sind oft nach Downtown gefahren zum Sushi essen, shoppen und an den Wochenenden zum Billiarde spielen oder zum Kino.

An Sonntagen bin ich gerne nach Granville Island gefahren, um auf den Markt zu gehen und den Künstlern und Musikern bei ihren Aufführungen zuzuschauen.

Die Winterzeit habe ich größtenteils in der Eishalle verbracht, die in der Nähe war oder wir sind alle zusammen zum Snowboarding nach Grousse Mountain oder Whistler gefahren.

Samstagabend war meistens irgendeine Party oder ein Videoabend bei meiner Freundin angesagt oder wir haben uns einfach zum Quatschen zusammengesetzt.

 

Janina

Janina aus Rosdorf

mjlucky2987@gmx.net

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Die Menschen hier in Kanada sind viel offener, freundlicher und immer hilfsbereit.

Ausserdem ist die Natur, die Luft und die Umgebung, im Gegensatz zu Deutschland, viel angenehmer, spektakulaerer und viel viel schoener.

Und nicht zu vergessen, was hier absolut anders ist als in Deutschland sind die Portionen im Restaurant bzw. im Supermarkt!

In einem deutschen Restaurant bekommt man kleine Portionen und man muss mehr bezahlen. Hier bekommt man gleich eine riesen Portion, dessen Rest man am Ende einpacken lassen muss, weil es einfach zu viel war. Ausserdem wird man gefragt mit was man seine Bestellung gerne haette, z.B. mit Pommes oder Salat. Wenn man Salat nimmt, mit welcher Salatsosse?

Die Portionen sind gross und man muss noch nicht mal viel bezahlen, ausgenommen in 5- Sterne Hotels^^

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Das ist eine sehr schwierige Frage, weil ich hier so viele unglaublich tolle Sachen erlebt habe, dass mir auf Anhieb nicht nur eins einfaellt^^

Um es spontan zu sagen, denke ich gerade an meine Spring Vacation, die ich bei einem Familienfreund in Skookumchuck (2000km von Vancouver entfernt) verbracht habe.

Denn die Hinfahrt war das reinste Spiel mit dem Glueck. Wenn ich jetzt daran zurueck denke, muss ich immer noch lachen.

Also: Ich bin am Abend um 7:00 p.m. von der Greyhound Station am Pacific Centre mit dem Reisebus losgefahren. Die Fahrt ging ueber Kamloops, Revelstoke und Rogerpass. Da es Maerz war, Winter und am Rogerpass eine ganze Menge Schnee lag, musste es ja auch vorkommen, dass sich eine Lawine den Weg ins Tal suchte.

Um ca. 4:00a.m. in der Frueh hielt der Bus ploetzlich an und fuhr in den naechsten 30 Minuten nicht mehr weiter. Das einzige was er tat, war rueckwaerts in den zuletzt passierten Tunnel zu fahren. Und da standen wir nun 3 weitere Stunden drin.

Als es weiterging war es 7:00a.m. und eigentlich haette ich in 30 Minuten schon in Golden sein muessen wegen meines Anschlussbusses, aber das konnte nun nichts mehr werden.

Um ca. 10:00a.m. kamen wir endlich in Golden an. Ich habe mein Gepaeck geschnappt und bin ins Office, um mir mein neues Ticket nach Skookumchuck zu kaufen. Dort erfuhr ich es dann.

Die Frau im Office redete gerade mit einer Passagierin, die mit mir auch aus Vancouver angekommen ist, und sie sagte zu uns, dass wir alle richtige Glueckspilze seien. Denn der Anschlussbus nach Cranbrook (hinter Skookumchuck) ist an dem Morgen kaputt gegangen!!! Ein Ersatzbus sei vor 4 Stunden von Cranbrook aus losgefahren und wuerde in den naechsten 10 Minuten eintreffen.

Tja, und es geschah so. Satte 15 Minuten spaeter sass ich im Anschlussbus auf dem Weg zu meinem Freund.

Die Woche an sich war ein reinstes Abendteuer! Icefishing auf dem White Swan Lake, Bowling, lange schlafen, jeden Abend ein neuer Film im TV und Hot Springs.

Unglaubliche Spring vacation!

Was hat dir besonders gut gefallen?

Neben meinem Abendteuer in den Ferien, das Tanzen in der Schule, das Nachtleben in Vancouver mit den Limousinen und den ganzen Lichtern, das Abendessen im 5-Sterne Restaurant, Shoppen....

Ich koennte jetzt alles aufzaehlen, weil ALLES super ist!!!!!

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein typischer Schultag beginnt um 7:00a.m. mit dem nervtoetenden Geraeusch des Weckers. Nach dem Anziehen und Fruehstuecken geht es um 8:00h los zur Schule. Ich brauche etwa 30-35 Minuten zu Fuss bis zur Schule, was bei einem sonnigen Morgen richtig Spass macht, aber bei Regenwetter zur Qual wird.

In der Schule werden die Schulsachen in den eigenen Locker gepackt und um 8:45 a.m. beginnt dann der Unterricht.

Es gibt hier 2 verschiedene Schulzeiten. Von montags bis donnerstags ist Schule von 8:45a.m. bis 3:10p.m. mit einer 15-minuetigen Pause zwischen den ersten beiden Blocks (Klassen), einer 45-minuetigen Mittagspause, und einer 5-minuetigen Pause zwischen den letzten beiden Blocks. Insgesamt hat man 4 Blocks an einem Tag, wovon jede 75 Minuten lang ist.

Natuerlich hat man nicht nur 4 verschiedene Klassen. Insgesamt sind es 8 Blocks, die in Day 1 und Day 2 eingeteilt sind. Diese Tage wechseln sich immer ab.

Am Freitag beginnt die Schule ebenfalls um 8:45a.m., aber man hat gleich 3 Blocks hintereinander mit einer 15- minuetigen und 5- Minuetigen Pause dazwischen. Dann kommt die Mittagspause und der letzte Block fuer die Woche. Da die Klassen nur Freitags 60 Minuten lang sind, hat man schon um 2:10p.m. Schule aus.

In der Mittagspause kann man vor seinem Locker, in der Cafeteria, in Klassen oder im Dance Studio essen.

Der Unterricht beginnt nachdem der Lehrer die Anwesendheitsliste durchgegangen ist. Im Unterricht wird gearbeitet...aber nicht so hart wie in Deutschland, man kann sogar schlafen waehrend der Lehrer was erzaehlt^^ Das habe ich schon 2 mal miterlebet, dass ein Schueler eingeschlafen ist.

Nach der 15-Minutenpause, zwischen dem ersten und zweiten Block, findet fuer 20 Minuten 'Silent reading' statt. Jeder hat ein Buch oder eine Zeitschrift mitzubringen und zu lesen. Man kann auch in der Zeit Hausaufgaben machen, aber das ist nicht gerne gesehen.

Nach der Schule kann man in verschiedene Schulclubs gehen, z.B. Fussball.

Ich bin in keinen Club eingetreten, weil mir dann noch mehr Zeit fuer Hausaufgaben oder Lernen fehlen wuerde.

Daheim gibt es warmes Abendessen, dann Hausaufgaben und dann ist der Tag schon rum.

Die Schueler hier sind alle sehr nett und man kann sie einfach Fragen, wenn man etwas nicht verstanden hat ohne gleich eine Abfuhr zu bekommen. Sie sind alle sehr nett und hilfsbereit.

Aber leicht jmd kennen zu lernen ist es scon, wenn man sich ueberwindet und einfach fragt, was er/sie in der Mittagspause macht oder ob man mit ihren/ seinen Freunden mit zu Mitagessen kann.

Oder wenn man z.B. ein Schulproject macht und in verschiedene Gruppen eingeteilt wird, lernt man seine KLassenkameraden viel schneller und besser kennen, weil man nicht nur im Unterricht an dem Projekt arbeitet, sondern auch bei demjenigen zuhause.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich lebe in einer Gastfamilie und es ist wirklich sehr aufregend hier. Es wird nie langweilig. Meine Gasteltern haben naemlich 2 kleine Kinder im Alter von 5 und 7. Die Kinder sind sehr sehr aktiv und wollen immer spielen. Sie lieben es! Und es macht mir sehr viel Spass!

Was besonders anders ist, als zu Hause ist, dass jeder im Haushalt mithelfen muss und man selber seine Waesche waschen muss. Es war fuer mich mit der Waesche erst anzugewoehnen, weil das gewoehnlich immer meine Mutter macht. Aber es muss sein, sonst hat man irgendwann das Problem, nichts mehr in seinem Kleiderschrank zu haben^^

Selbst in der Kueche habe ich meiner Mutter nie geholfen, weil ich einfach keine Lust hatte oder zu viel mit der Schule zu tun hatte. Hier gehoert es einfach mit dazu im Haushalt zu helfen... und ich habe nach einiger Zeit auch meinen Spass daran gefunden. Es mag vllt etwas komisch klingen, aber es ist so^^

Ein weiterer Unterschied zu Deutschland sind die Mahlzeiten. Morgens gibt es Toast, Baigels, Muffins oder Cornflakes; zum Mittag isst man in der Schule und abends gibt es immer ein richtiges warmes Essen. Was in Deutschland meistens zum Mittag die warme Mahlzeit ist, ist hier abends.

Mit der Musik oder TV ist es hier auch anders. Da naemlich kleine Kinder im Haus sind und die auch immer neugierig sind, darf ich meine Musik nur mit Kopfhoerern hoeren oder in meinem Zimmer. Auch mit dem TV ist es anders. Meistens schaue ich Filme nur abends oder wenn die Kinder nicht daheim sind, da meine Gasteltern nicht wollen, dass ihre Kinder zu frueh mit der Erwachsenenwelt konfrontiert werden.

Diese regeln waren fuer mich zu Beginn echt hart, aber jetzt gehoert es einfach schon zum Alltag.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Ich gucke oefters TV, um mich von der Schule zu erholen, gehe neuerdings jeden 2. Tag joggen, filmen, hoere Musik, gehe im Park spazieren oder gehe shoppen.

Es gibt viel in Vancouver zu sehen und immer wieder habe ich neue Ideen fuer einen neuen Kurzroman oder Film.

 

 

 

Markus

Markus aus Berlin

Nachdem ich nun schon seit fast einem halben Jahr auf einem Schulaufenthalt in Kanada bin, wollte ich mal erzählen, wie es so ist am anderen Ende der Welt zu leben.

Ich wohne hier in Vancouver; das ist eine Stadt in West-Kanada, wo die Leute glücklicherweise Englisch – und nicht Französisch – sprechen. Kanada ist eigentlich ein eher dünn besiedeltes Land. Das typische Bild, das man von Kanada hat (naja, Wälder, Seen, Holzfäller, Grizzlybären, Eskimos usw.), hat schon seinen wahren Hintergrund, denn 2/3 des Landes sind echt Natur pur. Aber wie gesagt, ich sitze nicht mitten in der kalten kanadischen Wildnis, sondern im sonnigen Vancouver, einer kanadischen Großstadt zwischen Pazifik und Bergen.

Die Umgebung ist extrem abwechslungsreich, mit Wäldern und Nationalparks im Osten, Sandstränden im Süden, riesigen Wintersportgebieten im Norden und im Westen Wasser, Wasser, Wasser, bis irgendwann Vancouver Island und dann Japan kommt. Das Nette daran ist, dass alles so nah beisammen ist: Ich wohne 300m vom Pazifik weg und kann trotzdem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb von 45 Minuten Skifahren gehen. Das ist natürlich schon mal ein extremer Vorteil für kalte Wintertage.

Die Stadt selber ist auch ziemlich anders als das, was man so aus Europa kennt. Die Innenstadt sieht genauso aus wie New York oder so, liegt aber auf einer Insel mitten in der Bucht von Vancouver. Dementsprechend ist sie auch nur mit der Fähre oder über eine der Brücken zu erreichen, wenn man nicht bei Minusgraden schwimmen will. Sonst ist die Stadt aber wirklich das, was man so aus den Kinofilmen kennt: Grade nummerierte Straßen, Hochhäuser, Wolkenkratzer, usw.

Die ca. 1,5 Mio. legalen und 1 Mio. illegalen Einwohner Vancouvers sind absolut multikulturell. Wobei die größte Gruppe besonders hervorzuheben wäre: Die Asiaten.

Als ich das erste Mal in die Stadt gekommen bin, sah ich als Durchschnittseuropäer, der kaum mehr als zwei Chinesen in seinem Leben gekannt hat, nichts anderes: Große Asiaten, kleine Asiaten, Asiaten mit kleinen Augen, Asiaten mit großen Augen, Asiaten die Englisch reden, welche die kein Englisch reden, ... Asiaten in allen Variationen, vom Chinesischen bis ins Japanische, einfach alles... Das fällt einem wie gesagt natürlich besonders dann auf, wenn man aus einem Land wie Deutschland kommt, wo ja ein akuter Mangel an derartigen Bevölkerungsgruppen herrscht. Man stelle sich das mal vor, meine Klasse in der Schule hier besteht aus 29 Asiaten und einem Europäer - mir.

Naja, zunächst ist man also ziemlich überwältigt von so vielen "Anderen", aber mit der Zeit beginnt man sich daran zu gewöhnen und man entdeckt einen der größten Vorteile des Auslandschuljahres: Man lernt viele Menschen und Kulturen kennen, die man sonst nie getroffen hätte. Wann treffe ich in Deutschland schon jemanden aus Taiwan oder Kasachstan? Hier lerne ich jeden Tag irgendwen vom anderen Ende der Welt kennen, der selber bisher auch nicht wusste, dass "Germany" ein Land und keine Automarke ist...

Aber um die Leute hier zu beschreiben, fängt man vermutlich am Besten mal im Kleinen an, nämlich in meinem Fall mit der Gastfamilie, in der ich lebe: Die ist natürlich auch multikulturell und besteht aus Paul, meinem 39jähriger Gastvater aus Irland, Jane, meiner Gastmutter, die aus England kommt, und ihren beiden Kinder, James (6 Jahre) und Sarah (2). Dazu kommen dann Jun Shiraishi, ein japanischer Austauschschüler und ich, offensichtlich ein Deutscher. Alle gemeinsam wohnen wir in einem dieser netten, kleinen nordamerikanischen Reihenhäuser, mit Vorgarten, weißem Gartenzaun und rotem Briefkasten, wie man sie aus den Hollywoodfilmen kennt.

Im Prinzip muss ich sagen, dass ich wirklich in einer guten Gastfamilie gelandet bin. Klar, die Kinder gehen früh ins Bett und wecken mich stattdessen morgens um halb sechs, aber das ist man ja auch von zu Hause gewöhnt (zumindest wenn man auch da einen 4jährigen Bruder hat). Dafür sind meine Gasteltern ziemlich offen, was die Zeitbeschränkungen angeht und auch sonst freundlich und halt so, wie man es sich vorstellt. Außerdem ist die Tatsache, dass Jun hier ist auch "Gold wert". Ich hätte nie gedacht, wie sehr sich das Leben eines Deutschen von dem eines Japaners unterscheiden kann. Das reicht von der Art wie man Weihnachten feiert (ja, das tun sogar die...) bis hin zum Apfelschälen, die machen so vieles so anders, das kann man sich gar nicht vorstellen!

In sofern würde ich behaupten, dass eine der besten Erfahrungen für mich allein schon die Tatsache ist, dass ich mal ein halbes Jahr mit einem Japaner unter einem Dach lebe.

Naja, mal abgesehen von meiner Gastfamilie ist der Ort, an dem ich als erstes andere Leute treffe, natürlich die Schule. Schule ist eigentlich ein Wort, wo der normale deutsche Junge in meinem Alter erstmal geistig abschaltet oder zumindest beschließt den nächsten Absatz zu überspringen. In Kanada ist das nicht so. In Kanada ist Schule interessant. Schule macht Spaß und vor allem: Schule ist motivierend.

Sehen wir es realistisch: Ich brauche dieses Schuljahr hier nicht. Ich brauche die Noten nicht, ich brauche den Abschluss nicht. Ich könnte mich hier faul zurücklehnen und in Deutschland würde sich trotzdem kein Mensch darum kümmern. Trotzdem quäle ich mich aber durch das Halbjahr. Warum? Ganz einfach: Es macht verdammt viel Spaß.....

Da das für die meisten wahrscheinlich so klingt, als sei ich jetzt vollkommen durchgedreht und überhaupt nicht mehr zu retten, erkläre ich einfach mal ganz schnell, woran das liegt: Zu fast 100% an den Lehrern. Die kanadischen Lehrer sind jung, motiviert und kümmern sich um die Schüler. Außerdem sind sie gewissermaßen Vorbilder für die Schüler bzw. hin und wieder praktisch schon Freunde. Natürlich nicht alle (wer will schon mit einer 59jährigen Englischlehrerin befreundet sein?), aber 7 von 8 Lehrern, die mich unterrichten, sind wirklich nahezu perfekt. Das erklärt auch warum kanadische Schüler wesentlich mehr für ihre Schule tun als Deutsche. Beispielsweise organisieren sie Veranstaltungen etc. für die Schule, stellen (selbstständig!) eigene Schulmannschaften auf und vertreten ihre Schule auch sonst immer und überall.

Naja, für mich als Austauschschüler gilt das auf Grund der begrenzten Zeit natürlich eher weniger. Aber trotzdem kann ich mich zumindest damit rühmen, in der Schulrudermannschaft zu sein...Immerhin habe ich so zumindest einen Teil meiner Aktivitäten aus Deutschland nach Kanada übertragen können. Einen Unterschied gibt es natürlich: Das Rudern hier bezieht sich vorzugsweise auf Regatten und Rennsport... Aber das Rudern in Vancouver hat auch einige große Vorzüge im Vergleich zu Berlin: Der erste dürften die Bedingungen sein. Na gut, wir haben den Wannsee, aber die hier haben eine Pazifikbucht. Mit wunderbarem smaragdgrünem Wasser (ja, Wannseewasser ist auch grün, aber irgendwie anders) und außerdem ist die Bucht von Vancouver nahezu absolut windstill. Alles nur wegen so ein paar lächerlichen vorgelagerten Inseln, die allen Wind und alle Wellen schön aus der Bucht raushalten.... Da könnte man schon recht neidisch werden. Zu allem Überfluss kommt dazu dann auch noch die Tatsache, dass die kanadischen Universitäten offensichtlich mehr Geld fürs Rudern als für Bildung ausgeben, was zu einer regelrechten Inflation an Bootsmaterial in den Vereinen führt... Die spinnen, die Kanadier!

Außerdem ist so ein Verein natürlich ideal, um ein paar Gleichaltrige kennen zu lernen, mit denen man nicht unbedingt schon den ganzen Tag in der Schule rumsitzt. Denn wenn man schnell Freunde findet und eine Menge neuer Leute kennen lernt, dann beginnt so ein Austausch erst richtig Spaß zu machen. Man hat immer etwas zu tun, erlebt jeden Tag was Neues und diese ganzen Sprachprobleme usw. die man anfangs vielleicht hat, treten vollkommen in den Hintergrund. Darum kann ich nur sagen: Wer die Gelegenheit hat, der soll sich die Chance nicht entgehen lassen. Ich will nicht so tun, als hätte ich mich da nicht auch ein bisschen vor gefürchtet, grade die letzten Tage in Deutschland waren schwierig, aber jetzt wo ich hier mitten in Kanada diesen Text tippe, kann ich nur sagen, dass das vermutlich eine der besten Entscheidungen meines Lebens war. Auf den ersten Blick sieht es vielleicht schwierig aus, aber wenn man sich erst mal eingelebt hat, ist so eine Zeit unbezahlbar.

Preis

Preis Schuljahr
20.390 Euro

ohne Flug: 18.890 Euro

 

 

Preis Semester
11.890 Euro

ohne Flug: 10.390 Euro

Starttermine: SEP / FEB

Preis Trimester
nicht angeboten
Zusatzkosten
  • Ggf. Zusatzkosten für bestimmte Kurse (z. B. Materialkosten in praktischen Fächern)
  • Bei Teilnahme an den Teamsportarten der Schulen Kosten für Uniform und Training.
GLS Leistungen
  • Bei Buchung mit Flug: Gruppenflug mit GLS Betreuer direkt zu Schulbeginn im SEP und im FEB auf der Strecke Frankfurt - Vancouver. Zubringerflüge innerhalb Deutschlands sind inkludiert (andere Zubringer auf Anfrage). Flüge nach Ottawa, Toronto, Montreal und St. John´s sowie Flüge zu anderen Terminen werden, wann immer möglich, als unbegleitete Gruppenflüge mit anderen Austauschschülern durchgeführt - mehr dazu). Aufgrund limitierter Flugkontingente kann sich der Flugpreis bei kurzfristiger Buchung erhöhen. Selbstverständlich bestätigen wir Ihnen vor Vertragsabschluss den endgültigen Preis.
  • Transfer Flughafen - Unterkunft
  • Schulbesuch in Kanada wie gebucht
  • Kanadische Pflichtkrankenversicherung
  • Gastfamilienunterbringung im Einzelzimmer mit Vollverpflegung bzw. Internat, Mehrbettzimmer und Vollverpflegung
  • Betreuung während des Schulaufenthalts in Kanada
  • Nachweis über den Schulaufenthalt in Kanada
  • Unterstützung bei der Visumsbeantragung durch externen Visa-Experten (Visumsgebühren nicht inkl., zzt. 150 CAD, ca. 100 €)
  • Infoveranstaltungen (Termine und Orte)
  • Orientierungstreffen vor Abreise (Orte)
  • Welcome-Back Treffen für zurückgekehrte Austauschschüler (mehr)
  • GLS Handbuch und spezifische Länderinformationen zur Vorbereitung
  • Passwort zum GLS Forum für Austauschschüler: unter dem Link "Mitglieder" kannst du nach anderen suchen, die nach Kanada gehen

Zusätzlich buchbar

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