Kanada: High School staatlich

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Vorname:
Felisa
Alter:
17
aus:
Hofheim am Taunus
war:
2011 für ein Semester in Winnipeg, Manitoba, Kanada
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
River East Collegiate
Kontakt:
fe.mesuere@yahoo.de

Hier der Bericht von Felisa:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Der erste große Unterschied, der mir einfällt, ist, wie groß alles dort war. Und nein, das ist kein Klischee. Ich werde nie meinen 2. Tag vergessen, an dem mich meine Gastmama einkaufen gefahren hat (groceries shopping). Ich als Deutsche, die nichts anderes gewöhnt ist, habe natürlich einen REWE oder Aldi erwartet. Aber was mich dort erwartete war größer als alles was sich mein Kopf vorstellen konnte - SUPERSTORE. Das war kein Supermarkt, das war ´ne halbe Mall auf einer Etage! Ich hab mich - na klar - gleich schön verlaufen und mir Gedanken darüber gemacht, ob ich meine Gastfamilie vielleicht gleich mal ausrufen lassen müsste. Aber nein, so schlimm ist es dann doch nicht gekommen.

Und sonst waren auch generell Lebensmittel in riesigen Packungen. Beispielsweise Peanutbutter, die in einem 2 kg Gefäß sitzt. Oder Milch, die man statt in 1 Liter-Gefäßen in 4-6 Liter-Gefäßen kauft. Anfangs war ich einfach völlig fasziniert. Mein Gastvater hat mich bestimmt schon als kompletten "weirdo" abgestempelt, als ich mal den Kühlschrank mit so einigen Gefäßen fotografiert habe.

Aber ein noch viel größerer Unterschied war das Klima. Ich fang mal mit dem schönen Teil an. Bis Mitte Oktober war wunderschönes Wetter. Der Herbst ist einfach ein absoluter Traum in Kanada. Ich bin dahingeschmolzen. Alle Blätter verfärben sich in den schönsten Rot- und Orangetönen und die Sonne scheint fast jeden Tag. No kidding, es waren bis 20°C und man konnte im T-Shirt draußen rumlaufen! Hinweis an alle: Nutzt die Zeit und das Wetter!!! Denn, kommt erst mal Halloween, ists vorbei mit dem Traum. Genau in der Woche vor dem 31. sind die Temperaturen krass gesunken. Wir befanden uns in einem Bereich von 3 bis max. 10°C. Und ein Tag nach Halloween gabs schon den ersten großen "snowblizzard". Da schneits dann einfach mal einen ganzen Tag durch, ohne Pause. Anfangs freust du dich auch total und kannst es gar nicht glauben. Über Nacht wird alles um dich herum weiß. Der Witz ist ja noch, dass alles genauso weiter geht. Niemand lässt sich stören von den Schneemassen. Die Busse fahren weiter (wenn auch verspätet), dem Verkehr merkt man nicht viel an und die Leute beschweren sich vielleicht ein wenig, aber sie meinen trotzdem die ganze Zeit "Now lets wait till the real cold comes". Was so viel heißt wie: "Genießt noch die warmen Temperaturen und freut euch!". Anfangs hab ich das nicht so wirklich geglaubt, aber nach einer Weile wurde auch mir bewusst, dass ich mich auf einiges einstellen muss. Deswegen an alle: Begeht nicht den Fehler zu glauben, dass der Winter noch weit entfernt ist und sich vielleicht so im Dezember langsam anschleicht! Er kommt plötzlich und unerwartet, weshalb man bis Anfang November seine komplette Ausrüstung gekauft haben sollte.

Ich will hier aber eigentlich niemandem Angst machen. Es war ein richtiges Abenteuer und ich bin richtig froh dort gewesen zu sein und mal richtige Kälte miterlebt zu haben!

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An meine Freunde und die Schule, die ich sehr sehr liebgewonnen habe. Vielleicht auch all das gute Essen, was es dort zu probieren gab. Ich denke an all die Dinge, die ich erlebt habe, von Ausflügen an den gefrorenen See bis zu Parties mit Freunden.

Ich merke jedes Mal, wenn ich zurückblicke, wie sehr ich mich innerlich verändert habe und wie reif ich geworden bin. Ich sag mir jedes Mal: "Du hättest es bereut, wenn du zu Hause geblieben wärst."

Was hat dir besonders gut gefallen?

Da gibt es soo soo viel. Mir hat fast alles besonders gut gefallen. Ich hatte einfach auch eine richtig gute Einstellung und hab mich sehr glücklich geschätzt dort sein zu können.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Der Schultag ist jeden Tag der gleiche. Am ersten Tag macht man seinen Stundenplan und versucht sich ein wenig in der Schule zurechtzufinden. Freunde findet man viel schneller als gedacht. Solange man offen ist und sich auch mal traut auf andere zu zugehen, dann macht man schnell viele Freunde, sowohl andere Internationals als auch Kanadier.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Du musst lernen mehr Dinge alleine zu machen und das Zusammenleben ist nochmal ganz anders. Man muss der Gastfamilie immer sagen wo man ist und im Haushalt mithelfen. Das mag sich jetzt anhören wie zu Hause, aber ich glaub man muss es erst selbst erleben, um richtig zu verstehen.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Manchmal hatte ich Chor oder Band nach der Schule. Wenn nicht, hab ich mit meinen Freunden Downtown erkundet, besonders Osborne Village. Sonst hab ich auch gern mal ab und zu einen Nachmittag zu Hause mit meinen Schwestern und Gastmutter verbracht.

 

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