High School

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High School Schüleraustausch Kanada mit Reiten
  • idyllische Kleinstadt am See
  • Wassersport, Skifahren, Reiten
ab 7.890 €

Okanagan School District

Kelowna am Lake Okanagan ist eine überaus idyllisch gelegene Großstadt (für kanadische Verhältnisse) mit 100.000 Einwohnern, die alle Vorzüge eines urbanen Milieus bietet, aber absolut frei ist von jeder großstädtischen Hektik. Kelowna ist ein Paradies sowohl für Wassersport- als auch für Wintersportfans, denn es gibt nicht nur den See gleich vor der Haustür, sondern auch die Berge ringsum. Auch Reiten kannst du hier, und es gibt sogar einige Gastfamilien mit Pferden! Die Region wird wegen des außergewöhnlich milden Klimas und des vielen Sonnenscheins auch das Kalifornien von Kanada genannt.

In Kelowna kooperieren wir mit 5 Schulen, das Fächerangebote inkludiert auch Fächer wie Film and Television oder Advanced Placement Kurse für akademisch ambitionierte Schüler und Schülerinnen.

Steckbrief

Schulort
Kelowna, British Columbia, Kanada
Schultyp
Staatliche Schule mit Wahl
Schulart
Tagesschule mit Gastfamilie
IB möglich
nein
Bilingual
nein
Fremdsprachen
Englisch
Französisch
Japanisch
Latein
Spanisch
Fachbereiche mathematisch / naturwissenschaftlich / IT
geisteswissenschaftlich
sportlich
musisch-künstlerisch
Wirtschaft
Größe
850 - 1750 Schüler
Unterbringung
Gastfamilienunterbringung mit Einzelzimmergarantie und Vollpension
Altersstufen
14 - 18 Jahre
Schuluniform
nein
Website
www.international.sd23.bc.ca

Schule und Ort

Kelowna ist eine gute Alternative zur Metropolen wie Montreal oder Vancouver, denn mit rund 100.000 Einwohnern hat Kelowna ein fast großstädtisches Kulturangebot, ist aber eher eine große Kleinstadt. Kelowna ist dank des Okanagan Sees bei Wassersportler beliebt, aber auch die Wintersportler kommen im nahegelegenen Skigebiet "Big White"-Skigebiet, bekannt für seinen sensationell feinen Schnee, auf ihre Kosten (hier eine gute Website zu Kelowna).

Der Okanagan Schulbezirk inkludiert 5 Schulen in oder in der Nähe von Kelowna:

George Elliot Secondary: ca. 850 Schüler (Jahrgänge 8 - 12)
Die George Elliot Secondary School ist mit ihren 850 Schülern die kleinste und gemütlichste der Schulen. Zudem hat sie von allen High Schools des Bezirks die wenigsten internationalen Schüler. Die Schule liegt etwas weiter außerhalb nördlich des Stadtzentrums Kelowna, in Lake Country, also letztlich zwischen Kelowna und Vernon. Obwohl diese Schule relativ klein ist, zeichnet sie sich durch ein gutes Sportprogramm, v. a. in den Bereichen Eishockey und Fußball aus. Ideal für Schüler, die an eine kleinere Schule gehen wollen und trotzdem ein umfangreiches Kursangebot nutzen möchten. Der architektonisch schöne Schulbau fügt sich fantastisch in die Landschaft ein. Aufgrund der günstigen Lage sind sowohl die Skigebiete Big White als auch Silver Star Ski Resort erreichbar.

Rutland Secondary School: ca. 1450 Schüler (Jahrgänge 10 - 12)
Die Rutland Secondary School hat ca. 1450 Schüler und verfügt ebenfalls über ein sehr gutes Kursangebot, beispielsweise Japanisch für Anfänger oder auch Punjabi für Anfänger. Wie auch die Kelowna Secondary School bietet die Rutland eine Reihe von Kursen in den Bereichen Kunst und Musik sowie Sport und Handwerk an. Das Schulmotto ist "Home of Scholars and Champions" und in der Tat haben überdurchschnittlich viele Schüler der Schule Wettewerbe gewonnen. Es gibt entsprechend viele sog. AP (Advanced Placement) Kurse für akademisch ambitionierte Schüler. Aufgrund der Größe der Schule ist das Kursangebot sehr umfangreich und als Besonderheit sei die Möglichkeit genannt, hier als Ersthelfer ausgebildet zu werden. Die Rutland Secondary School liegt östlich vom Stadtzentrum Kelowna. Unweit der Schule liegt YMCA-Pool - ideal für Schwimmer! Hockeyspieler wiederum finden eine Eishockeyhalle in der Nähe. Empfohlen sei die Schule vor allem auch Pferdefreunden, da hier durchaus reitinteressierte Gastfamilien leben.

Tims Weltbürgerbericht über sein Jahr in Kelowna findest du hier: www.weltbuerger-stipendien.de/schueleraustausch-stipendiaten2011/erfahrungsberichte/gls_tim_s_austauschjahr-kanada_zweiter_reisebericht.htm

Kelowna Senior Secondary: ca. 1750 Schüler (Jahrgänge 10 bis 12)
Die Kelowna Secondary liegt in der Nähe der Innenstadt und ca. 10 Minuten vom Okanagan See entfernt. Die Schule ist die größte und beliebteste der Schulen in Kelowna und hat ein entsprechend breit gefächertes Kursangebot. Neben den gängigen Kursangeboten, werden auch Wahlkurse in Kreatives Schreiben, Journalismus oder Philosophie sowie Film und Television, Grafik Design, Fotografie und Video Produktion angeboten. Outdoor Education gehört gleichermaßen zum Angebot. Außerdem ist dies die Schule des Bezirk, die das French Immersion Programm anbietet und unter Umständen besteht sogar die Möglichkeit, bei einer bilingualen Gastfamilie zu wohnen. Die Sportteams dieser Schule sind erfahrungsgemäß besonders wettkampfstark und erfolgreich. Und auch das Orchester genießt einen ausgesprochen guten Ruf.

Mount Boucherie Senior Secondary: ca. 1450 Schüler (Jahrgänge 10 bis 12)
Die Mount Boucherie Secondary School liegt mit ihren knapp 1500 Schülern auf der Westseite der Stadt, in den so genannten Lakeview Heights, dem neuen Teil Kelownas. Um ins Stadtzentrum zu gelangen, muss man die Okanagan Lake Bridge überqueren. Die Schule unterscheidet sich vom Kursprogramm nicht allzu sehr von der Rutland Secondary und Kelowna Secondary School. Auch hier bedingt die Größe der Schule ein riesiges Angebot an Kursmöglichkeiten. Highlights der Schule sind das Golf- sowie Eishockeyprogramm. Benannt ist die Schule nach dem Berg, an dem sie gelegen ist und ihr Motto ist "Welcome to our Mountain".

Okanagan Mission Secondary School: 1000 Schüler (Jahrgänge 8 bis 12)
Genau wie die George Elliot ist auch diese Schule kleiner und beschult Schüler der Jahrgänge 8 bis 12. Bis vor kurzem war diese Schule kanadischen Schülern vorbehalten, ist jetzt aber dank gerade erfolgter Erweiterungen in der Lage, internationale Schüler aufzunehmen. Die technische Ausstattung der Schule ist ähnlich beeindruckend wie bei den anderen und gelegen ist die  Schule in einem der teuersten Wohnbezirke Kelownas. Sportlich Interessierte finden hier die Schwimm-, Fußball- und Hockeyakademie angesiedelt.

Fächerangebot

  • mathematisch/naturwissenschaftlich/IT
    Geologie, Physik, Chemie, Biologie, Mathematik, Geologie
  • geisteswissenschaftlich
    Englisch, Englische Literatur, Französisch, French Immersion (Kelowna Secondary: Francais Langue, Mathematik/Französisch, Sciences/Französisch), Japanisch, Spanisch (verschiedene Niveaustufen), Sozialwissenschaft, Kommunikation, Geschichte, Philosophie, Kreatives Schreiben
  • Sport
    Leichtathletik, Volleyball, Feldhockey, Basketball, American Football, Golf, Rugby, Fitness, Geräte- und Ausdauertraining, Tennis, Badminton, Fußball, Modern Dance, Eishockey, Golf, Gymnastik, Segeln (alle Sportarten werden saisonal angeboten).

    Fußball-Akademie: Okanagan Mission Secondary, George Elliot Community School, Mount Boucherie Secondary
    Golf-Akademie: Mount Boucherie Secondary
    Eishockey-Akademie: George Elliot Secondary, Okanagan Mission Secondary
    Schwimmakademie: Okanagan Mission Secondary

    Auch Reiter können ihrem Hobby nachgehen. Auch wenn die Schulen kein Reitprogramm bieten, gibt es verschiedene Reitställe in der Gegend und in einigen Fällen können auch Gastfamilien mit Pferden gefunden werden.

    Ein großes Sportangebot (vieles auf olympischem Niveau) bietet sich auch außerhalb der Schulen in Kelowna und der Schulbezirk ist gern behilflich, das Richtige zu finden.

  • musisch-künstlerisch
    Band und Jazz Band, Konzertchor, Kammerchor, Kunst: Zeichnen, Keramik, visuelle Medien, Web Design, Grafik Design, Filmwissenschaft, Theater, Theater Produktion, Scriptwriting, Drama, Fotografie
  • Wirtschaft
    Planen und Karriere, Business Education, Leadership, Datenverarbeitung, Informatik, Computer Animation

Weitere Fächerangebote

Metallverarbeitung, Hauswirtschaftlehre, Holzverarbeitung, Elektronik, Automobiltechnik, Outdoor Education, Textilverarbeitung

Hinweis: Das aktuelle Kursangebot findest du jeweils auf den Webseiten der Schulen, bitte beachte, dass nicht alle oben genannten Kurse an allen Schulen und in jedem Semester angeboten werden.

Außerschulische Aktivitäten

Der Schulbezirk bietet eine Reihe von Ausflügen und Aktivitäten für die internationalen Schüler an. Einmal im Monat gibt es ein (Gratis-)Angebot vor Ort, jedes Semester einen (kostenpflichtigen) Ausflug nach Vancouver und im Frühjahr eine Rocky Mountains Tour. In der Gemeinde gibt es Sportmöglichkeiten für jeden Geschmack. Aber auch die kulturellen Möglichkeiten sind vielfältig, sodass hier jeder auf seine Kosten kommen sollte.

Ausstattung

Von Schule zu Schule unterschiedlich, u. a. Cafeteria, Bibliothek, Autowerkstatt, Computerraum, Kochstudio, etc.

Bemerkungen

Unterrichtet wird nach dem Semesterprinzip, also vier Kurse pro Halbjahr. An der Kelowna Senior Secondary sind unter Umständen auch fünf Kurse im Stundenplan unterzubringen.

Zielflughafen: Kelowna

Erfahrungsberichte

Charlotte

Charlotte aus Kaarst

charlotte@fink-mail.de

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Ein ziemlich großer Unterschied zu Deutschland war die kanadische Schule, die komplett anders abläuft, aber auch die Menschen und die Umgebung sind sehr anders.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An die tollen Menschen die ich kennengelernt habe, meine Gastfamilie und Freunde, und an die Erfahrungen die ich gemacht habe.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Dass mit den Austauschschülern, aber auch in der Schule mit den Kanadiern viele Ausflüge gemacht wurden, wodurch ich viele neue Sachen ausprobieren konnte.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Die Schule begann um 9 Uhr und endete um 3 Uhr oder 3.15 Uhr. Man hat insgesamt 4 Fächer, jeweils 2 am Tag. Dazwischen gab es zwei kleine Pausen und eine große Mittagspause, in der man dann mit seinen Freunden etwas essen konnte oder zum Coffeeshop ging, der neben der Schule war.

Es war nicht so leicht kanadische Freunde zu finden, da Deutsche dort nichts besonderes mehr sind und die Kanadier so von alleine kein großes Interesse zeigten. Wenn man aber selbst offen ist, sind sie sehr hilfsbereit und offen für neue Leute. Neben Kanadiern habe ich aber auch neue deutsche Freunde gefunden.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Mein Leben in der Gastfamilie war nur in einem Punkt sehr anders als zuhause. Ich hatte zwei kleine Gastbrüder, 7 und 11 Jahre alt, zuhause dagegen habe ich eine 18-jährige Schwester. Das war anfangs sehr ungewohnt aber ich habe mich schnell daran gewöhnt.

Ansonsten war alles ziemlich ähnlich. Jeder half im Haushalt mit wo er konnte, niemand hatte bestimmte Pflichten.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Ich habe mich mit Freunden getroffen, wir sind dann z.B. in die Mall, Downtown oder ins Kino gefahren.

 

Carla

Carla aus Düsseldorf

carla@benderonline.de

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Also das Essen war schonmal ein riesiger Unterschied, es gab viel mehr fast food und meine Gastfamilie hat natürlich auch so ganz anders gekocht als wir zuhause kochen. Außerdem gab es kein Brot sondern nur Toast.

In der Schule war auch alles ganz ganz anders, einmal hatte man nur vier Fächer und außerdem auch ganz andere Fächer als hier in Deutschland.

Ein weiterer Unterschied war das Leben in der Familie, es gibt eben Vor-und Nachteile wenn man mit einer Gastfamilie wohnt ;-)

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An die vielen netten Leute, die ich kennengelernt habe, ich habe auch deutsche Freunde gefunden, und meine tolle Gastfamilie.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Die Reise mit meiner Gastfamilie nach Kalifornien in den Frühjahrsferien, der Trip mit den internationalen Schülern und die allgemeine Gelassenheit der Menschen in Kanada.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Die Schule ging von 9-3.30 , mit einer Mittagspause um 12. Danach fuhr ich entweder mit dem Schulbus nach Hause oder mein Gastvater, der glücklicherweise Lehrer an meiner Schule war, fuhr mich nach Hause.

Es war schon nicht besonders einfach am Anfang Freunde zu finden und wirklich richtig gute kanadische Freunde habe ich auch nicht gefunden. Ich habe mich eher mit Deutschen oder Chinesen angefreundet, was ich aber auch nicht schlimm fand.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Die Familienkonstellation war schon eine ganz andere als bei mir zuhause, in Kanada hatte ich drei kleinere, sehr süße Gastgeschwister, und zuhause bin ich Mittelkind und habe eine Schwester und einen Bruder.

Meine Gasteltern waren dann natürlich auch viel jünger als meine Eltern hier und sie fanden es auch mal gut, nicht immernur mit kleinen Kindern zusammen zu sein.

Ein großer Unterschied ist aber natürlich, dass man seine Wäsche selber macht, immer seine Hilfe anbietet und schon eigentlich immer mit "Fremden" zusammen ist.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Ich habe Tennis und Hockey gespielt, bin mit Freunden shoppen gegangen oder habe mit meinen drei jüngeren Gastgeschwistern gespielt.

 

Tim

Tim aus Marburg

tim.rache@t-online.de

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Der größte Unterschied liegt wohl in der Mentalität der Menschen dort. Alle sind viel offener und lockerer und man wird immer herzlichst empfangen. So fällt es einem relativ leicht, Freunde zu finden.

Ein weiterer großer Unterschied ist das Schulsystem, welches von Grund auf komplett anders aufgebaut ist. So hat man z.B. pro Halbjahr nur 4 Fächer, 2 pro Tag, jeweils in langen Vor- bzw. Nachmittagsblöcken. Auch das Verhältnis Lehrer - Schüler ist lockerer als in Deutschland.

Im Vergleich zu Deutschland ist der öffentliche Nahverkehr nicht sonderlich gut ausgebaut, was manchmal zu eingeschränkter Mobiliät führen kann.  

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Zuerst denke ich an meine Freunde, viele schöne Nachmittage am See, und die unvergesslichen Zeiten die wir zusammen erlebt haben.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Besonders gut hat mir die Lage meiner Ziellocation gefallen, gerade weil der See so nahe war. Auch die Nähe zum zweitgrößten Skigebiets British Columbias (Big White) war eine gute Sache.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Die Schule beginnt um 9 Uhr. Bis 12 Uhr findet der erste Block statt, in dem eins der beiden Fächer des Tages unterrichtet wird. Danach sind 40 min Mittagspause, die man zusammen mit Freunden verbringt, entweder in der schuleigenen Cafeteria oder, je nach Wetter, auch außerhalb der Schule. Zum Essen gibt es entweder selbst mitgebrachte Lunchpakete, oder man kauft sich etwas in der Cafeteria oder der schuleigenen Küche.

Nach der Pause folgt der zweite Block, mit dem zweiten Fach des Tages. Nachdem die Schule gegen 15.30 beendet ist, kann man entweder mit den schönen gelben Schulbussen zurück nach Hause fahren, oder alternativ an einem der zahlreichen Schulteams teilnehmen.

Tipp zur Schulwahl: Viele Schulen haben auf ihrer Homepage eine Übersicht der Kurse veröffentlicht, was sehr interessant ist, da es eine riesengroße Auswahl verschiedenster, teils exotischer Fächer gibt.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Meine erste Gastfamilie bestand aus den Eltern und einem jüngeren Bruder. Außerdem waren ein Hund und eine Katze mit im Haus. Da die Gasteltern viel gearbeitet haben, war selten jemand zu Hause.

Insbesondere die Feiertage und Weihnachten waren anders als gewohnt, z.B. wurde die Adventszeit kaum beachtet.

Nach 8 Monaten musste ich leider die Familie wechseln.

Die zweite Familie war eigentlich keine Familie, sondern eine alleinerziehende Mutter mit einem erwachsenen Sohn und einigen Haustieren, u.a. Hunden und der kleinsten ausgewachsenen Katze, die mir je begegnet ist.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Die außerschulische Zeit war das wohl schönste am Aufenthalt dort, einfach weil es schier unendlich viele Möglichkeiten gab.

Zum einen waren da die vielfältigen Möglichkeiten, die die Schule bot, wie z.B. das Footballteam. Mit dem Team trainierte ich bei gutem Wetter fast täglich nach der Schule, außerdem fuhren wir zu vielen Spielen. An Sommerwochenenden konnte man zum nahe gelegenen See fahren, im Winter waren Schlittschuhlaufen, Skifahren, oder Hockey eine gute Möglichkeit, Zeit zu verbringen.

All das fand natürlich immer mit Freunden statt.

Oft war aber auch einfach die Fahrt "downtown" oder zur Mall eine interessante Abwechslung.

Mit der Familie oder der internationalen Austauschschülergruppe war ich allerdings auch oft zu Ausflügen oder längeren Touren unterwegs, z.B. nach Vancouver, Seattle oder in die Rocky Mountains.

 

Laura

Laura aus Berlin

Laura.Hinderks@gmx.de

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Ganz klar: die Menschen, die Schule und die Landschaft!

Gleich bei der Ankunft waren alle sehr offen, hilfsbebereit, interessiert und freundlich. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt und wurde auch von allen aufgenommen. Die Leute sind immer bereit einem zu helfen und die "typische Berliner Schnauze" habe ich dort nie erlebt.

Schon am ersten Schultag wurde ich als ein Teil der Schule behandelt - man gehörte einfach dazu. Die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern ist viel offener und freundlicher und die Lehrer erzählen auch etwas aus ihrem privaten Leben, sodass man viel vertrauter miteinander umgeht.

Die Landschaft in Kanada ist einfach beeindruckend. Es ist ein riesiges Land und überall sieht es anders aus - mal bergig mit dichten Wäldern, dann eine größere Stadt und dann die "Wüste". In Kelowna hat man die Skiberge gleich vor der Haustür, aber auch downtown und die vielen Seen sind nur um die Ecke und wollen erkundet werden. Es wird also nie langweilig.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Meine Freunde und meine Gastfamilie. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell Freunde finden würde. Gleich an meinen ersten Schultagen haben mich meine "neuen" Freunde überall mit hingenommen und sich auch nach der Schule mit mir getroffen, um mir alles zu zeigen. Für sie selber war es ein Abenteuer jemandem Neues ihr altes zu Hause zu zeigen. Auch im meiner Gastfamilie habe ich mich gleich super wohl gefühlt. Im Grunde genommen war es auch nicht viel anders als zu Hause, was es leichter gemacht hat. Ich war dort einfach ein Teil der Familie, der seine Pflichten und seinen Freiraum hatte. Ich wurde behandelt, als würde ich schon seit Jahren bei ihnen leben.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Im Grunde genommen einfach alles!

Ganz besonders hat mir die Mentalität der Kanadier gefallen. Ich habe mich sehr wohl in Kanada gefühlt. Jeder war hilfsbereit und man konnte sich an alle wenden. Die Schüler nehmen einen gleich auf und kommen auf einen zu und stellen einem Fragen, woher man komme und wie es dort ist. Auch die Lehrer sind sehr interessiert wie das Leben hier drüben in Europa abläuft und sind offen, einem zu helfen. Meine Gastfamilie hat viel mit mir unternommen und auch all deren Freunde waren sehr interessiert mehr über mich und Europa zu erfahren. Insgesamt wird man einfach mit offenen Armen empfangen, was ein super Gefühl ist!

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Mein Schultag fing um 9 Uhr an und endete um 3:15 Uhr. An der George Elliot Secondary School hat man pro Halbjahr 4 Fächer. Das Fächerangebot ist sehr vielfältig. Auch Musikal, Chor und Sportkurse wie Skifahren werden ausserschulisch angeboten.

Während meines Aufenthalts hatte ich die Fächer math principles, art, social studies und english. Meine Kurse haben mir super gut gefallen.

In Mathe habe ich teilweise wiederholt, was ich schon in Deutschland gelernt habe, wodurch man von Anfang an gut mitarbeiten und mitkommen konnte im Unterricht. In Kunst haben wir viele verschiedene Projekte wie Modelbau, Arbeiten mit Ton, Portrait-Zeichnungen, Arbeiten mit Tinte, Malen mit spezieller Wasserfarbe und Malen auf Leinwänden. Die Schule hat alle Materialien gestiftet und die Räume waren einfach super ausgesattet. In social studies haben wir größtenteils die Geschichte Kanada's behandelt, wo wir mit der Zeit vor dem ersten Weltkrieg begannen und bis in die heutige Zeit arbeiteten. Wir behandelten auch politische Fragen, die Staatsform der USA und Krisenprobleme aus der heutigen Zeit. In english haben wir 2 Lektüren gelesen, viele Kurzgeschichten behandelt, Vokabeltraining gehabt, viele Filme geschaut und viel miteinander in offenen Kreisen geredet und diskutiert.

Die George Elliot Secondary School hat viele Laptops mit denen man jederzeit arbeiten konnte und die auch sehr viel im Unterricht benutzt wurden. In der Bücherei stehen einem auch immer Computer mit allem drum und dran zur Auswahl. Auch Fernseher sind in jedem Raum und auf den Fluren vorhanden.

Ich habe sofort überall Klassenkameraden/innen kennen gelernt, was den Eistieg sehr viel einfacher machte. Alle waren sehr nett und haben einem jederzeit geholfen bei Fragen. Die Schüler und Lehrer waren sehr interessiert wo ich herkomme und was dort alles anders ist.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich habe mich gleich sehr wohl bei meiner Gastfamilie gefühlt. Ich wurde nicht wie eine Austauschschülerin behandelt, die mit ihnen für ein paar Monate lebt, sondern so, als ob ich schon seit vielen Jahren bei ihnen wäre.

Ich habe bei einer Gastfamilie in der Nähe der Schule gewohnt. In meiner Gastfamilie lebten eine Oma, die Mutter, der Vater, 2 Kinder und zum Anfang auch noch der Onkel (er zog während meines Aufenthaltes aus) unter einem Dach.

Im Grunde genommen läuft es dort genau so ab, wie auch hier zu Hause. In meiner Gastfamilie hatte ich direkt keine Haushaltspflichten oder dergleichen, weil es dort mehr ein "geben und nehmen" war. Jeder half im Haushalt mit, was das Zusammenleben sehr locker gestaltete. Mit meiner Gastfamilie kam ich super klar. Wir haben viel unternommen und sind auch zusammen verreist. Meine Gastmama war home teacher, wodurch sie die meiste Zeit zu Hause war und ich immer jemanden hatte, mit dem man auch reden konnte. Meine kleinen Gastbrüder waren 9 und 5. Mit ihnen kam ich super zurecht und wir haben auch einiges zusammen gemacht. Meine Gastoma arbeitete noch und war somit nur teilweise zu Hause. Wenn sie dort war, hat sie was mit der ganzen Familie unternommen oder wir haben zu Hause etwas gemeinsam gemacht. Mein Gastpapa war viel unterwegs und arbeite viel am Computer, aber man konnte eigentlich auch immer mit ihm reden.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Meine außerschulische Zeit habe ich meist mit meinen Freundinnen verbracht. Oft entschieden wir spontan, ob wir nachmittags etwas zusammen unternehmen wollten. Manchmal fuhren wir auch nach downtown und haben dort unseren Nachmittag verbacht - dies haben wir aber nicht so oft unter der Woche gemacht, da der Bus ca. 1 Stunde von meiner Schule zur Mall brauchte, weil ich etwas außerhalb von Kelowna gewohnt habe. Oft sind wir dann zu einem von uns nach Hause gefahren. Viele meiner Freunde mussten den berühmten gelben Schulbus zur Schule nehmen, den ich dann immer mit ihnen zurück nach Hause nahm. Im Winter bin ich oft nach der Schule mit Freunden oder auch meiner Gastfamilie in eins der umliegenden Skigebiete gefahren zum Skifahren. Im Sommer sind wir alle dann an einen der Strände gefahren.

Die Wochenenden verbrachte ich auch mit Freunden und der Gastfamilie. Da meine Gastfamilie religiös war, sind wir oft sonntags in die Kirche gegangen und anschließend haben wir zusammen einen Ausflug unternommen. Die Kirchen sind allerdings sehr viel offener und fröhlicher als in Deutschland und es wird deutlich mehr gesungen.

 

Preis

Preis Schuljahr
18.190 Euro

ohne Flug: 16.690 Euro

Preis Semester
11.190 Euro

ohne Flug: 9.690 Euro

Starttermine: SEP / FEB

Preis Trimester
7.890 Euro

ohne Flug: 6.390 Euro

Starttermine: SEP / NOV / FEB / APR

Flexible Zeiträume auf Anfrage möglich

Zusatzkosten
  • Für einige Kurse können Extrakosten entstehen, z. B. für Materialkosten im Fach Fotografie oder für Ausflüge im Fach Outdoor Education sowie für Unifomen für Kurse wie Kochtraining.
  • Extrakosten sollten auch für die Teilnahme an den Schulteams eingeplant werden.
  • Zusätzliche Kosten entstehen für die Eishockey-, Schwimm-, Golf - und Fußballakademien.
GLS Leistungen
  • Bei Buchung mit Flug: Gruppenflug mit GLS Betreuer direkt zu Schulbeginn im SEP und im FEB auf der Strecke Frankfurt - Vancouver. Zubringerflüge innerhalb Deutschlands sind inkludiert (andere Zubringer auf Anfrage). Flüge nach Ottawa, Toronto, Montreal und St. John´s sowie Flüge zu anderen Terminen werden, wann immer möglich, als unbegleitete Gruppenflüge mit anderen Austauschschülern durchgeführt - mehr dazu). Aufgrund limitierter Flugkontingente kann sich der Flugpreis bei kurzfristiger Buchung erhöhen. Selbstverständlich bestätigen wir Ihnen vor Vertragsabschluss den endgültigen Preis.
  • Transfer Flughafen - Unterkunft
  • Schulbesuch in Kanada wie gebucht
  • Kanadische Pflichtkrankenversicherung
  • Gastfamilienunterbringung im Einzelzimmer mit Vollverpflegung bzw. Internat, Mehrbettzimmer und Vollverpflegung
  • Betreuung während des Schulaufenthalts in Kanada
  • Nachweis über den Schulaufenthalt in Kanada
  • Unterstützung bei der Visumsbeantragung durch externen Visa-Experten (Visumsgebühren nicht inkl., zzt. 150 CAD, ca. 100 €)
  • Infoveranstaltungen (Termine und Orte)
  • Orientierungstreffen vor Abreise (Orte)
  • Welcome-Back Treffen für zurückgekehrte Austauschschüler (mehr)
  • GLS Handbuch und spezifische Länderinformationen zur Vorbereitung
  • Passwort zum GLS Forum für Austauschschüler: unter dem Link "Mitglieder" kannst du nach anderen suchen, die nach Kanada gehen

Zusätzlich buchbar

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