Staatliche Schulen

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Vorname:
Franziska
0
aus:
Groß-Gerau
war:
2010 für ein Schuljahr in Avalon, New South Wales, Australien
Schultyp:
Staatliche Schule
Schule:
Barrenjoey High School
Kontakt:
fw93mk-a@t-online.de

Hier der Bericht von Franziska:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

1. Von der Mentalität der Australier war ich sehr beeindruckt. Im Gegensatz zum hektischen Deutschland sind die Leute dort viel gelassener und lockerer als hier. In großen Gruppen wurde oft ein Barbecue gemacht und gefeiert, gelacht und geredet. Meine Gastfamilie und deren Verwandte haben sich oft an öffentlichen Plätzen getroffen oder einfach zu Hause gegrillt. So entstand eine gute Gruppendynamik und man ist sich viel näher gekommen. Den Humor der Australier muss man erst zu verstehen lernen auch wegen eventuellen Sprachproblemen, da diese viele eigene (australische) Wörter benutzen.

2. Das Essen. Warm wurde dort immer abends gegessen, wenn meine Gasteltern von der Arbeit nach Hause kamen. Meistens hat meine Gastmutter dann immer gekocht, aber sie hat auch öfters was vom Thailänder oder Anderen mitgebracht, öfters hat mein Gastvater auch den Grill angeschmissen und wir hatten ein Barbecue. Es ist toll, dass man dort wirklich alles essen kann, selbst in Shopping Centren sind die Food Courts voll von Restaurants aus den unterschiedlichsten Nationen.

Man gewöhnt sich aber auch schnell daran, abends mehr zu essen.

3. Schuluniformen. Am Anfang war ich von dieser nicht so begeistert, da der Rock viel zu lang und die Bluse weiß war. Aber da sie alle getragen haben (oder tragen mussten), hat man sich schnell an diese gewöhnt. Meine Gastmutter hat mich auch gleich gefragt, ob sie den Rock für mich kürzen soll. :D

Morgens konnte ich etwas länger schlafen, da es klar war, was ich anziehen werde.. (Meine Gastmutter hat die Schuluniform auch jeden Tag gewaschen und ich habe mir den Rock als auch die Bluse doppelt zugelegt, damit man sich dann abwechseln konnte.)

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Wenn ich jetzt daran zurückdenke, kommt es mir eher wie ein Traum vor, denn meine Zeit dort war einfach perfekt und diese werde ich nie vergessen.

Das, was meinen Auslandsaufenthalt am meisten ausgemacht hat, sind natürlich meine Gastfamilie und Freunde, die mir immer geholfen und mir das Eingewöhnen erleichtert haben. Sie standen an meiner Seite und waren immer für mich da. Bei Fragen haben sie mir auch immer versucht zu helfen. Das Wetter war super, auch wenn ich die höchste und niedrigste Temperatur seit langem in einem Monat miterlebt habe.

Außerdem denke ich daran, dass die Zeit viel zu schnell vergangen ist!

Was hat dir besonders gut gefallen?

Besonders gut gefallen haben mir die Landschaften und Städte. Die Strände waren beeindruckend und die Aussicht von meinem Haus aus (welches auf einem kleinen Hügel liegt), war atemberaubend.

Die Art der Leute und der Umgang untereinander haben mir gefallen. Man kam sich nie unwillkommen vor. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass man jeden Tag etwas Neues sehen konnte, es wurde nie langweilig und die Freizeit konnte ich immer gut nutzen.

Es wäre leichter gewesen , zu fragen, was mir nicht gefallen hat, denn es gab fast nichts, was mit nicht gepasst hat.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Der typische Schultag in Australien unterscheidet sich eigentlich nicht viel von dem in Deutschland. Nach dem Aufstehen und Frühstücken musste ich mit dem Bus in die Schule fahren.

Dort wurde allerdings bevor die Schule begonnen hat, ein ‘Rollcall‘ durchgeführt, bei dem man durch seinen Nachnamen in eine Gruppe zugeteilt wurde (alle Altersklassen) und dann die Anwesenheit geprüft wurde. Der Vorteil an der australischen Schule ist, dass man seine Fächer selbst wählen darf, nur Englisch ist Pflicht. Dadurch kann man schon viel früher seinen Interessen nachgehen und die Fächer belegen, die einem gefallen.

Bevor ich nach Australien geflogen bin, hat mir jeder erzählt, dass es ziemlich leicht ist, dort Freunde zu finden, aber als ich dann vor Ort bemerkt habe, dass es noch mehrere andere Austauschschüler gab, wurde mir klar, dass Austauschschüler dort keine Seltenheit sind. Deswegen musste man wirklich auf die australischen Leute zugehen, um sie kennenzulernen. Aber danach geht es eigentlich ziemlich schnell. Zum Beispiel durch Vereine kann man auch außerhalb der Schule neue Leute treffen.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Wenn man in einer Gastfamilie oder generell für eine bestimmte Zeit im Ausland wohnt, muss man sich anpassen können. Ich wurde durch meine Zeit in Australien viel selbstständiger, da ich auf mich selbst gestellt war. Am Anfang war es natürlich nicht leicht, da man die Sprache nicht beherrscht und noch keinen kennt, aber im Laufe der Zeit habe ich meine Gasteltern verstehen können ;) und auch gute Freunde gefunden.

Ich finde außerdem, dass es viel leichter und schneller geht die Sprache zu lernen, wenn man in einer Gastfamilie wohnt und wirklich jeden Tag Englisch sprechen muss.

Ich hatte mein eigenes Zimmer, was zwar ziemlich klein war, aber völlig ausgereicht hat, da Platz für ein King Size Bett, einen großen Schrank und einen Schreibtisch war.

Meine Gastfamilie hat mir vieles erlaubt, ich sollte immer nur Bescheid sagen, wo ich bin und was ich mache.

Gewaschen wurde auch anders – nämlich kalt, sodass die weiße Wäsche nie wirklich sauber aussah.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Da meine Schule neben einem Ort liegt, hab ich meine Zeit nach der Schule oft mit meinen Freunden verbracht. (Wir sind z.B. oft essen gegangen, da in Australien einfach jede Essensrichtung angeboten wird). Auch shoppen konnte man dort sehr gut! In Shopping Centren sind auch ganz viele andere Schüler noch mit Schuluniform rumgelaufen, was ziemlich lustig war, da man so immer wusste, woher die Leute kommen. Auch unser Direktor hat uns immer ans Herz gelegt, diese zu tragen und unsere Schule zu repräsentieren. Ich habe mich außerdem in einem Tanzstudio angemeldet und dort Hip Hop getanzt. (Durch Vereine lernt man auch viel mehr Leute kennen.)

Meine Gastfamilie hat auch versucht einige Dinge mit mir zu unternehmen, abends konnte man dann gut in die ‘City‘ (Sydney) fahren, oder bei schönem Wetter am Strand grillen oder ein Lagerfeuer machen.

Hier kannst du dir das Schulprofil ansehen

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