1. State High Schools USA

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Vorname:
Leonie
Alter:
16
aus:
Lüneburg
2011 für ein Semester in Washington, USA
Schultyp:
Staatliche Schule

Hier der Bericht von Leonie:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Der größte Unterschied ist wohl das Schulsystem. In den USA hatte ich jeden Tag die gleichen Kurse. Teilweise gab es auch Fächer wie z.B. Drama oder Yearbook, die in Deutschland gar nicht angeboten werden. Außerdem ist das Verhältnis zu den Lehrern ein völlig anderes.

Ein anderer Unterschied ist die Mobilität. In den USA war ich immer darauf angewiesen, dass mich jemand mit dem Auto von A nach B fährt. Meine Freunde dort hatten fast alle schon ihren Führerschein, da man den in den USA schon mit 16 machen kann. In Deutschland kann ich überall mit dem Bus oder Zug hinkommen, in großen Städten auch mit U- und S-Bahn.

Außerdem sind die Menschen in den USA auf jeden Fall anders als hier. Pauschal lässt sich das nicht sagen, aber viele sind sehr konservativ und engstirnig, aber auch viel offener. Leider sind einige auch sehr oberflächlich.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An meine Gastfamilie. Ich hatte das Glück, eine unglaublich nette Familie zu haben, bei der ich mich sofort zu Hause gefühlt habe.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Die netten Leute, die ich kennen gelernt habe! Sowohl meine Gastfamilie als auch Freunde und Lehrer. Auch die Schule hat mir dort sehr gut gefallen, auch wenn ich dort weniger gelernt habe als hier. Aber ich war ja auch nicht in den USA um zu lernen, sondern um Erfahrungen zu sammeln.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Bei uns hat die Schule um 8:50h begonnen. Ich war normalerweise schon etwas früher da und hatte Zeit, mit Leuten zu reden oder zu frühstücken (es gab bei uns an der Schule ein Frühstücksangebot). Danach hatte ich zwei Stunden Unterricht und dann Focus, das nur eine halbe Stunde lang geht. In dieser Zeit ist man zwar unter Beaufsichtigung durch einen Lehrer in einem bestimmten Raum und macht Hausaufgaben oder unterhält sich, man kann aber auch in die Bücherei gehen oder mit anderen Lehrern reden, wenn es etwas Wichtiges gibt. Danach hatte ich noch eine Stunde Unterricht, dann Mittagessen und dann noch zwei Stunden Unterricht. Danach fuhren die Busse wieder nach Hause. Training für Sportteams fand direkt nach der 7. Stunde statt.

Leute kennenzulernen war recht einfach, weil alle neugierig waren und die Amerikaner auch allgemein offener sind. Trotzdem war ich am Anfang froh, dass auch noch andere neue Austauschschüler da waren. Mit denen habe ich viel gemacht, weil sie ebenfalls noch niemanden kannten. Viele Leute haben wir dann zusammen kennengelernt. Aber auch bei den Footballspielen konnte man viele Leute treffen - da war immer fast die ganze Schule anwesend.

Trotzdem ist es schwer, richtige Freunde zu finden. Die Amerikaner sind oberflächlicher und lassen sich außerdem kaum noch auf richtige Freundschaften ein, weil die Austauschschüler immer nur so kurz da sind. Ich habe aber gehört, dass es leichter ist, richtige Freunde zu finden, je länger man da ist.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Man muss selbstständiger sein. In meiner Gastfamilie habe ich immer hinter mir aufgeräumt, meine Wäsche selber gemacht, Ordnung gehalten, ohne aufgefordert zu werden. Probleme habe ich zuerst selbst zu lösen versucht, bevor ich meine Gastfamilie um Hilfe gebeten habe. Das ist auf jeden Fall anders als zu Hause.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Mit Freunden oder meiner Gastfamilie, aber auch mit Hausaufgaben. Die habe ich in den USA nämlich deutlich gewissenhafter gemacht, weil ich einen guten Eindruck hinterlassen wollte. Außerdem habe ich viel Zeit zum Beispiel bei Footballspielen verbracht oder zu Hause mit meiner Familie. Ich habe mit meinen kleinen Geschwistern gespielt, mit meinen Gasteltern zusammen gekocht, etc.

 

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