Staatliche Schulen

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Vorname:
Johanna
Alter:
15
aus:
Essen
war:
2015 für ein Trimester in Townsville, Queensland, Australien
Schultyp:
Staatliche Schule
Schule:
Kirwan State Highschool
Kontakt:
johannasmueller@hotmail.com
Homepage:
http://jojoandthekangaroos.blogspot.de/

Hier der Bericht von Johanna:

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Die drei größten Unterschiede zwischen Australien und Deutschland sind für mich relativ eindeutig. Es ist auf jeden Fall die Mentalität der Menschen, weil in Australien doch fast alle eine ziemlich lockere und unbekümmerte Lebenseinstellung haben, was in Deutschland nicht unbedingt der Fall ist.

Dann ist das wunderschöne Wetter, das ich im tropischen North-Queensland erlebt habe, natürlich auch ein ziemlich gravierender Unterschied.

Der dritte Unterschied sind die Preisverhältnisse im Vergleich zu den Deutschen. Benzin und Fastfood ist in Down-Under eher günstig, während Lebensmittel und Kleidung dagegen teurer sind, als in Deutschland. Am Anfang war das Einkaufen ein bisschen schwierig, weil ich mich erst mal an die anderen Preise gewöhnen musste.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Das erste was mir einfällt wenn ich an meine Zeit in Australien zurückdenke, sind die vielen tollen Menschen, die ich dort kennengelernt habe. Es fängt bei meiner Gastfamilie an, die für mich wirklich eine zweite richtige Familie geworden ist. Aber auch alle anderen Leute mit denen ich zu tun hatte, haben dazu beigetragen, dass ich mich so wohl in Townsville gefühlt habe. Die anderen Internationals; alle meine Schulfreunde, die Freunde meiner Gastbrüder und die meiner Gasteltern, die Leute, die ich beim Football getroffen habe… 

Die Liste könnte ich noch länger fortführen, aber der Punkt ist, dass mich die lockere und liebenswürdige Mentalität der Australier sofort für sich eingenommen hat und ich bin froh auf der anderen Seite der Welt so tolle Freunde zu haben.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Besonders gut hat mir die Betreuung an meiner Schule gefallen. Natürlich waren auch alle Lehrer total hilfsbereit, interessiert und aufgeschlossen, aber die beiden Koordinatorinnen für die Internationals waren wirklich toll. Lorraine, die Homestay-Koordinatorin hat alle Austauschschüler mit der Gastfamilie vom Flughafen abgeholt und war von da an immer für uns da. Ich wusste, dass ich mit jedem Problem zu ihr kommen konnte und sie war immer darum bemüht, dass es uns gut geht. Ab und zu hat sie uns auch mal die Meinung gegeigt, aber mehr wie eine besorgte Mutter als wie ein böser Drache. Sie hat sich um alles gekümmert und ich habe mich bei ihr sehr gut aufgehoben gefühlt. Die Krönung war dann natürlich der Trip nach Airlie Beach, den die Schule und das Internationalprogram organisiert haben, wo wir alle großen Spaß mit Lorraine hatten.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Der Schulalltag an meiner Schule war auf jeden Fall viel geregelter, als hier in Deutschland.

Die Schule beginnt jeden Tag um neun Uhr und endet genauso immer um drei Uhr. Man hat zwei Unterrichtsstunden à 70 Minuten. Dann ging man zu seiner CAM-Class, wo die Anwesenheit der Schüler geprüft und wichtige Informationen verkündet wurden. Danach waren 40 Minuten Pause worauf nochmal eine Unterrichtsstunde folgte. Nach einer weiteren 30 minütigen Pause fand die vierte und letzte Unterrichtsstunde statt. So verlief jeder Schultag. Mittwochs war statt CAM-Class, die sogenannte Parade, bei der alle Schüler aus einem Jahrgang in der Turnhalle zusammenkommen und Ankündigungen für die folgenden wichtigen Ereignisse in der Schule gemacht werden. 

Für mich war es ganz leicht mit anderen Schülern in Kontakt zu treten. Während des Unterrichts passiert das ganz automatisch, weil ja auch die Schüler im Gastland interessiert an den „Neuen“ sind. Und während den Pausen setzt man sich einfach irgendwo dazu, versucht am Gespräch teilzunehmen und so habe ich ganz schnell viele neue Freunde gefunden.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich hab während meiner Zeit in Australien in einer Gastfamilie gelebt. Ich hatte großes Glück mit meiner Familie, vielleicht auch weil ich das erste Gastkind war. Ich wurde vom ersten Moment an wie ein vollwertiges Familienmitglied behandelt und deswegen habe ich mich in der Familie auch sehr wohl gefühlt. 

Wenn man in einer Gastfamilie lebt muss man sich einfach darüber bewusst sein, dass diese Menschen ein anderes Leben führen, als seine eigene Familie Zuhause in Deutschland. Die Gastfamilie hat andere Essgewohnheiten, andere Hobbys und eigentlich ist alles ein bisschen anders. Natürlich gibt es, wie im „normalen“ Leben auch, Situation, in denen man seine Gastfamilie nicht so toll findet und sich ein bisschen mehr zusammenreißen muss, als bei seiner echten Familie. Aber ein paar kleine Streitmomente gehören auch einfach zu einem normalen Alltag dazu.

Ich persönlich habe mich sehr schnell an meine Gastfamilie gewöhnt. Ich habe erst mal alles beobachtet und mich dann nach und nach angepasst. Ich denke, dass wenn man für Neues offen ist und sich Mühe gibt ein Teil der Familie zu werden, ist das Leben in einer Gastfamilie eine tolle Erfahrung und nur manchmal eine Herausforderung.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Die außerschulische Zeit habe ich mit vielen verschieden Dingen verbracht. An den Wochenenden war ich häufig mit Freunden am Strand oder im Kino. Ich habe außerdem viel Zeit beim Football-Training meiner beiden Gastbrüder verbracht, was aber überhaupt nicht schlimm war und großen Spaß gemacht hat, weil ich dort viele Leute kennengelernt habe. 

Ferien hatte ich leider nicht, aber ich war dafür vier Tage lang mit einigen anderen Austauschschülern und einer Gastfamilie in Sydney und das war schon Urlaub vom „Urlaub“. Außerdem war ich für ein Wochenende mit meiner Gastfamilie in Cairns und an einem anderen Wochenende bin ich mit den anderen Austauschschülern an meiner Schule nach Airlie Beach gefahren. 

Insgesamt habe ich auch außerhalb der Schule ganz viel erlebt und mir war nie wirklich langweilig.

 

 

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