Kanada: High School staatlich

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Vorname:
Candice
Alter:
16
aus:
München
war:
2017 für ein Semester in Saanich, BC Vancouver Island, Kanada
Schultyp:
Staatliche Schule
Schule:
Claremont Secondary School
Kontakt:
candice.otter@gmx.de

Hier der Bericht von Candice:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Gastland und Heimatland?

Ein ziemlich großer Unterschied war für mich das Schulsystem! Wir hatten nur 4 Fächer und das jeden Tag. Es hatte auf jedenfall Vorteile, da man sich nicht auf so viele Fächer gleichzeitig konzentrieren musste und sich intensiver vorbereiten konnte. Nachteile gab es auch denn auf Dauer wäre das sicher langweilig jeden Tag die selben Themen zu haben. Auch die Fächerwahl war vielfältiger und es gab Fächer wie kochen, outdoor education, nähen, usw. Die Klassenräume sind auch gleichzeitig Büros der Lehrer und somit sehr liebevoll mit privaten Dingen gestaltet, wie z.B. Fotos, Flaggen,...

Allgemein kam es mir so vor als ob das Lehrer-Schülerverhältnis familiärer und intensiver war und auch die Schüler untereinander sich so akzeptiert und respektiert haben wie sie sind und niemand ausgeschlossen wurde. Das hat mir sehr gut gefallen! 

Außerdem sind die Kanadier sehr sehr freundlich und hilfsbereit. Beispielsweise bedankt sich jeder beim Busfahrer wenn er aus dem Bus aussteigt. Ich habe das in Deutschland noch nie gesehen und mir hat diese Lebensmentalität imponiert. 

In Victoria und Umgebung gab es auch eine viel größere multikulturelle Bevölkerung, d.h. es gab z.B. viele Asiaten, Latinos, usw die auch in ihren eigenen Bezirken in der Stadt gewohnt haben. Von daher gab es ein sehr schönes China Town mit vielen leckeren Restaurants und kleinen Märkten mit asiatischen Spezialitäten und Traditionen.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Ich denke auf jedenfall an alle Erfahrungen die ich machen durfte und die Menschen die ich dort kennengelernt habe. Die Freundschaften entwickeln sich während dem Auslandsaufenthalt sehr, man wächst zusammen und wir wie zu einer Familie. Ich denke noch sehr gerne an alle Erlebnisse aus dem letzten halben Jahr zurück.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Mir hat besonders gut die Offenheit der Menschen gefallen und das ist anfangs auch noch sehr hilfreich um schnell Freundschaften schließen zu können. Manchmal muss man auch etwas auf die Kanadier zugehen aber im Grunde interessieren sie sich für uns Internationals. Die Landschaft ist auch wunderschön dort! In Saanich gab es eine perfekte Mischung aus Natur und Stadtatmophäre. Ich habe nicht weit entfernt von einem Strand, Wald und See gelebt aber es gab auch hübsche Plazas mit Cafés, kleinen Shops, Grocery Stores, usw.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein typischer Schultag beginnt wie in Deutschland mit aufstehen, fertig machen, frühstücken und lunch packen. Allerdings begann bei mir die Schule erst um 9 Uhr was den Morgen auf jedenfall stressfreier gemacht hat. 

Ich musste gegen 8:15 Uhr aus dem Haus und zu meiner Bushaltestelle knapp 5 Minuten laufen. Mit dem Bus war ich gegen 8:30 Uhr in der Schule und der erste Gang war erstmal zu den Lockern in denen wir erstmal sämtliche Arbeitsbücher oder Sporttaschen verstaut haben und anschließend gings dann in die Student Lounge zu den Freunden bis der Unterricht beginnt. 

Eine Schulstunde dauerte etwa 80 min und dann hatte man 5 Minuten Zeit um noch paar Sachen aus dem Locker zu holen oder gleich ins nächste Klassenzimmer zu gehen. Meine Schule hat täglich um 15:30 Uhr geendet bis auf Mittwoch und Freitag. Da hatten wir Kurzstunden und Schulschluss war schon um 14:50 Uhr. 

Wie schon gesagt ist es nicht schwer Bekanntschaften zu machen, da die Kanadier sehr offen sind und sich auch für uns interessiert haben. Außerdem wird man in den Klassen untereinander gemischt sodass man auf jedenfall mit Kanadiern in Kontakt kommt.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Es kommt immer ganz drauf an wie die Gastfamilie eingestellt ist aber anders war auf jedenfall dass wir nur Dinner als gemeinsame Essenszeit hatten und tagsüber jeder einfach aus dem Kühlschrank genommen hat was er wollte. Der Kühlschrank war nie leer!

Natürlich wird man viel reifer denn es muss alles selbstständig gemacht werden, wie z.B. Wäsche waschen, Zimmer putzen usw.

Sonst gab es eigentlich keine großen Unterschiede, denn meine Gastfamilie hat alles getan damit ich mich wie zu Hause fühle.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Meine Freizeit habe ich eigentlich immer mit meinen Freunden verbracht und wir haben was zusammen unternommen und die Gegend erkundet. Anfangs waren wir nur eine deutsche Gruppe aber nach ein paar Wochen kamen auch noch andere Internationals und Kanadier dazu! Das Frühjahr 2017 war außergewöhnlich verregnet, sodass wir im ersten Term eher in Victoria und Umgebung unterwegs waren und erst ab Mai/Juni die Nachmittage an den Stränden genießen konnten.

 

 

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