1. State High Schools USA

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"Chantal, wie war´s in Texas?"

Chantal hat gerade ein Schülerpraktikum in der GLS High School Abteilung gemacht. Von Januar bis Juni 2010 war sie mit GLS an einer staatlichen High School in Texas und beantwortet hier einige typische Fragen, die einem „Oldie“ öfter gestellt werden.

 

 

Welche Sorgen hast du dir vor Abreise gemacht und welche davon waren - aus heutiger Sicht - gar nicht nötig?

Vor meiner Abreise habe ich mir öfter Gedanken darüber gemacht, ob ich schnell Anschluss finden würde. In den USA angekommen, habe ich aber doch relativ schnell Freunde gefunden, da ich z.B. Softball gespielt habe. Daher kann ich jedem nur empfehlen im Gastland einen neuen Sport auszuprobieren oder z.B. der Theatergruppe beizutreten, dadurch lernt man sehr schnell viele neue Leute kennen.

Ich habe mir auch Sorgen darüber gemacht, ob ich mich mit meiner Gastfamilie gut verstehe, aber aus heutiger Sicht, hätte ich mir darüber gar kein Sorgen machen müssen. Meine Gastfamilie war unglaublich nett und warmherzig und ich bin froh, dass sie mich aufgenommen haben.

Was hast du in den USA über dich gelernt?

Ich habe gelernt, wie es ist selbständiger zu sein und wie es ist, sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden zu müssen. Des Weiteren habe ich bemerkt, dass es mir Freude macht, neue Herausforderungen anzugehen und neue Dinge kennenzulernen.

Was hat sich bei dir nach deiner Rückkehr verändert?

Nach meiner Rückkehr hat es erst mal eine Weile gedauert, bis ich mich wieder eingelebt hatte. Die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und den USA wurden mir dann noch einmal richtig bewusst.
Ich denke, dass sich durch meinen Auslandsaufenthalt mein Verhalten gegenüber Menschen, die ich nicht kenne, geändert hat. Ich bin aufgeschlossener geworden und kann jetzt leichter auf andere Menschen zugehen. Ich sehe viele Dinge aus einer anderen Perspektive.

Gibt es den Texaner per se mit Cowboyhut wirklich?

Den Texaner per se mit Cowboyhut gibt es wirklich! Natürlich läuft nicht jeder in Texas mit einem Cowboyhut rum, aber es gibt viele Menschen dort, die z.B. Cowboystiefel tragen und das auch besonders gerne zur Schule! Auch auf der Straße oder im Einkaufszentrum sieht man einige Leute, die Cowboyhüte und Cowboystiefel tragen.

Wie wurdest du empfangen von Gastfamilie und Schule?

Bei meiner Ankunft am Flughafen in Dallas wurde ich von meiner Gastfamilie empfangen. Meine Gastfamilie bestand aus meinem Gastvater, meiner Gastmutter und meiner Gastschwester. Die Begrüßung war sehr herzlich und ich fühlte mich gleich sehr wohl. Es hatte zwar etwas länger gedauert, bis ich aus der Passkontrolle raus war, aber deshalb war ich auch umso glücklicher als ich meine Gastfamilie endlich zum ersten Mal sah. An meiner Schule wurde ich auch sehr herzlich empfangen, da es eher eine kleinere High School war, wusste auch schon so gut wie jeder, an welchem Tag ich in die Schule kommen würde.

Wie sah dein bester und dein schlimmster Tag in den USA aus?

Eigentlich war jeder Tag in den USA für mich der „beste Tag“, denn jeden Tag habe ich neue wertvolle Erfahrungen gemacht und wunderbare neue Freunde gefunden. Jedoch erinnere ich mich besonders an mein erstes Softballspiel, den Abschlussball (Prom) und die „Graduation“ zurück, denn sowas erlebt man ja nicht alle Tage.
Mein schlimmster Tag in den USA dürfte wohl der Tag meiner Abreise gewesen sein. Ich hatte mich sehr gut eingelebt und es viel mir sehr schwer mich von meiner Gastfamilie und meinen Freunden zu verabschieden.

Wie sah dein Praktikum bei GLS aus?

Mein Praktikum bei GLS war sehr interessant und aufschlussreich. Da ich vor einem Jahr selbst mit GLS in den USA war, habe ich mich besonders für die verschiedenen Aufgabenbereiche einer Austauschorganisation interessiert. Bei meinem Praktikum habe ich Einblick in die Aufgabenfelder der Abteilung „Schulaufenthalte“ im Ausland bekommen und konnte mir ein sehr gutes Bild von allem machen. Ich wurde von allen Mitarbeiterinnen freundlich aufgenommen und habe die gute Zusammenarbeit sehr genossen. Es war eine sehr interessante Erfahrung für mich, da ich den organisatorischen Ablauf eines Schulaufenthalts im Ausland nicht aus der Sicht eines Austauschschülers sondern aus der eines Organisators kennengelernt habe.

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