Kanada: High School staatlich

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Vorname:
Marlene
Alter:
17
aus:
Berlin
war:
2009 für ein Trimester in Winnipeg, Manitoba, Kanada
Schultyp:
Staatliche Schule
Schule:
River East Collegiate
Kontakt:
sciu@chefmail.de

Hier der Bericht von Marlene:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Zuersteinmal war ich überrascht von den Leuten dort in Winnipeg. Die Freundlichkeit und die Vielfältigkeit. Eine wirklich multikulturelle Stadt. Statt Türken oder Ägyptern, wie es hier in Berlin üblich ist, hab ich dort viele Ukrainer und Indi getroffen. Es gab auch die "Ureinwohner", also Indianer, die man auch eindeutig identifizieren konnte.

Dann gab es noch einen deutlich Unterschied in der städtischen Bauweise. Statt hohen Gebäuden gab es eher flache Gebäude und viele Einfamilienhäuser. Im inneren Kern gab es natürlich auch einige Hochhäuser, doch die eigentliche Expansion geht eher in die Weite als in die Höhe, da die Kanadier ja auch mehr als genug Platz haben.

 

Der dritte, für mich sehr interessante Unterschied, war das Schulsystem und die Schule im Generellen. Sie war ganz anders strukturiert und auch der Verlauf des Unterrichts war ganz anders als hier in Deutschland.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An meine Gastfamilie und was für einen unglaublich tollen Aufenthalt ich hatte. Die ganze weite Landschaft und den vielen, vielen Schnee!!!!! Aber ich denke das ist ein Punkt, der jeder Austausschüler selber erleben muss, da helfen aus meiner Sicht selbst die Besten Erfahrungsberichte nicht. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte...

Was hat dir besonders gut gefallen?

Mein Gastfamilie und der Schnee. So viel Schnee hab ich echt noch nie erlebt und es war unglaublich toll!!! Ich habe sogar eine Bärenspur entdeckt und Rehe waren überall zu sehen!

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Die Schule fing um 8:23 Uhr an. Eine sehr merkwürdige Zeit und der Einstieg am Morgen began mit der Nationalhymne zu der wir aufstehen mussten. Keiner durfte auf den Fluren rumlaufen oder quatschen. Eine Schulestunde dauerte 65 Minuten, dafür war die Mittagspause aber eine volle Stunde lang. Gegen 15.15 war dann auch Schulschluss und wenn man keine schulischen Aktivitäten hatte konnte man auch gleich nach hause düsen.

Durch das Kurssystem und die vielen Ausstauschschüler auf meiner Schule waren die Kanadier nicht wirklich an uns "neuen" interessiert. Allerdings gab es immer die Möglichkeit bei Aktivitäten oder Gruppenarbeiten neue Kontakte zu Knüpfen und so konnte ich in meinen 3 Monaten auch ein paar Freunde dazugewinnen.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Meine Gastfamilie war wirklich super. Ich hatte einen 3 jährigen Gastbruder, der mir das Leben dort ganz schön versüßt, aber auch erschwert hat. Die Lebensart dort war einfach ganz anders. Es wurde viel mehr Wert auf Familie gelegt. Mindestens einmal in der Woche sind wir eine Stune weit rausgefahren um Oma, Opa, Tante, Onkel, Cosinen und Cousins zu treffen und bei denen das Wochenende zu verbringen. Die alle haben jeweils in einem Häuschen irgendwo im nirgendwo gewohnt, was sehr schön war, denn weit und breit war nichts zu sehen, außer Schnee und Wälder.

Natürlich musste ich auch im Haushalt mithelfen und Staubsaugen, Bäder putzen, wenn Besuch kam, oder beim Kochen helfen. So konnte ich viele neue Sachen lernen.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Meistens habe ich mit meinem Gastbruder gespielt oder bin shoppen gegangen. Shoppen ist da die Hauptbeschäftigung eines jeden Teenies. Ab und An hat mich mein Gastvater oder meine Gastmutter auch mit zum YMCA genommen, das ist ein Fitnessstudio. Zum Ende meines Aufenthaltes sind meine Gastcousine, die mich später dann als Schwester "asoptiert" hat (wir haben uns so super gut verstanden), oft zusammen shoppen gegangen, oder ins Kino.

Da sie auch sehr viel tanzt, hat mich ihr Teil der Familie auch mit zu Tanzwettbewerben mitgenommen, wo ich sie dann anfeuern konnte.

 

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