High School Chile

Fragen? Kommentare?

FAQ zum Austauschjahr in Chile

Auslandjahr in Lateinamerika

Angelika, deine Ansprechpartnerin vor Ort, wenn du dein Auslandsjahr in Chile machst. Ursprünglich aus Deutschland, lebt sie seit langem in Santiago de Chile und leitet eine erfolgreiche Tourismusfirma. Sie koordiniert auch die Platzierung von Austauschschülern an den Schulen in Chile.

Welche Fächer belegen Austauschschüler an einer chilenischen Schule?

Die Fächerwahl hängt ein bisschen von der Schule und dem gewählten Zweig ab. Prinzipiell werden in Chile aber die gleichen Fächerwie in Deutschland unterrichtet, jedoch mit anderen Schwerpunkten. So gehören Fächer wie Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Sport, Sprachen, Geschichte, Religion/Ethik, Erdkunde, etc. genauso zum Stundenplan wie in Deutschland.

Wie sucht ihr die Gastfamilien für Austauschschüler aus?

Durch unsere über 10-jährige Tätigkeit im Bereich von Auslandsaufenthalten für Ausländer in Chile haben wir ein sehr großes Netzwerk an Kontakten zur chilenischen Bevölkerung, die an dem Austausch mit anderen Nationen sehr interessiert ist. Finden wir in diesem Netzwerk keine passende Familie für unsere Austauschschüler, klappern wir Freunde, Bekannte und Vertrauenspersonen ab, denn uns ist wichtig, dass die Teilnehmer bei Familien mit guten Referenzen unterkommen. Jede Familie wird anschließend persönlich interviewt und genau über das High School Programm und dessen Inhalte informiert.

Können und dürfen Austauschschüler auch reisen in Chile?

Wir organisieren in unregelmäßigen Abständen Gruppenreisen für Austauschschüler, bei einer sehr geringen Teilnehmerzahl allerdings können wir sie nicht garantieren. Die Möglichkeit, Reisen durch Chile zu machen, hängt auch davon ab, wie lange der Teilnehmer insgesamt in Chile bleibt.

Unabhängig davon darf natürlich jeder Teilnehmer eigene Reisepläne schmieden, in Begleitung einer volljährigen Beaufsichtigungsperson und das Einverständnis der leiblichen Eltern vorausgesetzt.

Kommen Austauschschüler mit der Sprache zurecht?

Die Chilenen sprechen prinzipiell sehr schnell und leider oftmals auch etwas undeutlich. Wie stark ausgeprägt sie den chilenischen Akzent sprechen, hängt mitunter sehr von der Gesellschaftsschicht ab. Generell unterscheidet sich das in Lateinamerika verwendete Spanisch vom Spanisch, das in Spanien gesprochen wird. Nach oftmals etwas holprigen ersten Tagen finden sich die Teilnehmer aber immer sehr schnell mit dem chilenischen Spanisch zurecht.

Wichtig ist hierbei vor allem, dass sie das Handtuch nicht schmeißen und jede Gelegenheit ausnutzen, auch tatsächlich Spanisch zu sprechen und keine Scheu zeigen. Eine volle Eingliederung in das Familien- und Schulleben und das alltägliche Anwenden der neuen Sprache sind die beste Voraussetzung, auch sprachlich das Meiste aus einem Auslandsjahr in Chile rauszuholen!

Ist ein Aufenthalt in Chile ein richtiger Kulturschock?

Nein, ich würde nicht behaupten, dass Chile einen richtigen Kulturschock verursacht. Allerdings gibt es sehr viele Kleinigkeiten, die einem jeden Tag vor Augen führen, dass dies nicht Deutschland ist, sondern Chile in Lateinamerika.

Die Chilenen haben ganz bestimmt ein anderes Zeitverständnis als wir, man wird gerne ewig lange hingehalten, als gleich ein „nein“ zu hören. Die Chilenen sind auch weitaus informeller und unverbindlicher als „wir Deutschen“. Kleine oder große Versprechen werden oftmals nicht eingehalten oder nur nach dem x-ten Male nachhaken.

Meiner Meinung nach kommt man mit all diesen Dingen aber wunderbar zurecht, wenn man sich darauf einstellt, nichts persönlich nimmt und dem Ganzen einfach absolut tolerant und aufgeschlossen gegenüber steht.

Wie schnell leben sich Austauschschüler erfahrungsgemäß ein?

Bei jedem Teilnehmer verläuft der Prozess des Einlebens anders. Während sich viele schon wenige Stunden nach der Ankunft von all den neuen Eindrücken im positiven Sinne überwältigt fühlen, dauert es bei anderen ein paar Tage,  bis sie richtig „ankommen“.

Diese Übergangsphase ist in meinen Augen jedoch absolut nichts Negatives, sondern vielmehr eine Anpassungsphase, in der man sich an das neue Leben gewöhnt, die andere Kultur kennen lernt, Vergleiche zwischen seinem Leben daheim und dem neuen Leben in Chile zieht und sich bereit macht, sich auf die „Abenteuer“ im fremden Land einzulassen.

Wie schnell sich ein Teilnehmer einlebt, hängt sehr stark von der Persönlichkeit eines jeden Teilnehmers ab. Ganz klar sind Offenheit, Toleranz, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit Eigenschaften, die einem bei einem Auslandsaufenthalt sehr zu Gute kommen.

Hast du ein Buchtipp für die Vorbereitung?

Es gibt ein super Buch (meine persönliche Meinung), das auch sehr witzig geschrieben ist, allerdings in Englisch. Es heißt „How to survive the Chilean Jungle“, wo ein „Gringo“ eben genau erzählt, wie es ihm hier ergangen ist und mit welchen Hürden er zu kämpfen hatte.

Druckversion dieser Seite