Kanada: High School staatlich

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Vorname:
Carla
Alter:
16
aus:
Krefeld
war:
2011 für ein Semester in Mission, B.C., Kanada
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Mission Secondary School

Hier der Bericht von Carla:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Ein Punkt war auf jeden Fall das Essen.

Noch jetzt vermisse ich das leckere Steak vom Barbecue von meinem Gastvater! Und ja, die typischen Klischees haben sich in diesem Fall bewahrheitet. Pancakes, Erdnussbutter, Banana Bread, Brownies, Rips, Hot Wings, Toast und McDonalds-Besuche waren Alltag.

Noch nie habe ich Sprudelwasser, hartes Brot oder Weihnachtsplätzchen so doll vermisst.

Ein weiterer Unterschied zu Deutschland ist die Gelassenheit und die Freundlichkeit der Kanadier. Alle waren super nett und offen und haben sich wirklich für Deutschland und für Europa interessiert. Und ich konnte wenigstens ein paar Leute davon überzeugen, dass Deutsche nicht jeden Tag Dirndl und Lederhosen tragen, dass das Oktoberfest nicht Deutschlands Nationalfeiertag ist und dass es auch in Europa McDonalds gibt.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Mein Auslandsjahr und die damit verbundenen 5 Monate in einem fremden Land war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe und die bisher beste Zeit meines Lebens!

Ich habe zwei Heimaten, zwei Freundeskreise, zwei Familien und zwei Schulen!

Auch wenn das Auslandsjahr nicht immer einfach war, habe ich es gemeistert und habe viele neue Erfahrungen gemacht, die mir niemand mehr nehmen kann.

Ich denke an das morgentliche peanutbutter-bread, an den Schulweg mit dem wunderschönen Blick über die Berge, den Fraser River und die glasklaren Bäche, an die entspannten Lehrer, an die Freunde und an die Vancouver Trips mit ihnen.

Ich denke an meine wunderbare Gastfamilie, die Hockey Spiele und die Trips nach Kelowna, White Rock oder zum Shoppen in die USA.

Ich denke an die wunderbare und aufregende Zeit in Kanada, die ich nie vergessen werde!

Was hat dir besonders gut gefallen?

Besonders gut hat mir die Nähe zur Natur und gleichzeitig auch zur Großstadt Vancouver gefallen. Ich konnte innerhalb einer Stunde mit dem Zug nach Vancouver fahren und das Großstadtflair genießen. Aber ich konnte auch innerhalb einer Stunde im Hemlock Resort Ski fahren, in Harrison wandern oder in die USA zum Shopping fahren.

Mission ist vielfältig und wenn die Gastfamilie einem die Möglichkeit dazu gibt, dann sollte man so viel wie möglich ausprobieren und mitmachen!

Ich war z.B. im Outdoor Activity Club der Schule und bin im Januar jede Woche Skifahren gewesen, was unheimlich viel Spaß gemacht hat!

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

An der Mission Secondary School fing die Schule um 9 Uhr an und endete um 15 Uhr. Ich ging zu Fuß zur Schule, da mein Schulweg nicht lang war, allerdings brauchte ich auf dem Hinweg etwa 10 Minuten und auf dem Rückweg etwa 20, weil der Weg doch recht steil war.

Um 9 Uhr klingelte es und die ersten 2 Stunden à 90 Minuten begannen. Danach folgte die Mittagspause und ich ging meist mit Freunden in die Cafeteria. Nach der Mittagspause hatte ich dann 2 weitere Stunden und der Schultag endete um 15 Uhr.

Nach der Schule konnte man noch Clubs beitreten oder man traf sich mit Freunden im Leisure Center zum Eislaufen, Schwimmen oder Jazz-Dance.

Da sehr viele Deutsche an meiner Schule waren, war es zu Beginn schwer Freunde zu finden. "Die Deutschen" gruppierten sich und man hatte kaum Anschluss an die Kanadier.

Allerdings fand man leicht Anschluss, wenn man sich nicht mit "den Deutschen" zusammensetzte und sich lieber mit Klassenkameraden verabredete oder in Clubs ging.

Besonders eine Teilnahme an Clubs, Sport-Teams oder Schulveranstaltungen machte es einfach Freunde zu finden.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich hatte nicht nur eine, auch nicht zwei, sondern drei Gastfamilien!

In dem Fall hätte es schon etwas einfacher laufen können, aber im Nachhinein bin auch damit zufrieden.

Ich hatte eben den Einblick in drei kanadische Famillien und kann daher sagen, dass es nicht DIE typische kanadische Familie gibt.

Meine letzte Gastfamilie kam aber schon ganz nah dran! Es gab Pancakes zum Früshtück, wir fieberten beim Hockey mit, gingen am Wochenede wandern oder machten Ausflüge zu Freunden.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Ich habe mich oft mit Freunden getroffen, bin mit ihnen shoppen gewesen oder habe Ausflüge mit meiner Gastfamilie gemacht. Besonders die Vancouver-Trips werde ich nicht vergessen und die haben mir viel Spaß gemacht. Denn ab und an wurde Mission doch etwas klein und da war die Großstadt Vancouver mit ihren Parks, Hochhäusern, den Bergen und dem Pazifik die optimale Ergänzung!

An manchen Wochenenden schlief ich aus und verbrachte den Tag mit Gesellschaftsspielen, Schulprojekten oder DVD-Nächten.

 

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