1. State High Schools USA

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Vorname:
Reemda
Alter:
15
aus:
Berlin
war:
2007 für ein Schuljahr in Tigard, Oregon, USA
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Kontakt:
reemda@web.de

Hier der Bericht von Reemda:

Hallo!

Ich heiße Reemda und ich war für ein Schuljahr in Oregon, USA. Als ich wieder kam haben mich viele gefragt wie es war und alles was ich sagen konnte war: "Es war toll! Ein Riesenspaß!" Wie ich meinen Aufenthalt in den Staaten in einem Satz beschreiben würde? Also, man stellt sich einfach den besten Urlaub vor den man je hatte, und den dann für 10 Monate. Nur das du bei deinem super Urlaub auch noch viele Erfahrungen sammelt, Erinnerungen besitzt, die dir keiner nehmen kann und eine Sprache fließend zu sprechen lernst. In meiner Ansicht ein tolles Erlebnis!

Dieses eine Schuljahr war eines der besten Jahre meines Lebens und ich habe jeden Tag in vollen Zügen genossen. Nicht einen Tag habe ich es bereut, dass ich damals die Entscheidung getroffen habe für ein Jahr in die USA zu gehen. Wenn man die Möglichkeit hat, dann kann ich nur sagen, dass man sie nutzen sollte.

Ich habe mich entschieden meinen Erlebnisbericht in verschiedene Abschnitte zu unterteilen um euch ein bisschen von meinem Aufenthalt in Oregon und all den Spaß den ich dort hatte zu erzählen. Wenn ich einen Punkt, der euch besonders interessiert, vergessen haben sollte dann könnt ihr mir auch einfach eine Mail schreiben an: reemda@web.de

Die letzten Tage:
Die letzten zwei Monate waren seltsam. Ich hatte Angst und zur gleichen Zeit war ich aufgeregt. Ich hatte Angst, dass ich nicht die richtige Person für einen Austausch bin und dass ich noch nicht bereit genug bin. Ich dachte, dass ich nach 3 Monaten wieder bei meiner Mami auf der Matte stehen werde. Ich war aber auch aufgeregt. Je näher das Datum rückte desto mehr hatte ich Angst und desto aufgeregter wurde ich. Die Vorstellung in einem fremden Land zu leben, ein Jahr, ohne Freunde und Familie, ein bisschen Angst kommt da schon auf. Aber auch Neugierde und Aufregung, mal etwas ganz alleine zu unternehmen und eine ganz andere Kultur kennen zu lernen.

Heimweh:
Zu Anfang, die ersten 3 Tage waren schlimm, ich habe nur geweint. Ich habe meine Familie und meine Freunde schrecklich vermisst. Besonders weil ich noch keine Leute kennen gelernt hatte. Aber sobald die Schule angefangen hat, wurde es jeden Tag besser. Man lernt immer wieder neue Leute kennen und macht jeden Tag neue Freunde. Nachdem die Schule angefangen hat, hatte ich kein einziges Mal wieder Heimweh. Das heißt nicht, dass ich mein Zuhause nicht vermisst habe, aber ich habe dort so viele tolle Sachen gemacht, dass ich gar keine Zeit hatte Heimweh zu haben. Mein Tipp hier: versuchen beschäftigt zu sein (am besten einen Schulsport machen, das ist in Amerika ganz groß und da macht man super schnell neue Freunde.), niemals Mama und Papa anrufen wenn man traurig ist (besonders nicht bei Heimweh) und immer kontaktfreudig sein um neue Freunde zu machen.

Schule:
Schule in Amerika ist toll! Ob man es glaubt oder nicht, ich bin gerne zur Schule gegangen! Ich weiß, hört sich ein wenig absurd an, aber es ist die Wahrheit. Amerika hat ein anderes Schulsystem. Dort kann man sich seine Klassen aussuchen, als Austauschschüler hat man nur 2 Pflichtkurse: US History und English. Den Rest darfst du dir aussuchen. Da gibt es coole Klassen wie Auto, Gewichte heben, Badminton, Team Sports, Chor, Basketball, etc. Aber auch die "normalen" Klassen wie Französisch, Mathe Bio, etc. machen viel Spaß.

Amerikanische Schulen haben mehr Geld zur Verfügung und sind somit besser ausgestattet, womit das Lernen auch gleich viel mehr Spaß macht. (<- hab ich das grad gesagt?)

Sports:
Sports sind sehr wichtig in Amerika, ziemlich jeder macht mindestens eine Sportart. In jeder Jahreszeit werden ca. 3 verschiedene Sportarten von der Schule angeboten. Wie gesagt, sollte man auf jeden Fall machen. So gewinnt man ganz schnell Freunde. Der Teamgeist und der "schoolspirit" werden dort ganz groß geschrieben. Normalerweise, kommt aber immer auf den Staat drauf an, werden Sportarten wie Baseball, Basketball, Tennis, Schwimmen, Tanzen, Volleyball, Football, Ski fahren, etc. angeboten. Training hat man dann immer nach der Schule. Wenn man nicht so sportbegeistert ist, dann kann man auch andere Dinge machen, so wie Orchester, Chor, Malen, etc. Mir wurde da nie langweilig, was der Grund für mein Nichtheimweh war.

Familie:
Meine Familie war super lieb. Ich hatte großes Glück. Man kann nicht immer so ein Glück haben wie ich, aber wenn einem seine Gastfamilie nicht gefällt, dann sollte man das auf jeden Fall rechtzeitig sagen. Natürlich muss man sich auch ein wenig deren Erwartungen anpassen. Trotzdem, der Wechsel einer Gastfamilie ist nicht selten und schließlich ist das Wohlfühlen im neuen Zuhause sehr wichtig.

Wochenende:
Ja, also jetzt kommen wir zum interessanten Thema. Was macht man so am Wochenende? Also das kommt natürlich immer drauf an was man machen möchte. In Amerika ist es ungefähr so wie in Deutschland. Man geht ins Kino, auf Parties/Geburtstage, man geht Tanzen in Diskotheken, trifft sich halt mit Freunden. Da in Amerika ziemlich jeder schon mit 16 ein Auto besitzt, ist man automatisch flexibler. Dadurch macht man automatisch spontanere Dinge. Also das war meine Erfahrung, aber das kommt ja immer drauf an.

Also natürlich fallen mir jetzt noch tausend Dinge ein die ich dir noch gerne erzählen würde aber ich würde mal sagen, dass mein Erlebnisbericht schon lang genug ist, und ich will dich ja schließlich nicht den ganzen Tag aufhalten. Also wenn du noch irgendwelche persönlichen Fragen hast, dann schreib mir doch einfach! Würd mich freun dir helfen zu können.

Bis dann, Reemda

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