Staatliche Schulen

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Erfahrungsberichte High School Belgien

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Vorname:
Luca
Alter:
16
aus:
Wien
war:
2014 für ein Semester in Buzet, Pont à Celles , Belgien
Schultyp:
Staatliche Schule

Hier der Bericht von Luca:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Das 'Bisou' zur Begrüßung (ich werde es bei mir zu Hause auch einführen, denn es ist viel herzlicher als Händeschütteln!).

Das Wetter, denn der bekannte belgische Regen existiert wirklich. Es regnet ziemlich oft doch wenn dann einmal die Sonne rauskommt freuen sich alle umso mehr!

Die Schule fühlt sich an wie eine große Familie! Dadurch, dass alle Klassen jedes Jahr neu gemischt werden kennt jeder jeden und man lernt viele neue Leute kennen. Das Verhältnis zwischen LehrerInnen und SchülerInnen, ist viel weniger hierarchisch als in meinem Heimatland und das gefällt mir sehr gut!

Auf die Öffentlichen Verkehrsmittel (Züge und Büsse) ist nicht sonderlich viel Verlass (hier bei mir am Land). Doch damit kommt eine gewisse Gelassenheit in den Alltag der BelgierInnen und alle sind viel weniger gestresst.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An Freude, es macht so viel Spaß eine neue Sprache zu lernen und zu sprechen (vor allem gegen Ende, wenn man dann schon ziemlich gut ist!). So viele neue Bekanntschaften zu machen, so viele gute Freunde zu finden und eine kleine Schatzkiste an Erfahrungen mitzunehmen, all das ist einfach wunderbar!

Außerdem denke ich an die schöne Landschaft und die schönen Städte Belgiens!

Was hat dir besonders gut gefallen?

Ich hatte selten so viel Spaß in der Schule, die LehrerInnen sind sehr rücksichtsvoll und haben Verständnis wenn einige 'Interros' auf Grund der Sprache weniger gut ausgehen. Und meine KlassenkameradInnen sind auch sehr nett.

Außerdem gefällt es mir die verschiedenen Städte Belgiens zu erkunden, auf tolle Festivals zu gehen, und nette Gespräche mit Unbekannten, in Zügen zu führen! Nicht zu vergessen sind auch die guten Spezialitäten wie Waffeln, Schokolade, Fritten ...

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Um acht Uhr verlasse ich das Haus (denn die Schule beginnt erst um 08:20) und läute bei meinem Nachbar an. Danach klappern wir die Häuser von zwei weiteren Mädchen ab, um gemeinsam zur Busstation zu gehen.

Außer Mittwochs (für alle hier im Lande ist der Nachmittag frei.) habe ich jeden Tag ungefähr 7 Stunden Schule. Danach geht es nach Hause um Hausübungen zu machen und Mittwochs etwas mit meinen FreundInnen!

Ich muss sagen, dass es am Anfang alles andere als leicht war mit meinem Sprachniveau Leute kennenzulernen, aber glücklicherweise gab es sehr nette KlassenkameradInnen die sofort auf mich zugekommen sind und mir alles gezeigt und erklärt haben. Sobald es mit der Sprache bergauf ging habe ich auch wirklich gute FreundInnen gefunden und finde mich jetzt in einem wunderbaren Freundeskreis wieder!

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Das Leben mit meiner Familie ist ziemlich anders weil ich von einer Hauptstadt (Wien) in ein kleines Dorf umgezogen bin, doch es ist so wunderschön ruhig und entspannend hier! Außerdem habe ich viel mehr Geschwister (was mir gut gefällt!), ein riesen Haus und einen riesen Garten. Wir unternehmen nicht all zu viele Dinge miteinander, weil beide meine Gasteltern berufstätig sind. Aber die gemeinsamen Abendessen sind immer sehr unterhaltsam! Es gibt natürlich einen großen Unterschied im Umgang mit der echten und mit der Gastfamilie, immerhin ist man sich zu Beginn völlig unbekannt, aber es fühlt sich wunderbar an, wenn man merkt als Familienmitglied aufgenommen zu sein!

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Das Land erkundigt und tolle Städte wie Brüssel, Gent, Mons, Liège ... und ihre Sehenswürdigkeiten kennengelernt. Ich bin oft bei meinen Freunden.

Netterweise hat mich meine Familie zwei Mal mit auf Urlaub nach Frankreich genommen! Und außerdem habe ich das Glück nebenher in die Musikschule gehen zu können.

 

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