1. State High Schools USA

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Vorname:
Elena
Alter:
16
aus:
Hilden
war:
2007 für ein Schuljahr in Harvard, Massachusetts, USA
Schultyp:
Staatliche Schule
Kontakt:
elena_heider@web.de

Hier der Bericht von Elena:

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Ich glaube der größte Unterschied zwischen Massachusetts und Deutschland waren die Leute für mich. Es war sehr viel einfacher für mich Freunde zu finden als ich gedacht habe. Die Leute sind sehr freundlich und offen und helfen gerne, auch wenn sie einem manchmal nur eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne geben. Aber es dauert trotzdem eine Weile bis man gute Freunde gefunden hat.

Der zweitgrößte Unterschied waren die Schulen in Deutschland und hier. Meine High School wo ich jetzt hingehe ist ziemlich gut, und am meisten mag ich das Sportprogramm nach der Schule, weil man seine Freunde jeden Tag sieht. Ich spiele grade Lacrosse und es macht Riesenspaß. So ein Sportprogramm wird ja an den meisten deutschen Schulen leider nicht angeboten. Hier an den amerikanischen High Schools gibt es teils mehr zu tun und teils weniger. Am Anfang muss man sich erst einmal an die Lehrer gewöhnen, aber das geht ganz schnell, und herausfinden was die so erwarten. Die Lehrer geben sehr viele Hausaufgaben an meiner Schule, und wir kriegen viel mehr Einzelprojekte ''Papers'' als an meiner alten Schule in Deutschland. Auch Tests gibt es in Hülle und Fülle.

Der drittgrößte Unterschied, war für mich der schwerste: Einschränkung der Freiheit. Hier in den Vereinigten Staaten gibt es Freiheitseinschränkungen schon alleine deswegen, weil die USA so groß sind und mit dem Fahrrad alles ein wenig schwerer zu erreichen ist. In meiner Stadt gibt es kein einziges öffentliches Verkehrsmittel, außer dem Schulbus, der auch nur 2 mal am Tag fährt. Aber auch das kann man umgehen, wenn man ein paar Freunde in der 12. Klasse ''Senior Grade'' hat. Die dürfen einen schon durch die Gegend kutschieren. :)

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Als erstes denke ich an meine Freunde und die Schule auf die ich gehe, weil diese beiden Dinge zu den wichtigsten Ereignissen in meinem Auslandsaufenthalt geworden sind. An diesem Punkt möchte ich allen Austauschschülern sagen, dass ihr auf gar keinen Fall aufgeben dürft, wenn es nicht direkt mit dem Freundschaften knüpfen klappt. Bleibt hartnäckig, aber werdet nicht nervig. Es dauert eine Zeit, aber ihr werdet es sicher nicht bereuen!

Was hat dir besonders gut gefallen?

Besonders gut gefällt mir, wie vorher schon erwähnt das Sportangebot nach der Schule. Es macht einfach Riesenspaß.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die großen Städte und die Skyscraper, und die Malls. Ich habe das Schuljahr jetzt schon fast hinter mir, und ich weiß, ich werde meine Freunde alle sehr vermissen. Mit denen was zu unternehmen hat mir auch immer sehr gefallen.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Normalerweise stehe ich um 6 AM auf. Mein Schulbus kommt um 6:58 AM. Die Schule beginnt um 7:45 AM. Die ersten 4 Klassen sind 45 min lang. Dann habe ich einen ''longblock'' der rotiert und nach 7 Schultagen wieder von vorn beginnt. Longblock ist 1.30 stunden + 20 min für Lunch. Schulschluss ist um 2:20PM. Anschließend habe ich 20 Minuten Zeit mich umzuziehen und um 2:45 PM ist dann Lacrosse practice. Nach Hause komme ich normalerweise so gegen 5 PM, wenn ich kein Spiel habe, sonst wird es schon mal 6 PM. Ein sehr langer Tag!

Es ist leichter Klassenkameraden kennen zu lernen wenn man eine Sportart macht. Man verbringt mehr Zeit mit allen, muss aber genauso offen sein Kontakte zu schließen. Aber es dauert seine Zeit, weil man so fremd ist.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Anders als zu Hause ist, das man keine Wahl hat, als die Regeln die aufgestellt werden zu akzeptieren. Das kann schwer sein, oder nicht. Zu Hause hat man immer noch mal die Möglichkeit an ein paar Regeln rumzunörgeln oder mal lauter zu werden. So was geht bei der Gastfamilie nicht. Man hat auch das Gefühl, das da immer ein kleine Barriere zwischen der Gastfamilie und einem selbst ist, weil man einfach nicht so vertraut miteinander ist.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Naja, eigentlich ist nicht so viel außerschulische Zeit übrig wenn man eine Sportart macht. Normalerweise unter der Woche mit Hausaufgaben. Am Wochenende hat man dann schon Zeit um etwas mit Freunden oder mit der Gastfamilie zu unternehmen. Ich gehe gerne mit Freundinnen ein Eis essen, oder Frühstücken und in die Mall um einkaufen zu gehen. Manchmal gehe ich mit meiner Gastfamilie nach Boston (ist so ungefähr ne Stunde weit weg). Boston ist meine absolute Lieblingsstadt. Ich gehe auch gerne spazieren mit meinem Freund.

 

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