Staatliche Schulen

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Vorname:
Fabian
Alter:
16
aus:
Hilden
war:
2007 für ein Semester in Brisbane, Queensland, Australien
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
The Gap State High School
Kontakt:
fabsenkopf@web.de

Hier der Bericht von Fabian:

Es ist schon ein komisches Gefühl, jetzt hier zu sitzen und einen Erfahrungsbericht zu schreiben und dabei diese 6 Monate, die mein Leben verändert haben, noch einmal zu erleben, denn vor nicht allzu langer Zeit stand ich selber vor der Entscheidung: Soll ich es machen oder nicht?

Ein Traum sollte wahr werden. Am Anfang wurden die Monate gezählt, dann die Wochen, dann die Tage, dann die Stunden und dann war es endlich soweit. Ich war ziemlich nervös, aber andererseits freute ich mich auch schon riesig darauf, was noch kommen sollte, aber irgendwelche konkreten Vorstellungen, was da wohl auf mich zukommen würde, waren fast unmöglich, da einfach Australien als Land mir so unbekannt war und soweit weg ist…

Als ich dann, nach einem unendlich lang wirkenden Flug mit einem 14-stündigen Aufenthalt am Flughafen von Singapur, endlich ankam und aus dem Flughafengebäude hinausging, war das Gefühl schwer zu beschreiben. Ich schritt in eine neue, mir noch vollkommen unbekannte Welt. Aber ich fühlte sofort, dass es eine unvergessliche Zeit werden würde.

Meine sehr nette Koordinatorin, die nicht nur mein Bestes, sondern auch das der anderen Austauschschülern an der Gap State High wollte, die ich an dieser Stelle als beste Schule der südlichen Hemisphäre ausmachen will, brachte mich also in meine neue Familie. Nach einer kurzen, improvisierten Stadtrundfahrt mit einem Stop am sog. Kangaroopoint, von dem man auf die Universitätsinsel blicken kann, ging es zu meinem neuen Zuhause.

In Australien gehört es irgendwie dazu, einen internationalen Schüler oder Studenten aufzunehmen. Man merkt einfach sofort, dass die Familien mit der Aufnahme eines Austauschschülers kein Geld verdienen wollen. Es ist einfach ein Teil vom australischen Leben und der Mentalität. In meinen beiden Familien waren entweder zur gleichen Zeit noch andere Austauschschüler oder es waren schon früher welche da gewesen. Man wird wie ein Familienmitglied behandelt, man muss natürlich auch Regeln beachten und mithelfen, aber dass gehört ja in jeder Familie dazu!!

Was ich schon bei dieser ersten, kleinen Stadtrundfahrt eindeutig bemerkte und während meiner wundervollen Zeit in Brisbane und in Queensland immer wieder aufmerksam beobachten konnte, war die wundervolle Natur, die es in Australien gibt. Es ist einfach so unbeschreiblich grün, man hört Vögel zwitschern, die man in Deutschland nirgendwo hören würde, und auch obwohl meine ersten Monate im australischen „Winter“ lagen, waren diese manchmal sogar besser als der deutsche Sommer. Der Himmel war einfach blau, Bäume, Palmen und Parklandschaften an jeder Ecke.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit von einer Woche und ohne irgendwelche Sommerferien, ging es zur Schule. Ich war schon sehr aufgeregt, wie die australischen Jugendlichen wohl sein mögen, wie ich es mit dem Englisch schaffen würde und ob ich Freunde fürs Leben finden würde.

Für eine Schule, in die rund 700 Schüler gehen, war das Schulgelände unglaublich weiträumig angelegt. Ein großes Oval, der Sportplatz, eine Kletterhalle, viel Grün und viel Platz zwischen den einzelnen Blocks. Auch hier wurde ich von der Freundlichkeit der Australier wieder überrascht. Es dauerte nicht 2 Tage, da war ich auch schon in die jahrelangen Freundschaften meiner Mitschüler einbezogen, als wäre ich schon immer da gewesen. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass so manche Deutsche sich mehr als eine Scheibe von den „Aussies“ abschneiden könnten.

Sport spielt eine sehr große Rolle im australischen Leben. Da es eigentlich immer warm ist, kann man auch immer etwas draußen machen und das ist fast immer Sport. Ich spielte ein bisschen Cricket, von dem ich vorher nie etwas gehört hatte, aber das ich jetzt liebe, Rugby, „Footy“, Basketball und Tennis, auch wenn die letzteren zwei nicht wirklich australisch sind…

Da ich so gut wie nie ein Wort deutsch gesprochen und mich so gut wie möglich ans australische Leben angepasst habe, habe ich Freunde fürs Leben gefunden. Ich hatte die wohl beste Zeit meines Lebens, ging Tauchen am Great Barrier Reef, besuchte die „Sandinsel“ Fraser Island, war Gast im Australia Zoo (leider verpasste ich Steve Irwin). Ich lag an den Stränden der Gold und Sunshine Coast und ging schwimmen in einem Reservoir, in dem bestimmt so einige Tiere lebten, von denen ich lieber nichts wissen will…

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich sehr dankbar bin, dass ich die Möglichkeit hatte, dieses Land auf diese Art und Weise zu besuchen und kann sagen, dass ich es jederzeit wieder machen würde! Ich werde mit Sicherheit zurückkehren, um meine Freunde wieder zu treffen und um dieses wunderschöne Land wieder zu sehen!

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