Kanada: High School staatlich

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Vorname:
Linda
Alter:
17
aus:
Berlin
war:
2007 für ein Semester in Victoria, Vancouver Island, Kanada
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Claremont Secondary School
Kontakt:
linda@poeschel.de

Hier der Bericht von Linda:

Natürlich stellt man sich vor seiner Abreise ins Ausland die Frage wie wird es sein? Wie ist das Leben dort und wie werde ich alleine ohne Familie und Freunde zurecht kommen? Auch ich habe mir diese Fragen gestellt und mich manchmal gefragt, ob ich das alles “packe“, so ganz alleine von zuhause weg. Doch nun, rückblickend auf meine 5 Monate, die ich in Kanada verbracht habe, muss ich sagen, dass es die beste Erfahrung ist, die ich je gemacht habe. Ich habe Eindrücke gesammelt und so viele tolle Sachen erlebt, die ich, wenn ich hier in Berlin geblieben wäre niemals erlebt hätte und welche mir auch niemand mehr nehmen kann. In einem anderen Land zu leben war für mich fast so wie ein anderes Leben zu leben. Andere Leute, andere Landschaft, anderer Tagesablauf, anderes Schulsystem, andere Kultur etc.

 

Die Schule hatte dort im Vergleich zu hier eine Stunde später angefangen und man hatte nur 4 Kurse, die man selber wählen konnte. Diese gingen dann 80 Minuten lang und nach den ersten 2 Blöcken gab es dann Lunch für 45 Minuten. Die Dauer der Stunden ist zwar eine Umgewöhnung, jedoch kommt der gesamte Schultag einem dann viel kürzer vor. Auch das Schulgelände mit einem Footballfeld, 2 Fußballfeldern und 2 Tennisplätzen war um einiges größer als man es in Berlin gewöhnt ist.

Nach der Schule bin ich dann jeden Tag direkt mit dem Bus zur Schwimmhalle gefahren, da ich in meiner Freizeit 6 mal die Woche Schwimmen als Leistungssport betreibe. Die Partnerorganisation vom Saanich School District dort in Victoria hatte mir einen Verein herausgesucht, mit dem ich trainieren konnte und der in einer Halle trainierte, die nur 10 Minuten Fußweg von meinem Zuhause entfernt war. Dort habe ich auch die meisten Freundschaften geschlossen. Ich habe viel Zeit mit meiner Schwimmgruppe verbracht und wir waren sogar zusammen auf einem Wettkampf in den USA, was mit Sicherheit eines meiner tollsten Erlebnisse des Austausches war. Ich hatte in Kanada die Gelegenheit besser zu trainieren als hier in Berlin, da ich mit der Nationalgruppe trainiert habe, die einen viel höheren Standard als meine Gruppe hier hat. Natürlich gab es dann auch die eine oder andere Party, auf der ich dann mit Freunden vom Schwimmen war.

 

Auch mit meiner Gastfamilie hatte ich großes Glück. Ich hatte 2 Geschwister ( 14 Monate und 6 Jahre) und meine Gasteltern waren so Mitte 30. Mit meiner Gastmutter hatte ich allerdings mehr zu tun als mit meinem Gastvater. Wir sind zusammen shoppen gegangen, haben einen Ausflug nach Vancouver gemacht oder sind whale watching gefahren. Sie hat wirklich einen großen Teil dazu beigetragen, dass dieser Austausch für mich ein tolles Erlebnis wurde! Ansonsten gab es noch eine Umstellung der Essenszeit. Anstelle von einem richtigen Mittagessen so wie hier gibt es dort nur einen kleinen Lunch und die Hauptmahlzeit abends. Aber man gewöhnt sich an alles!

Auf jeden Fall verlief mein Leben mit meiner Gastfamilie sehr harmonisch, sodass ich nicht mal Heimweh an Weihnachten bekommen habe. Auch ein Highlight, das ich meiner Gastfamilie zu verdanken habe, war unser Trip nach Tofino, wo ich das erste mal gesurft bin. It was just amazing!

 

Im Nachhinein kann ich jedem nur empfehlen einen Austausch zu machen! Man sieht Sachen, die man sonst nicht gesehen hätte und kriegt für manche Dinge einen anderen Blick. Man lernt einfach eine neue Lebensweise kennen und sieht dadurch auch Unterschiede zur Heimatstadt. Was ich zum Beispiel auch in Kanada viel besser fand, waren die Lehrer. Das Durchschnittsalter lag bei 35 Jahren und sie waren richtig mit Enthusiasmus dabei. Man hat gemerkt, die haben Spaß an ihrem Beruf. Auch generell die ganze Schulatmosphäre, ebenso unter den Schülern hat einen richtigen Zusammenhalt spüren lassen.

 

Bleibt nur noch zu sagen: Auslandsaufenthalt, go for it!

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