1. State High Schools USA

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Vorname:
Hannah
Alter:
17
aus:
Berlin Zehlendorf
war:
2007 für ein Schuljahr in Portland, Oregon, USA
Schultyp:
Staatliche Schule
Kontakt:
pepsi_864@hotmail.de

Hier der Bericht von Hannah:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Hi, ich heiße Hannah Weiser und habe 10 Monate in Portland, Oregon verbracht. Ich habe eine zweite Familie gefunden, und neue Freunde, verstreut auf dieser Welt. Mit verstreut auf dieser Welt will ich sagen, dass ich Menschen aus aller Herren Länder kennengelernt habe. Die USA, auch genannt „The melting pot“, hat diesen Spitznamen zurecht, denn Menschen von überall her kommen und leben hier zusammen. Ich habe viele außergewöhnliche, tolle und vor allem offene Menschen kennengelernt. Viele meiner Freunde waren Amerikaner, aber viele waren auch Immigranten aus Mexico, Guatemala, Peru, China, Japan und aus vielen anderen Ländern. Und natürlich habe ich auch noch sehr viele Austauschschüler aus vielen verschiedenen Ländern kennengelernt. Es war eine tolle und von mir noch nie gemachte Erfahrung mit so vielen verschiedenen Kulturen zusammen zu leben und sich austauschen zu können. Ich denke das gerade Portland dazu ein sehr geeigneter Platz ist, denn Portland ist eine Stadt, die ich persönlich nicht gerade als typisch amerikanisch emfunden habe. Portland ist für mich die Stadt der Hippies, der offenen und liberalen Menschen, der verschiedenen Kulturen und nicht zu vergessen des Regens.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Wenn ich jetzt über mein Austauschjahr nachdenke, sehe ich es als eine der besten Erfahrungen meines bisherigen Lebens an.

Ich denke an tausende von Sachen, an Konversationen, die durch die Sprachbarriere so endeten, dass wir auf dem Boden lagen vor Lachen, an Football games, an Bowling Geburtstage, an meine Schule, an Bubbletea, ein Getränk das ihr unbedingt probieren müsst, an alle meine neu gewonnen Freunde und sooooooo viel mehr!

 

Was hat dir besonders gut gefallen?

Highlights meiner High School Erfahrung waren natürlich Prom und Graduation. Dies waren auch zwei der stärkesten Gründe wegen welchen ich meinen Aufenthalt in den USA verlängert habe. Prom ist der Abschlussball der Seniors. Der Abschlussklasse (12). Auf die High School Prom warten alle Amerikaner schon seit sie die Schule beginnen und dem entsprechend sieht dieser dann auch aus. Beschreiben kann man dieses Event fast gar nicht, man muss es einfach miterleben. Graduation ist einfach wie im Film. Es werden Cap und Gown getragen, die ganze Abschlussklasse kommt zusammen und es werden die Highschool Diplomas in einer großen Zeremonie vergeben. Anschliessend gibt es meistens eine große Party, die von der Schule organisiert wird.

 

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Als ich an meinem ersten Schultag in die Schule ging war ich sehr sehr aufgeregt, denn amerikanische Schulen sind riesig. Aber es war gar kein Problem, denn die Schüler sind sehr hilfsbereit und boten mir an, mir den Weg zu meinen Klassen zu zeigen, meinen Locker zu öffnen, denn – man glaubt es kaum - das ist wirklich eine Kunst für sich! Der Herbst war für mich eigentlich die schönste Phase meines Austauschs, diese Anfangsphase wird ja auch als die „honeymoon“ Phase beschrieben. Jeden Tag habe ich neue Freunde gefunden und neue Entdeckungen gemacht. Ich habe eine besondere Leidenschaft für Footballgames entwickelt. Nicht, dass ich gespielt hätte, doch alleine das Anfeuern und Zugucken ist ein Riesenspaß! Jeden Freitag gibt es ein Footballgame, zu dem man gehen kann und bei dem man fast die ganze Schule trifft, denn der amerikanische Sportgeist ist nicht zu übertreffen. Und hier kommen wir zu einem anderen Ratschlag von mir, man sollte unbedingt versuchen in eine Aktivität nach der Schule zu kommen. Meistens sind es Sports, in deren Team man eintreten kann. Diese Sportarten praktiziert man dann für ungefähr 3 Monate jeden Tag nach der Schule und man hat mindestens einmal pro Woche ein Spiel oder einen Wettkampf. Ich bin wirklich nicht der große Sportler und schon gar kein Wettkampfscharakter, doch die 3 Monate im Swimmteam meiner Schule waren eine unbeschreibliche Erfahrung im positiven Sinne.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Nach einem halben Jahr habe ich mich entschieden meinen Austausch zu verlängern. Ich musste meine Gastfamile wechseln, die sich nur für ein halbes Jahr verpflichtet hatte einen Austauschschüler aufzunehmen. Doch auch das war kein Problem, denn ich habe hilfe von ETC, der amerikanischen Partnerorganisation von GLS, bekommen. Letzten Endes aber bin ich bei einer Mitschülerin eingezogen. Meine neue Gastfamilie war toll und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Für mich war es kein Problem mich in eine neue Familie zu integrieren, eher im Gegenteil habe ich es genossen, zwei verschieden Familie mit unterschiedlichen Gewohnheiten, Maschen und Reizen kennenzulernen. Natürlich dauert es seine Weile um sich wirklich zu Hause zufühlen und mit seinen Gasteltern und Gastgeschwistern ernsthaft reden und auch rumscherzen zukönnen, doch das geschieht dann von alleine. Ich hatte nicht nur gute Zeiten, manchmal habe ich mich auch sehr alleine gefühlt und hatte Heimweh, doch wie ich ferstgestellt habe sind auch diese Zeiten normal und man kann sie überstehen. Freunde und Gastfamilie sind immer für einen da!

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Meine Famile war großartig. Wir haben viele Ausflüge gemacht, sind auf dem nah gelegenen Berg Mt. Hood snowboarden gefahren, in die Oregon Wüste gefahren, nach Seattle gefahren und haben natürlich Portland erkundet. In meinem zweiten Semester habe ich mich dann schon so sicher gefühlt, dass es kein Problem für mich war alleine nach Portland Downtown zu fahren. Portland hat genau die richtige Größe um nicht langweilig zu werden und trotzdem nicht abschreckend groß zu sein. Das öffentliche Verkehrsnetz ist außerdem sehr gut. Ich habe mich oft mit meinen Freunden getroffen und wir sind shoppen gegangen oder wir haben uns nur am Flussufer getroffen und haben relaxt und erzählt.

 

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