Kanada: High School staatlich

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Vorname:
Florian
Alter:
17
aus:
Eberswalde
war:
2010 für ein Semester in Edmonton, Alberta, Kanada
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Victoria School of Visual an Performing Arts
Kontakt:
florian.lemke@yahoo.de

Hier der Bericht von Florian:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Ein großer Unterschied zwischen Kanada und Deutschland waren eindeutig die Menschen. Egal wo ich war, im Wald, in der Stadt oder Daheim bei meiner Gastfamilie. Alle waren mir gegenüber nett, offen, hilfsbereit, und interessiert. Das machte das Leben dort natürlich viel einfacher als in Deutschland.

Auch das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern war mehr ein freundschaftliches Verhältnis in dem man jedoch den Respekt merkte.

Und der für mich wirklich ausschlaggebendste Unterschied war natürlich, dass man in Kanada nach seiner Meinung gefragt wurde und man sagen sollte, wie man über ein bestimmtes Thema denkt, denn niemand ist in Deutschland an einer anderen Meinung interessiert.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Ich denke an meine super nette Gastfamilie und die neuen Freunde die ich dort kennengelernt habe und mit denen ich auch weiterhin Kontakt habe.

Auch das Wetter in Edmonton werde ich nicht vergessen, denn so einen langen kalten Winter habe ich noch nie erlebt und auch Schneestürme auf dem Weg zur Schule werde ich vermissen.

 

Was hat dir besonders gut gefallen?

Ganz besonders hat mir das Verhältnis zwischen mir und meinen Gasteltern gefallen, denn ich hätte nie gedacht, dass ich so viel spass haben könnte währenddessen ich eine andere Sprache lerne.

 

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein typischer Schultag in Kanada hat immer gegen 8.20 Uhr begonnen. Jedoch ist meistens die hälfte der Klasse zu spät zum Unterricht eingetroffen und niemanden hat es wirklich interessiert ob man zu spät war. Dann hatte ich in der ersten Unterrichtsstunde Englisch mit einer sehr netten Lehrerin, die jeder Zeit geholfen hätte, wenn man Probleme hatte oder wenn eine der Aufgaben nicht richtig erledigt wurde. In dieser Unterrichtsstunde war auch noch ein weiteres deutsches Mädchen mit mir aber die Lehrerin hatte uns nicht zusammen sitzen lassen und das ist auch der absolut richtige Weg gewesen um mit anderen Tischnachbarn in Kontakt zu kommen. Als Junge war es sehr einfach Kontakte mit Mädchen zu knüpfen. Jedoch mit anderen Jungen war das ein sehr grosses Problem denn diese haben sich entweder nicht getraut mit einem Befreundet zu sein oder sie wollten es einfach nicht und nachdem ich das erkannte lies ich es dann auch dabei. An meinem Tisch waren nun also noch 2 weitere Kanadierinnen mit denen ich mich wirklich gut verstand und auch viel spass hatte.

In der darauf folgenden Stunde hatte ich dann Kunst in der man eigentlich überwiegend frei arbeiten durfte.

Nach den ersten 2 Stunden war dann Lunch und ich habe mich meistens mit dem anderem deutschen Mädchen getroffen. Häufig waren auch ein paar Kanadier mit dabei und dann wurde natürlich nur Englisch gesprochen. Meine nächste Stunde war dann AGA (Applied Graphic Arts). Dort wurde dann immer an Computern gearbeitet und natürlich war es die Unterrichtsstunde in der ich den meisten Spass hatte. Dort traf ich Jessica, Carissa und Katie die sehr an mir interessiert waren und mit denen ich so viel gelacht habe und falls ich mal schlechte Laune hatte oder traurig war dann war es in dieser Stunde alles verflogen und der Rest des Tages war ein einziger Spass. Meine letzte Stunde die um 15.05 Uhr endete war Social mit einer sehr netten Lehrerin die den Unterricht sehr interessant machte aber da ich in Deutschland natürlich im Stoff schon viel weiter war war der Unterricht zur Auffrischung vorhanden und natürlich wurden meine Kenntnisse zum Thema Nationalismus,Internationalismus und Patriotismus sehr erweitert denn dies waren die Schwerpunkte in meinem Kurs.

 

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Eigentlich war nicht viel anders in meiner Gastfamilie als zu Hause und das hat mir das Einleben dort sicherlich sehr erleichtert.

 

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Meine Freizeit habe ich eigentlich meistens allein organisiert und verbracht. Manchmal war ich mit meinem Gastvater auf dem Land schiessen oder wir sind raus auf den See zum segeln gefahren. Ich denke, dass ich auch alle Museen in Edmonton gesehen habe und ich war auch an allen Attraktionen. Manchmal hatte ich mich mit Schulfreunden getroffen und wir waren zusammen fotografieren oder einkaufen in der Mall. Als ich Ferien hatte, habe ich selbst einen kleinen Trip nach Vancouver organisiert, bei dem ich dann in einem Youth Hostel geschlafen habe. Ich war bei diesem Trip ganz allein und das hat mich zum Schluss so unheimlich Stolz gemacht denn ich habe alles allein geschafft in einem fremden Land, in einer fremden Stadt, mit einer fremden Sprache und das ist einfach ein unglaubliches Gefühl.

 

 

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