1. State High Schools USA

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Vorname:
Mathias
Alter:
17
aus:
Berlin
war:
2008 für ein Schuljahr in Ironwood, Michigan, USA
Schultyp:
Staatliche Schule
Kontakt:
matze_182@web.de
Homepage:
www.dfgs.de.tl

Hier der Bericht von Mathias:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Das aller erste was mir aufgefallen ist, dass in den USA ueberdurchschnittlich viel verschwendet wird: Wasser wird nicht beim Duschen zwischendurch abgestellt, Motoren von Autos werden laufen gelassen, wenn die Leute in Geschaefte gehen und nur die groessten Autos, vor allem Trucks (Kleintransporter), werden gefahren, welche so viel Treibstoff verschwenden.

Zweitens, die Schule. Schulen funktionieren total anders. Man hat jeden Tag die selbe Anzahl an Stunden (in meinem Fall 8). Man kann sich fast alle Faecher aussuchen, denn es gibt nur wenige die vorgeschrieben sind. Man sammelt Credits durch das bestehen von den Faechern um in die naechste Klasse aufzusteigen. Man muss seinen Klassenraum jede Stunde wechseln, weil jeder Lehrer seinen Eigenen hat. Pausen waren in meinem Fall nur 3 min lang und es gab nur eine 20 minuetige Mittagspause. Keine Hofpausen leider. Es gibt die so genannte Study Hall als Unterrichtsstunde, wo man in einer Halle (groesserer Raum) sitzt und seine Hausaufgaben macht, schlaeft (wenns der Lehrer erlaubt) oder einfach nur herumsitzt. Die Tische sind nur ein Stuhl mit einem kleinen Tisch verbunden (wie in den Ami-Movies). In der Regel sind alle Faecher einfacher als in Deutschland (vorrausgesetzt dein Englisch ist gut genug um alles zu verstehen, was gleich am Anfang natuerlicherweise nicht der Fall ist), ausser, meiner Meinung nach, AP Calculus, was soviel ist wie eine 11.-12. (deutsche) Matheklasse.

In den USA wird Sport betont und obwohl dein Schultag relativ lang ist, gehen viele Schueler sich fuer einen Sport einschreiben, welcher immer nach der Schule stattfindet. Meets (Wettkaempfe fuer deinen Sport) oder Spiele machen es schon mal moeglich, dass du den halben bis ganzen Schultag versaeumst. Es gibt so viele andere Dinge, die auch noch anders sind als in Deutschland: Locker, keine Rucksaecke, alles ist extrem groesser (kommt drauf an wo du hinkommst), man lernt total viele neue Leute kennen, alle sind viel netter zu dir als normal, eine Freundin finden, richtige Freunde?, Lunchgeld, usw..am besten ihr schreibt mir, falls ihr Genaueres wissen wollt.

Die dritte Sache waere: Man findet hier so gut wie keine oeffentlichen Transportmittel (und ja, die Schulbusse sehen so aus wie bei den Simpsons). Es ist schon manchmal schwierig irgendwo hinzukommen. Aber das haengt alles ein bisschen davon ab wo du wirklich hinkommst. Meine Stadt ist recht klein hier und die Winter sind echt schlimm, was natuerlich mal einfach so fix zu nem Freund gehen schwierig macht.

Wie gesagt, mailt, wenn ihr Genaueres wissen wollt.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Ich denke da sofort an all die guten Freunde, die ich hier gemacht habe, vermisse sie jetzt schon. An all die schoenen Erlebnisse und Sportveranstaltungen, bei den ich mitgemacht habe, wo man vielleicht auch die ein oder andere Trophae gewonnen hat. An alle Trips mit einem Schulbus zu den verschiedensten Orten und Einkaufszentren (Malls).

Was hat dir besonders gut gefallen?

Am allerbesten find ich, dass wirklich fast alle Amerikaner sehr nett zu dir sind. Sie nehmen dich gerne auf und wollen viel mit dir unternehmen, wenn man Zeit dazu hat. Ansonsten fand ich die Sports voll genial. Ich selber bin in einem Schwimmteam mitgeschwommen und danach in einem (Leichtathletik) Trackteam mitgerannt. Das hat in verscheidenen Seasons stattgefunden, somit konnte ich beides machen und ich wuenschte, ich haette die Cross-Country Season am Anfang, wo ich noch das erst alles lernen musste, nicht verpasst.

Wenn du nicht gerne Sport treibst, gefaellt dir vielleicht in einer Band zu sein. Versteh das aber nicht falsch. Denn eine Schulband (Pepp-Band, Jazz-Band, usw.) ist ein richtiges Unterrichtsfach und da hat man vielleicht auch einige Auftritte. Aber sei bitte nicht panisch, wenn du denkst, dass du dein Instrument ja nicht perfekt spielst. Austauschschueler kommen ueberhaupt mit sehr viel durch und ausserdem bist du ja schliesslich da um es besser zu lernen.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Eigentlich habe ich das schon ansatzweise ganz oben versucht zu beschreiben.

Da alles basiert auf meinem Schulerlebnis, was natuerlich immer etwas abweichen koennte bei anderen Highschools.

Ersteinmal vorweg: eine Highschool hat die Klassen 9-12 (9. Freshmen, 10. Sophomores, 11. Juniors, 12. Seniors...das sind die Namen die jede Klassenstufe hat...dh. in der 12ten bist du ein Senior), danach gehen die meisten Kids zum College.

Ich stehe um 6 Uhr auf, habe eine Dusche und ziehe mich an. Gehe ungefaehr 7 Uhr mich fertigmachen und um 7.10 Uhr den Schulbus zu nehmen. An der Schule angekommen, mach ich mich auf den Weg zu meinem Locker und packe meine ganzen Sachen da hinein. (Manche Lockers haben ein integriertes Drehschloss, oder halt keins und du besorgst dir eins oder du laesst es sein.) Es ist erst ungefaehr 7.25 Uhr und ich gehe in die Cafeterria um Fruehstueck for FREE zu essen. 7.47 Uhr klingelt eine Glocke, um dir Bescheid zu geben, dass du noch 10 Minuten bis zum Unterrichtsbeginn hast. 7.54 klingelt die zweite Glocke fuer eine 3 Minuten Warnung. Jetzt solltest du schon langsam zu dienem Locker rennen, dein Zeug zusammen suchen und deinen Klassenraum aufsuchen. 7.47 in deinem Klassenraum angekommen, wird die Amerikanische Nationalhymne gespielt (respektvoll wird aufgestanden). Dann hast du in der Regel eine Stunde nach der anderen bis du zur 5. Stunden angelangst. Die 5. Stunde ist anders, denn in dieser wirst du Lunch haben. Dabei gibt es Lunchzeiten A, B oder C. Wenn du A erwischst, hast du nach der 4. Stunde gleich Lunch und danach eine Stunde Unterricht. Bei B wird dein Unterricht in eine halbe Stunde Unterricht, dann Lunch, und dann noch eine halbe Stunde unterricht eingeteilt. Hat mich am Anfang total verwirrt wie die das haendeln. Bei C ist es wieder normal, dass du erst Unterricht hast und dann Lunch. Lunch kostet ungefaehr $ 2 via einen Account wird alles bezahlt.

Nach der 8. Stunde ist schulfrei, was bei mir 3.18 Uhr ist. Danach nimmst du entweder den richtigen Schulbus wieder nach Hause oder hast halt Training fuer nen Sport/Band/Others.

Hinweis: Es werden haeufig ueber den ganzen Schultag verteilt Ansagen ueber Lautsprecher, die es in jedem Klassenraum geben sollte, verkuendet. Manchmal recht wichtig zu verstehen, denn die sagen dir dann, wenn du fuer Meets die Schule verlaesst, welche Events so abgehen usw.

 

Jede Unterrichtsstunde in fast immer mit ganz anderen Leuten somit ist es super easy neue Leute kennenzulernen. Nutze die Chance. Deutsche kommen total gut bei den Amis an...sollte auch bei dir der Fall sein.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Du faengst ein ganz neues Leben an. Habe am Besten keine Erwartungen, ansonsten bist du entaeuscht, wenn deine Host Fam. kein Fourwheeler (Quad) hat oder nicht die neue PS3/Wii. Meine Gastmutter hat mich gleich versucht zu uebereden an die 6 Buecher zu lesen. Hatte ich natuerlich keine Lust zu. Die Buecher sind immer noch in meinem Zimmer :). Buecherlesen aber in sich uebt und erweitert dein Englisch extrem. Nur am Anfang war mir das einfach zu viel, aber die Mutter war einfach so lesevernarrt.

Dein Leben kann hart sein an manchen Tagen und das ist nun mal nich zu umgehen, keiner hat gesagt, dass es total einfach wird. Bevor du in die USA gehst, kennst du ja bestimmt schon die REGELN, die du zu bevolgen hast um im Programm zu bleiben. Meiner Meinung nach haben diese mich oft in meinem Moeglichkeiten eingeschraenkt. Aber diese Regeln sind nun mal nich zu umgehen, obwohl ich mir sicher bin, dass die vor 4 Jahren nicht ganz so strikt waren. Es geht halt um deine Sicherheit, wobei man sich, wenn man denn erstmal da ist, denkt,dass, einige ganz schoen den Spass verderben koennen. Besonders wenn deine Gastfamilie sie strikstens befolgen.

Dann kommen natuerlich noch die Regeln des Hauses zu hervorschein. Ein Paar Kleinigkeiten muessen gemacht werden. Wie zB.: das Bad sauber machen, halb so wild. Wirklich anzuraten ist, dass man sich am Besten von deinen Gasteltern aufschreiben laesst. Ansonsten (weils ja noch alles am Anfang ist) versteht du vielleicht etwas falsch oder nicht so genau, oder vergisst es mal. Meine Host mom war einmal sehr sauer weil ich wohl meine Pflichten nicht so erfuellt habe wei sie wollte. Habe dabei schon sehr viel im Haushalt geholfen, was sie dann aber nicht richtig wahrgenommen hat (sie hat sich halt zu sehr daran gewoehnt, dass ich den Geschirrspueler von alleine ausraeume, den Tisch abraeume und vorbereite, und alles in den Geschirrspueler schon mal reinstelle und ihn dann komplett anstelle und Tee koche).

Naja und dann hatte halt meine Gastfamilie 2 kleinere Kinder 7 und 9 Jahre alt, zwei Jungs. Habe oefters auf die aufgepasst...wobei ich mich shcon manchmal wie ein Au Pair Maedchen gefuehlt hab. Habe da auch schon darueber nachgedacht, die Familie zu wechseln, aber die ganzen Freunde zu verlassen, hat mich dagegen entscheiden lassen.

DEIN LEBEN WIRD SICH VERAENDERN, NUR WIE VIEL IST DIE FRAGE.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

In der ausserschulischen Zeit hat ich halt fuer Schwimmen oder Track trainiert. Zu Hause Hausaufgaben gemacht, welche nicht immer wenig waren. Musste schwierigere Faecher wie AP Calculus und Chem2(...) nehmen um ein Schuljahr in Deutschland auslassen zu koennen, damit ich es nicht wiederholen muesste. Auch wenn deine Schule es vielleicht nicht verlangt, ist es angeraten Schulisch fit zu bleiben, denn Amerikanische Schulen verlangen von dir viel weniger als in Deutschland. Man gewoehnt sich viel zu schnell daran, sodass man in Deutschland vielleicht nicht mehr hinterher kommt.

Konnte kein Franzoesisch nehmen. Nun muss ich es in Deutschland abwaehlen.

An Wochenenden war ich meisten mit Freunden irgendwo wie zum Beispiel: bowlen, bei McD essen, von der Schule veranstaltete Dances gehen, Film gucken, Kino gehen, bei nem Freund ne Party feiern (in der Regel ist ein Party nichts weiter als das Zusammentreffen von Leuten die sich gegenseitig unterhalten. KEIN ALC of course! Meistens nichtmal Musik!? Naja halt anders.

Mein Ort war superklein verglichen zu Berlin, mein Heimatsort. Also war auch nicht alzu viel zu machen. Da merkt man manchmal schon wie schoen es doch zu Hause war.

 

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