Kanada: High School staatlich

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Vorname:
Karlotta
Alter:
16
aus:
Berlin
war:
2008 für ein Schuljahr in St.Albert, Alberta, Kanada
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Paul-Kane High school
Kontakt:
lottipferd@hotmail.de
Homepage:
www.LottiinKanada.piczo.com

Hier der Bericht von Karlotta:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Kanada ist ein sehr freundliches Land!!! Es hat mich sehr beeindruckt, wie hoeflich und herzlich ich von allen Menschen aufgenommen wurde. Man kennt es ja von Deutschland, dass einige Menschen sehr unhoeflich sein koennen, das ist mir hier aber ueberhaupt nicht aufgefallen.

Auch die Offenheit vieler Leute hier ist sehr beeindruckend. Ich hatte von Anfang an das Gefuehl wirklich zu meinem schnellgewonnenen Freundeskreis dazuzugehoeren.

Einen grossen Unterschied macht auch das Schulsystem aus. Es unterscheidet sich sehr von dem Deutschen.

Man kann zum Beispiel seine Kurse waehlen, hat die Moeglichkeit sich auf besondere Faecher (Drama, Kunst etc...) zu spezialisieren und hat auch nur 4 Kurse pro Semester. Das ist zwar etwas schade, da das Kursangebot sehr gross ist, aber es laest sich auch damit leben.

Auch die schulischen Aktivitaten sind sehr ausgewogen. Ich habe Dinge ausprobiert, die ich vorher nie gemacht haette (Camping, Rugby (zwar nur einen Nachmittag, aber ich habe es ausprobiert(:..) etc...)

Ein beeindruckendes Erlebnis fuer mich war auch der kanadische Winter, fuer welchen man wirklich vorbereitet sein muss (WARME SACHEN, zumindest fuer Alberta...). Die Temperaturen sind schon manchmal bis zu -45 Grad runter gegangen, was dann schon nicht so angenehm ist. Beziehungsweise man verliert jegliches Gefuehl in allen Koerperregionen, die nicht mit diversen schichten von waermenden Materialien bezogen sind. Es war wirklich sehr, sehr kalt....Aber auch damit laesst sich leben.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Manchmal spiele ich in meinem Kopf alles ab, was ich auf meiner Reise erlebt habe.

Zum Beispiel die Ankunft in Kanada, meine erste Schulwoche, die erste Einladung zu einer Party.

Alles Dinge, die mir irgendwie gesagt haben, dass ich es einen Schritt weiter geschafft habe.

Am Anfang war es schon sehr seltsam so viele Kilometer von meiner Familie, meinen Freunden in Deutschland entfernt zu sein. Deshalb war es fuer mich sehr wichtig mich so schnell wie moeglich hier zuhause zu fuehlen.

Aber eigentlich denke ich an alle schoenen Dinge, die ich erlebt habe. Es war /ist einfach toll!!!

Was hat dir besonders gut gefallen?

Der lange, wenn auch kalte Winter, in dem man viele tolle Dinge, wie Skifahren, Snowboarden und Schlitten fahren anstellen konnte. Wir hatten so viel Schnee (Oktober bis April), der auch wirklich gute Qualitaet hatte.

Viel Spass hatte ich auch an den verschiedensten Sportarten, die ich ausprobiert habe (CrossCountry Running, Leichtathletik...)

Auch die vielen anderen Austauschschueler aus anderen Laendern, die ich hier kennengelernt habe. Ich fand es einfach toll mit Menschen aus anderen Kulturen befreundet zu sein .

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Die Schule in Kanada beginnt um 8 Uhr. Es gibt 5 Klassen von je 67 Minuten, die hier "Blocks" genannt werden. Zwischen Block 3 und 4 gibt es eine 45 Minuten lange Lunchpause, in der man in der Cafeteria sitzt, mit Freunden quatscht, in der Schulbibliothek fuer die Kurse recherchiert, mit Lehrern ueber Probleme im Kurs redet oder in der Sporthalle Basketball, Fussball oder diverse andere Sportarten durchfuehrt.

Schule endet um 2.30 Uhr. Man faehrt mit dem Schulbus nach Hause oder benutzt sein eigenes Auto, denn viele kanadische Jugendliche haben schon ihren Fuehrerschein mit 16, was sehr sehr praktisch ist!!!

Fuer mich war es nicht so schwierig Freunde zu finden. Man hat viele nette Kursmitglieder, die auch sofort auf einen zukommen. Am Anfang kann es etwas schwierig sein, aber man hat sich schnell eingewoehnt und nach kurzer Zeit sehr viel Spass.

Viele Kanadier sind auch sehr an der deutschen Kultur interessiert, deshalb sollte man auf eventuelle Fragen vorbereitet sein.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich habe ein Jahr in einer Gastfamilie zugebracht. Beziehungsweise meine Gastfamilie nach 5 Monaten gewechselt.

Das Leben in einer anderen, fremden Familie bringt viele Veraenderungen mit sich.

Man lebt mit unbekannten Personen in einem Haus, muss vielleicht ein Badezimmer mit ihnen teilen...

Es ist schon sehr anders als zuhause.

Auch von moeglichen Gastgeschwistern kann schon mal Eifersucht kommen, denn auch fuer sie ist es schwer, sich mit jemand ganz neuem anzufreunden, die Eltern, das Haus, das Essen zu teilen.

Im Grossen und Ganzen aber ist es eine sehr gute Erfahrung, wenn man eine gute Familie abbekommen hat.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Ausserhalb der Schule habe ich mich viel mit Freunden getroffen, mit ihnen Kaffee getrunken, ich habe verschiedene Sportarten betrieben, habe in der Jazzband gespielt, oder ich war damit beschaeftigt fuer Tests zu lernen, wobei das nicht so haeufig vorkam.

Am Wochenende war ich manchmal einkaufen, auf Partys, im Kino oder habe einfach mit meiner netten Gastschwester Spass gehabt.

Im Winter war ich am Wochenende bei Rabbit Hill (einem Skiberg in Edmonton) Snowboarden und hatte auch so viel Spass.

 

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