Kanada: High School staatlich

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Vorname:
Laura
Alter:
17
aus:
Berlin
war:
2010 für ein Schuljahr in Kelowna, BC, Kanada
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
George Elliot Secondary School
Kontakt:
Laura.Hinderks@gmx.de

Hier der Bericht von Laura:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Ganz klar: die Menschen, die Schule und die Landschaft!

Gleich bei der Ankunft waren alle sehr offen, hilfsbebereit, interessiert und freundlich. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt und wurde auch von allen aufgenommen. Die Leute sind immer bereit einem zu helfen und die "typische Berliner Schnauze" habe ich dort nie erlebt.

Schon am ersten Schultag wurde ich als ein Teil der Schule behandelt - man gehörte einfach dazu. Die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern ist viel offener und freundlicher und die Lehrer erzählen auch etwas aus ihrem privaten Leben, sodass man viel vertrauter miteinander umgeht.

Die Landschaft in Kanada ist einfach beeindruckend. Es ist ein riesiges Land und überall sieht es anders aus - mal bergig mit dichten Wäldern, dann eine größere Stadt und dann die "Wüste". In Kelowna hat man die Skiberge gleich vor der Haustür, aber auch downtown und die vielen Seen sind nur um die Ecke und wollen erkundet werden. Es wird also nie langweilig.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Meine Freunde und meine Gastfamilie. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell Freunde finden würde. Gleich an meinen ersten Schultagen haben mich meine "neuen" Freunde überall mit hingenommen und sich auch nach der Schule mit mir getroffen, um mir alles zu zeigen. Für sie selber war es ein Abenteuer jemandem Neues ihr altes zu Hause zu zeigen. Auch im meiner Gastfamilie habe ich mich gleich super wohl gefühlt. Im Grunde genommen war es auch nicht viel anders als zu Hause, was es leichter gemacht hat. Ich war dort einfach ein Teil der Familie, der seine Pflichten und seinen Freiraum hatte. Ich wurde behandelt, als würde ich schon seit Jahren bei ihnen leben.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Im Grunde genommen einfach alles!

Ganz besonders hat mir die Mentalität der Kanadier gefallen. Ich habe mich sehr wohl in Kanada gefühlt. Jeder war hilfsbereit und man konnte sich an alle wenden. Die Schüler nehmen einen gleich auf und kommen auf einen zu und stellen einem Fragen, woher man komme und wie es dort ist. Auch die Lehrer sind sehr interessiert wie das Leben hier drüben in Europa abläuft und sind offen, einem zu helfen. Meine Gastfamilie hat viel mit mir unternommen und auch all deren Freunde waren sehr interessiert mehr über mich und Europa zu erfahren. Insgesamt wird man einfach mit offenen Armen empfangen, was ein super Gefühl ist!

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Mein Schultag fing um 9 Uhr an und endete um 3:15 Uhr. An der George Elliot Secondary School hat man pro Halbjahr 4 Fächer. Das Fächerangebot ist sehr vielfältig. Auch Musikal, Chor und Sportkurse wie Skifahren werden ausserschulisch angeboten.

Während meines Aufenthalts hatte ich die Fächer math principles, art, social studies und english. Meine Kurse haben mir super gut gefallen.

In Mathe habe ich teilweise wiederholt, was ich schon in Deutschland gelernt habe, wodurch man von Anfang an gut mitarbeiten und mitkommen konnte im Unterricht. In Kunst haben wir viele verschiedene Projekte wie Modelbau, Arbeiten mit Ton, Portrait-Zeichnungen, Arbeiten mit Tinte, Malen mit spezieller Wasserfarbe und Malen auf Leinwänden. Die Schule hat alle Materialien gestiftet und die Räume waren einfach super ausgesattet. In social studies haben wir größtenteils die Geschichte Kanada's behandelt, wo wir mit der Zeit vor dem ersten Weltkrieg begannen und bis in die heutige Zeit arbeiteten. Wir behandelten auch politische Fragen, die Staatsform der USA und Krisenprobleme aus der heutigen Zeit. In english haben wir 2 Lektüren gelesen, viele Kurzgeschichten behandelt, Vokabeltraining gehabt, viele Filme geschaut und viel miteinander in offenen Kreisen geredet und diskutiert.

Die George Elliot Secondary School hat viele Laptops mit denen man jederzeit arbeiten konnte und die auch sehr viel im Unterricht benutzt wurden. In der Bücherei stehen einem auch immer Computer mit allem drum und dran zur Auswahl. Auch Fernseher sind in jedem Raum und auf den Fluren vorhanden.

Ich habe sofort überall Klassenkameraden/innen kennen gelernt, was den Eistieg sehr viel einfacher machte. Alle waren sehr nett und haben einem jederzeit geholfen bei Fragen. Die Schüler und Lehrer waren sehr interessiert wo ich herkomme und was dort alles anders ist.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich habe mich gleich sehr wohl bei meiner Gastfamilie gefühlt. Ich wurde nicht wie eine Austauschschülerin behandelt, die mit ihnen für ein paar Monate lebt, sondern so, als ob ich schon seit vielen Jahren bei ihnen wäre.

Ich habe bei einer Gastfamilie in der Nähe der Schule gewohnt. In meiner Gastfamilie lebten eine Oma, die Mutter, der Vater, 2 Kinder und zum Anfang auch noch der Onkel (er zog während meines Aufenthaltes aus) unter einem Dach.

Im Grunde genommen läuft es dort genau so ab, wie auch hier zu Hause. In meiner Gastfamilie hatte ich direkt keine Haushaltspflichten oder dergleichen, weil es dort mehr ein "geben und nehmen" war. Jeder half im Haushalt mit, was das Zusammenleben sehr locker gestaltete. Mit meiner Gastfamilie kam ich super klar. Wir haben viel unternommen und sind auch zusammen verreist. Meine Gastmama war home teacher, wodurch sie die meiste Zeit zu Hause war und ich immer jemanden hatte, mit dem man auch reden konnte. Meine kleinen Gastbrüder waren 9 und 5. Mit ihnen kam ich super zurecht und wir haben auch einiges zusammen gemacht. Meine Gastoma arbeitete noch und war somit nur teilweise zu Hause. Wenn sie dort war, hat sie was mit der ganzen Familie unternommen oder wir haben zu Hause etwas gemeinsam gemacht. Mein Gastpapa war viel unterwegs und arbeite viel am Computer, aber man konnte eigentlich auch immer mit ihm reden.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Meine außerschulische Zeit habe ich meist mit meinen Freundinnen verbracht. Oft entschieden wir spontan, ob wir nachmittags etwas zusammen unternehmen wollten. Manchmal fuhren wir auch nach downtown und haben dort unseren Nachmittag verbacht - dies haben wir aber nicht so oft unter der Woche gemacht, da der Bus ca. 1 Stunde von meiner Schule zur Mall brauchte, weil ich etwas außerhalb von Kelowna gewohnt habe. Oft sind wir dann zu einem von uns nach Hause gefahren. Viele meiner Freunde mussten den berühmten gelben Schulbus zur Schule nehmen, den ich dann immer mit ihnen zurück nach Hause nahm. Im Winter bin ich oft nach der Schule mit Freunden oder auch meiner Gastfamilie in eins der umliegenden Skigebiete gefahren zum Skifahren. Im Sommer sind wir alle dann an einen der Strände gefahren.

Die Wochenenden verbrachte ich auch mit Freunden und der Gastfamilie. Da meine Gastfamilie religiös war, sind wir oft sonntags in die Kirche gegangen und anschließend haben wir zusammen einen Ausflug unternommen. Die Kirchen sind allerdings sehr viel offener und fröhlicher als in Deutschland und es wird deutlich mehr gesungen.

 

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