Kanada: High School staatlich

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Vorname:
Daniel
Alter:
16
aus:
Bamberg
war:
2013 für ein Semester in Nanaimo, British Columbia, Kanada
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Dover Bay Secondary

Hier der Bericht von Daniel:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Die Kanadier wirken insgesamt viel entspannter und freundlicher als die Menschen in Deutschland, auch im Straßenverkehr sind sie sehr zuvorkommend. Allerdings benutzen sie auch sehr oft das Auto, weil die Entfernungen größer sind.

Manche Jugendliche ab 16 fahren auch selbst mit dem Auto zur Schule, da man die Fahrerlaubnis dort mit 16 beantragen kann.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

...an all den Sport, den ich dort in der Schule machen konnte und den starken Zusammenhalt in den Schulmannschaften: wir haben alles gegeben, um zu gewinnen!

An die vielen Freunde, von denen ich mich verabschieden musste, und die ich nach dem Abi wieder besuchen möchte. Einige werde ich schon vorher treffen!

Dass diese Zeit in meinem Leben sehr wichtig für mich war, auch wenn es Situationen gab, die nicht so leicht waren!

Dass ich so eine Erfahrung jedem empfehlen kann, weil es den eigenen Horzont erweitert.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Der Zusammenhalt beim Sport, meine Selbstständigkeit, die Schule, in der die Lehrer sich viel mehr Mühe geben um die Schüler zu fördern, und dass man die Fächer mehr nach den eigenen Stärken und Interessen wählen kann (ich hatte mir z.B. 'Food and Nutrition' ausgesucht, da haben wir auch gekocht! Dieses Fach gibt es bei uns gar nicht!)

Gefallen hat mir, dass mein Englisch immer besser wurde.

Und natürlich ist die Natur auf Vancouver Island schon beeindruckend.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

An einem typischen Schultag bin ich nach dem Frühstück 20 Minuten in die Schule gelaufen, an manchen Tagen konnte mich auch meine Gastmutter mitnehmen. In der Schule hatten wir zwei Fächer am Vormittag, dann Lunchbreak und noch einmal zwei Fächer am Nachmittag. Zweimal in der Woche hatte ich nach dem Unterricht in der Schule noch Basketballtraining (und einmal pro Woche auch vor dem Unterricht). Danach konnte ich meist mit jemandem nach Hause fahren.

Es war leicht, Freunde zu finden. Einmal sind da die anderen 'Internationals', die man gleich am Anfang kennenlernt und mit denen man sich täglich in der Schule austauschen und treffen kann. Um Kontakt zu den kanadischen Mitschülern zu bekommen, sollte man mit ihnen Sport machen. Da ich von Anfang an viel Sport gemacht habe (zuerst Soccer und ab November Basketball in den Schulmannschaften) habe ich auch wirklich gute kanadische Freunde gefunden.

Schade war, dass sich manche Gastschüler vorwiegend mit anderen Gastschülern befreundet haben und dadurch weniger mit kanadischen Jugendlichen zu tun hatten.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich hatte mehr Aufgaben, was mich selbstständiger werden ließ: ich musste beispielsweise meine Wäsche selbst waschen, teilweise auch mein Essen selbst zubereiten, wenn keiner da war (am Liebsten machte ich mir Pancakes mit Ahornsirup!). Das wurde mir aber alles genau gezeigt und erklärt.

Andererseits wird auf Jugendliche in Kanada viel mehr aufgepasst, was weggehen und Freunde treffen betrifft. Es ist nicht selbstverständlich, Freunde einfach mit nach Hause zu bringen: man muss vorher fragen, und man soll sich mit ihnen nicht im Zimmer aufhalten. Das war anfangs ungewohnt für mich.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Wir haben uns getroffen, Sport gemacht oder sind in die Mall gegangen. Einige Ausflüge mit den anderen Gastschülern waren auch dabei (nach Vancouver...), wir haben auch gefeiert, z.B. an Halloween oder unsere Sport-Siege: mit Soccer, als wir 'Island Champions' wurden.

Es drehte sich bei mir auch außerhalb der Schule viel um gemeinsames Basketballspielen, da man die Hallen jederzeit nutzen konnte. Das war richtig gut!

 

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