1. State High Schools USA

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Vorname:
Aline
Alter:
17
aus:
Hof Hagen
war:
2007 für ein Schuljahr in Gresham, Oregon, USA
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Kontakt:
aline.gohlke@web.de

Hier der Bericht von Aline:

Jetzt kommt es mir immer noch wie ein Traum vor. Im Herbst 2004 haben ich die ersten GLS- Treffen besucht und im August 2005 ging’s mit einer Freundin (sie kommt auch von meiner Schule und flog zufällig auch nach Oregon) vom Hamburger Flughafen erst nach Frankfurt und dann direkt nach Portland, Oregon. Der Flug von ungefähr 11 Stunden war dann auch schnell vorbei. Am Flughafen haben mich dann 3 von 5 Familienmitgliedern herzlich (mit Namensschild) begrüßt.

Mit der Kommunikation ging es am Anfang recht langsam voran- verstehen ja, antworten und selbst reden nein.

Als ich dann in mein neues Heim für die nächsten 11 Monate eintrat, kam ich mir vor wie im Film- alles war ein großer Raum und ziemlich kitschig eingerichtet.

Meine Familie bestand aus den beiden Eltern und 3 Kindern (2 Mädchen, 15 und 17 und einem Jungen, 19) Ich habe mich mit allen sehr gut verstanden, außer mein Gastbruder wollte rein gar nix mit mir zu tun haben- er hat nie gegrüßt und war unfreundlich. Aber mit den Gastschwestern habe ich auch jetzt noch eine freundschaftliche Beziehung.

Meine Familie hatte nicht soooo viel Geld. Deshalb hatten wir auch kein Kabel-TV oder mal ein paar Süßigkeiten- na ja, war aber nicht schlimm. Das wichtigste im Leben dieser Familie war die Kirche und der Glaube. Leider war das so extrem, dass mich das nach einer Weile voll genervt hat (sie wollte mich auch andauert vom Glauben überzeugen). Christentum ist in Amerika sehr stark verbreitet und wird sehr ernst genommen.

Meine Schule war typisch amerikanisch. Weite Flure, Pulte statt Schulbänke und Spinte wo man hin guckt. Ich hatte 7 Fächer und eine Freistunde. Mein stundenplan wiederholte sich jeden zweiten Tag. Das hat den Vorteil, dass man mehr Stoff im Jahr lernt. Der Unterricht war sehr angenehm aber ich musste auch viel arbeiten, um gute Noten zubekommen (mit nur 65% fällt man schon durch - F!). ich hatte Fächer wie Kalligraphie, Mathe, Englisch, Physik, Spanisch, Sport, Amerikanische Geschichte, Schwimmen und ich war eine Lehrerhilfe für die Deutschklasse. Man kann Klassen zum Halbjahr ändern und Semestertest in jedem Fach. Meine schule war auch mir DSL und Computern in jedem Raum für alle Schüler ausgestattet- Luxus, verglichen mit meinem Gymnasium in Deutschland.

Wir hatten 2000 Schüler, eine cool Schülerzeitung und ein großes Angebot an Spotclubs. Ab und zu wurden Tanzabende veranstaltet und auch der berühmte Prom für die 12-Klässler.

In Amerika ist alles grundsätzlich größer- 4l große Milchverpackungen und Riesenautos überall. Mein Alltags leben in der Familie war nicht viel anders. Ich hatte Haushaltspflichten und an den Wochenenden haben wir Ausflüge nach Seattle, zum Pazifik oder Sehenswürdigkeiten in der Umgebung gemacht. In den Ferien bin ich auch nach Kanada und San Francisco geflogen. Wenn Zeit war habe ich mit Freuden die Stadt unsicher gemacht (z.B. ausgehen, feiern, Bowling oder ins Kino gehen).

Meine amerikanische Organisation ETC hat Treffen und Ausflüge mit allen Austauschschülern aus aller Welt veranstaltet.

Wenn ich an das Jahr zurückdenke, will ich gleich wieder zurück. Die Erfahrungen, die ich gemacht habe und Freunde, die ich dort kennen gelernt habe sind einfach unbezahlbar. Man lernt eine andere Kultur kennen und lieben (auch wenn ich mit Football und Baseball nicht viel anfangen konnte) und ich könnte mir jetzt vorstellen auch dort zu leben.

ICH HATTE EINE GEILE ZEIT!!!

Aline

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