USA: Gastfamilie

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Interview mit Gastfamilie Rawlings, USA

Schüleraustausch USA Gastfamilien

Links Gary Rawlings und mit seiner Tochter Lisa. Beruf des Vaters: Ingenieur. Beruf der Mutter: Lehrerin. Zwei Töchter (20 und 18) und ein Sohn (16).

Die Rawlings wohnen bei Portland, Oregon (google map) und nehmen Austauschschüler auf.

 

 

Die Austauschschülerin Theresa hat während ihrer High School Zeit in den USA bei den Rawlings gewohnt und sie interviewt. In ihrem Blog hat sie auch Fotos vom Haus ihrer Gastfamilie veröffentlicht (Fotos als PDF).

Theresa: Worin liegt Ihre Motivation, einen Gastschüler aufzunehmen?

Familie Rawlings: Wir lieben Kinder. Wir wollen neue Kinder kennenlernen, nicht nur ausländische, sondern auch unsere eigenen Kinder und deren Freunde. Es ist sehr schön für uns, mehr über ihr alltägliches Leben, ihre Interessen und Hobbys und ihre Zukunftspläne zu erfahren. Und der Schritt, einen Gastschüler aufzunehmen, gehört auch dazu.

Wir finden es sehr interessant, vieles über neue Länder zu erfahren, in denen wir noch nie waren - in Deutschland zum Beispiel waren wir auch noch nie. Wir haben uns zunächst nicht von uns aus dazu entschieden, Gastschüler aufzunehmen, sondern wir wurden gefragt, ob wir das machen wollen. Wir waren uns anfangs auch nicht ganz sicher, aber als wir dann die Bewerbungen von Schülern aus aller Welt gelesen haben, war es klar für uns, dass es eine Bereicherung für unsere Familie wäre.

Theresa: Haben Sie schon inzwischen schon öfters Gastschüler aufgenommen, wenn ja, wie unterschiedlich sind die Kulturen?

Ja, wir hatten schon einige Gastschüler. Einige waren nur für ein paar Wochen und zwei für mehrere Monate bei uns. Es ist also schwierig zu vergleichen. Eine Schülerin war z.B. aus Brasilien, und wir wussten öfters nicht genau, ob ihr Verhalten „typisch braslilianisch“ ist, also völlig akzeptal in Brasilien, aber hier in den USA eher ungewöhnlich. Wir als Gastfamilie wollen einerseits Respekt zeigen und Interesse, also niemanden bevormunden, aber manchmal wie im Fall der Brasilianerin ist das doch nötig.

Was gefällt Ihnen am besten am Zusammenleben mit Gastschülern?

Familie Rawlings: Wir finden es sehr schön, verschiedene Meinungen und Ansichten zu teilen und sich viel zu unterhalten. Es war sehr schön, wenn wir unser Familien- und Alltagsleben teilen konnten. Außerdem hat uns die Bereitschaft einiger Gastschüler, an allem teilzunehmen und bei allem mitzumachen, sehr gut gefallen.

Theresa: Was muss man als Gastfamilie alles beachten, wenn man einen internationalen Schüler aufnehmen will?

Familie Rawlings: Es ist sehr wichtig, nicht nur einfach nebeneinander her zu leben, sondern Pläne zusammen zu machen und auch Kompromisse zu schließen. Man sollte den Austauschschüler auf jeden Fall wie ein Familienmitglied behandeln, das ist unserer Ansicht nach das wichtigste.

Wir sehen den Gastschüler definitiv als Familienmitglied! Unsere letzte Austauschschülerin sah sich selbst wohl eher als einen Gast, und wir denken das ist auch ein Grund, warum es nicht so richtig geklappt hat.

Theresa: Welche Verhaltensweisen halten Sie seitens eines Austauschschülers nicht für angebracht?

Familie Rawlings: Wir erwarten dasselbe Verhalten von einem Gastschüler wie wir es von unseren eigenen Kindern erwarten. Zum Beispiel finden wir Respektlosigkeit absolut unangebracht. Egal ob gegenüber uns, unserem Haus oder unserem Lebensstil. Außerdem möchten wir, dass unser Gastschüler mit uns redet, uns informiert und an unserem Leben teilnimmt und den Aufenthalt nicht nur als langen Urlaub sieht.

 

 

 

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