1. State High Schools USA

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Vorname:
Sandra
Alter:
16
aus:
Bargteheide
war:
2012 für ein Semester in Miami, Florida, USA
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
G. Holmes Braddock Senior High
Kontakt:
sandra.goersch@googlemail.com

Hier der Bericht von Sandra:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Die wohl größten Unterschiede waren das Essen, der Schultag und die Kultur.

Oft gab es beim Essen lateinamerikanische Küche, welche sehr viel mit Unbekanntem arbeitete. So gab es dann Kochbananen-Chips zum Essen. Auf der anderen Seite aber auch typisch amerikanische Gerichte wie Truthahn.

Zum Schultag findet ihr alle Informationen bei der Frage hierzu weiter unten.

Zum wohl größten Unterschied komme ich jetzt: der Kultur. Alles fängt an bei dem lateinamerikanischen Begrüßungsküsschen auf die Wange. Daran muss man sich erstmal gewöhnen, aber ist nicht typisch für den Rest der Usa.  Enden tut es bei den typischen amerikanischen Babyshowern.

Generell gibt es sehr viele Familienfeiern für alles Mögliche. So wird auch das Ungeborene einen Monat vor der Geburt gefeiert.

An sich kann man sich gut anpassen und es sollte auch keine Probleme dabei geben.

Von Ort zu Ort wird die Kultur anders sein. So war sie bei mir ein American Way of Life mit einem lateinamerikanischen Flair vermischt zu einer Kulturvielfalt, welche ich sehr geschätzt habe.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Wenn ich gerade zurück auf die Zeit blicke, fallen mir glückliche Ereignisse mit meinen Freunden oder mit meiner Gastfamilie ein.

Mal erinnert man sich an die Zeit, die man mit Freunden in Drama verbracht hat und an die verschiedenen Projekte, die man mit ihnen auf die Beine gebracht hat.

Oder an die zahlreichen Ausflüge mit der Gastfamilie, wo man den Bundesstaat, die Stadt oder das nähere Umfeld erkundet hat.

Es sind nicht immer spektakuläre Erinnerungen, meistens eher kleine Momente, die für einen selbst wichtig waren und für andere meist gar keine Besonderheit sind.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Mir hat besonders gut die Vielfalt gefallen. Sei es die Kultur oder die Verschiedenheit von den Leuten, alles zusammen machte es so besonders wie mein Aufenthalt war.

Die wohl schönsten Momente sind es, wenn man einfach mit Freunden normale typische Sachen unternimmt, wie Musik hören, ins Kino gehen oder einfach zu reden. Man fühlt sich wohl und geborgen. Es gibt einem das Gefühl dazuzugehören und genau dieses Gefühl ist unbeschreiblich.

Genauso ist es auch mit der Gastfamilie. Wenn diese einen als neue Tochter vorstellt oder einfach mit einem etwas macht.

Diese Offenheit, die mir entgegen gebracht wurde, und das Gemeinschaftsgefühl werde ich nie vergessen.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein typischer Schultag fing damit an, dass ich ziemlich früh aufstehen musste. Um 5.40 Uhr klingelte der Wecker und dann blieben mir gut 40 Minuten zum Fertigmachen.

Danach mit dem Bus in die Schule und mit meinem Breakfast Buddy frühstücken. Es ist eine Art Tradition, dass man sich eine oder mehrere Personen sucht, mit denen man eig. immer frühstückt. Meistens ist dies dann auch der Sitznachbar/die Sitznachbarin im Bus.

Punkt 7.20 klingelte die Schulglocke zum 2. Mal und wer bis zu diesem Zeitpunkt nicht in seinem Klassenraum (Homeroom) war, bekommt Ärger.

Es wird überprüft wer da ist und wer fehlt und danach geht es los mit der 1. Period.

Insgesamt hatte ich 6 Periods, welche sich täglich wiederholten, jeweils 60 Minuten lang waren und normalerweise 5 Minuten als Pause zum Raumwechseln dazwischen hatten.

Mein Stundenplan sah wie folgt aus:

1. American History

(zuhören und mitschreiben)

2. Spanish

(meist eigenständig Aufgaben bearbeiten aber mit Freunden reden)

3. Chemistry Honors

(eigenständig Aufgaben bearbeiten aber mit Freunden reden)

4. Dance II

(Choreographien mit Freunden einstudieren)

5. English III

(Bücher lesen und mit Freunden Grammatik bearbeiten)

6. Analysis of Functions (Math)

(eigenständig Aufgaben bearbeiten aber mit Freunden reden)

Nach der 4. Stunde hatte ich für 40 Minuten frei um zu essen. Die Pause war immer lustig. Man saß mit guten Freunden zusammen und redete über alles Mögliche. Es machte keinen Unterschied, ob man die Leute schon kannte oder ob sie neu für einen waren. Alle behandelten einen, als wäre man immer da gewesen.

Nach Schulschluss war ich dann entweder meiner Gastschwester beim Softballspiel zuschauen oder mit Freunden an den Theaterprojekten arbeiten. In Drama (Theater/Schauspiel) stellten wir innerhalb des Semesters 4 große Projekte auf die Beine. Eine tolle Erfahrung!

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Meine Gastfamilie wurde für mich zu meiner 2. Familie und sie haben mich auch immer als ihre neue Tochter angesehen.

Die wohl größten Unterschiede waren, dass ich noch Geschwister hatte, da ich sonst keine habe. Aber mit diesen konnte ich mich auch gut arrangieren und es gab keine Probleme.

Selbstverständlich gibt es auch dort einige Aufgaben, die man machen muss und einige, die man machen kann.

Zimmer aufräumen, seine Wäsche in den Wäschekorb werfen, seine Sachen nicht irgendwo hinlegen und beim Wochenendsputz helfen sind ein Muss. Der Wochenendsputz war anders als sonst. Da wirklich jeder da mit macht und alles seinen festen Ablauf hat mit fester Aufgabenverteilung.

Helfen konnte man dann noch beim Kochen oder mit der Waschmaschine oder dem Geschirrspüler. Dadurch konnte man seiner Familie Freude bereiten. Oder wenn man ihnen deutsches Essen gekocht hat, waren sie total fasziniert, da sie das nicht kennen.

Diese "Arbeiten" waren selbstverständlich, aber für mich nicht wirklich neu.

So wirklich große Unterschiede gibt es eigentlich nur, wenn ich daran denke, wie oft wir alle zusammen zu irgendeinem Sportevent gefahren sind. Egal, ob dieses von meiner Gastschwester oder meinem Gastvater war. Die ganze Familie ist sportbegeistert und jeder unterstützt jeden dabei.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Die außerschulische Zeit wurde mit Freunden, Familie, Hobby oder Schularbeiten verbracht.

Dadurch, dass ich nach der Schule häufig in Drama war, hat dies die meiste Zeit meiner außerschulischen Zeit in Anspruch genommen.

An zwei Tagen in der Woche ging ich auch immer noch zusätzlich Salsa tanzen, um einfach etwas Kultur mitzunehmen. Schließlich gibt es hier in Miami eine sehr lateinamerikanisch geprägte Kultur.

Davor ging es meist zu McDonalds, aber nicht um zu essen, sondern um Freunde zu treffen und neue Freundschaften zu schließen. Es ist so eine Art Treffort nach der Schule, da er sich nahe der Schule befindet.

Am Wochenende oder am Freitagnachmittag hieß es meist ab in die Mall. Die Mall entsprach einem Einkaufszentrum mit Kino und einer Spielhalle mit Billard, Konsolen, Minispielen und Glücksspielen für Ältere. Somit gab es immer etwas dort. Sie war einfach zu erreichen und einfach etwas Anderes. Meine Freunde/Familie und ich hatten viel Spaß dort.

Wenn ich nicht in der Mall war, war ich entweder bei Freunden oder mit meiner Familie unterwegs.

Mit den Freunden verabredete man sich für Videoabende, spielte Billard, ging an den Strand oder man traf sich einfach nur so.

Mit der Familie wurden manchmal dann auch größere Unternehmungen unternommen. Sodass ich zwei Mal in Orlando war, um ein Softballtunier meiner Gastschwester anzuschauen bzw. um in Disney zu gehen. Neben Disney wurde mir noch das Umfeld gezeigt und Downtown Orlando. Einfach ein unbeschreibliches Erlebnis.

Sonst gingen die Ausflüge entweder in Stadtteile von Miami oder auch an den Strand.

Auf alle Fälle gaben sie sich Mühe mir viel vom echten Leben zu zeigen!

Ich bin allen so dankbar, dass sie mich so aufgenommen haben und meinen Aufenthalt unvergesslich gemacht haben. Am liebten würde ich sofort wieder zurück fliegen und alle wieder sehen.

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