1. State High Schools USA

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Erfahrungsberichte High School USA

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Vorname:
Tom
Alter:
17
aus:
Potsdam
war:
2007 für ein Schuljahr in Shelton / Seattle, Washington, USA
Schultyp:
Staatliche Schule
Kontakt:
tom.malysch@gmx.de
Homepage:
www.myblog.de/qb-tom

Hier der Bericht von Tom:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Ich denke einer der grössten, aber besten Unterschiede ist die Schule. Es werden viel mehr Sachen, Aktivitäten etc. angeboten und allgemein hat man an einer High School viel mehr Freiräume als an den Schulen hier.

Man muss allerdings sagen, dass das mit den übermässig vielen Freiräumen auch meist nur auf die Schule zutrifft, da im restlichen Familienleben ein paar strengere Regeln gelten als wir es meist von zu Hause gewöhnt sind. Das heisst aber nix schlechtes, da man dadurch sehr an die Familie gebunden ist, und so in deren Leben und Aktivitäten mehr eingebunden wird. Es fällt dadurch sehr leicht sich schnell an die doch etwas anderen Gegebenheiten anzupassen.

Essen im Auto :)

Ich glaube, ich habe während meiner kompletten Zeit in den USA so ziemlich kein einziges Mc Donalds, Burger King, Jack in the Box usw. von innen gesehen, dafür umso mehr von der drive in Seite...

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

FOOTBALL !!!

Da ich auch hier in Potsdam für ein Football Team als QB auf dem Platz stehe, war das mitmachen an der High School im Football program natürlich das Grösste. Schon am zweiten Tag nach meiner Ankunft hab ich mich mit dem Head Coach getroffen gehabt und dann am nächsten Tag gleich rein ins Training. "Friday Night Lights" ist wirklich etwas, was jeder - ob als Zuschauer oder eben als Spieler - miterleben muss. Auch nach der offiziellen Footballsaison hörte es nicht auf, da dann die ganzen Camps etc. starteten, was mir eine Möglichkeit gab mit den "grossen Jungs" zu spielen, d.h. bei den Settle Seahawks im QB Camp mit Matt Hasselbeck (deren starting QB) und in Los Angeles bei den USC Trojans mit Pete Carrol. Das ist definitif eins der besten Sachen, die ich in meinem Jahr dort erlebt hab.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Besonders gut gefallen hat mir meine Community. Da Shelton nur ein paar Minuten ausserhalb von Seattle liegt, hatte man jederzeit die Möglichkeit mal eben hoch zu fahren und irgendwas dort zu machen. Trotz alledem hat sich Shelton als Community ein bisschen abgegrenzt und bringt einem ein richtig schönes amerikanisches Kleinstadtfeeling.

Die Leute in der Stadt kennen sich für gewöhnlich fast alle und egal wohin man geht, jeder gibt sein Bestes die Stadt als die all-american city zu repräsentieren, die sie ist.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Die ersten 3 Monate an der High School waren mit relativ früh aufstehen verbunden. 5.30 Uhr klingelte der Wecker, um den Schulbus um 6.20 Uhr zu erwischen. Die Schule begann dann um 7.30 Uhr. Man hatte 6 Stunden a 90 Minuten jeden Tag. Für gewöhnlich hat man seine Kurse für das erste Semester (bis Febraur) gewählt und dann die nächsten für das zweite. Das einzig stressige waren die 5-Minuten-Pausen. Da ich an einer recht grossen High School war, war das mit dem in den neuen Raum kommen etwas schwer die ersten Tage und ohne ne kurze Sprinteinlage nicht zu schaffen. Als ich dann nach den ersten drei Monaten durch das running start program ans College gehen konnte war das dann aber auch einfacher, da die Kurszeiten recht verteilt waren.

Wie auch immer um 2.20 Uhr waren dann Schule oder auch College zu Ende und ich musste mich fertig machen zum Training, welches um 2.45 Uhr begann. Wie gesagt, während der Fall sport season hab ich Football gespielt, im Winter bin ich geschwommen und im Frühling hab ich dann Leichtathletik (Zehnkampf und Stabhochsprung) gemacht.

Für gewöhnlich war ich dann gegen 6.00 Uhr mit dem Training fertig und dann hiess es ab in den Kraftraum der Schule für weitere 2 Stunden und dann entweder mit Freunden wo hin oder doch endlich nach Hause.

Auch wenn ich es so oft versucht habe, ich hab es so gut wie nie geschafft vor 11 Uhr ins Bett zu kommen, was sich dann am nächsten Morgen auch immer gut gezeigt hat.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Der einzige grosse Unterschied für mich war, dass meine Gastfamilie ein riesen großes Haus am Wasser hatte und ich eigentlich in einer kleinen Mietwohnung zu Hause wohne. Ansonsten, hatte ich Glück dass meine Familie recht locker war, auch wenn sie natürlich erwartet hat, dass ich ihnen immer sage wo ich bin, sie bei Abweichungen von meinem normalen Alltagsplan anrufe und versuche bei jeden Abendbrot da zu sein, was aber auch gut verständlich war, denke ich. Solang man mit ihnen redet, erlauben sie für gewöhnlich eine Menge. Ich hatte auch Glück, dass sie nicht zur Kirche gingen...meine grösste Sorge im Vorfeld war tatsächlich die Vorstellung am Wochenende um 5.00 Uhr aufzustehen um in die Kirche zu gehn.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Wenn ich nicht grad beim Training oder Wettkämpfen war, hab ich ne Menge Zeit mit meinen neuen Freunden verbracht oder mit meinem doch recht coolen host-brother. Wir sind recht häufig ins Kino gegangen, zu Veranstaltungen, natürlich zu ner Menge NFL, NBA, MLB und MLS Spielen oder einfach irgendwo hin um halt nich zu Hause rumzuhängen.

 

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