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Neuseeland: Erfahrungsberichte

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Vorname:
Mary
Alter:
17
aus:
Berlin
war:
2007 für ein Schuljahr in Auckland, Nordinsel, Neuseeland
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Glenfield College
Kontakt:
Mary.Veit@gmx.net

Hier der Bericht von Mary:

Mein größter Traum war es, ein Jahr an einer Schule im Ausland zu verbringen, Englisch zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen. Dieser Traum ist letztes Jahr wahr geworden. Nach der 10.Klasse bin ich für ein Jahr nach Auckland, Neuseeland geflogen und war Schülerin am Glenfield College. Ich würde dieses Jahr als das beste Jahr meines bisherigen Lebens beschreiben.

Es ist eine unglaublich tolle Erfahrung in einem fremden Land, mit einer anderen Sprache und einer total anderen Mentalität zu leben, ohne deine gewohnte sichere Umgebung wie Schule, Freunde, Sport und Familie. Da Neuseeland auf der anderen Seite der Erdkugel liegt, sind die Jahreszeiten genau anders herum als die in Deutschland. Warmer Sommer wird zu eiskaltem Winter mit viel Regen, aber keinem Schnee, und schneereicher Winter wird zu einem angenehmen 25°C-Sommer mit viel Sonne, Meer und Strand. Einer der größten Unterschiede für mich war das Weihnachtsfest in Neuseeland, denn im Dezember ist ja Sommer dort und alle sitzen draußen im Garten beim Weihnachtsfestessen oder grillen am Strand. Eine witzige Erfahrung, obwohl ich Weihnachten mit Schnee doch viel schöner finde.

Besonders gut hat mir Neuseelands Mentalität gefallen. Es ist ein ganz anderes Leben dort, viel ruhiger und gelassener und die Menschen sind sehr freundlich. Ich hatte überhaupt keine Probleme, Leute kennen zu lernen oder auf Leute zuzugehen.

Ich werde einmal einen typischen Schulalltag beschreiben: Ich bin morgens gegen 7.30 Uhr aufgestanden, habe mich fertig gemacht und bin um 8.20 Uhr zur Schule gegangen. Um 8.45 Uhr begann Tutor Group (eine Gruppe mit Schülern aus allen Klassenstufen, die sich zweimal am Tag treffen und dein Tutor ist ein guter Ansprechpartner) und danach waren zwei Stunden Unterricht (jede Stunde 60min) und dann gab es eine 20-minütige Pause. Nach der Pause war wieder eine Stunde Unterricht und danach eine 45-minütige Pause, um Mittag zu essen. Entweder man bringt sich selber etwas zu essen mit von zu Hause oder kauft sich etwas in der Schulcafeteria, aber das ist von Schule zu Schule verschieden.

Nach der Pause von 13.05 Uhr bis 13.15 Uhr war wieder Tutor Group und danach zwei Stunden Unterricht. Die Schule hat um 15.15 Uhr aufgehört. Wenn man an einem Schulsport teilgenommen hat, hatte man dann meistens noch Training danach, aber wenn nicht konnte man nach Hause gehen. Ich bin meistens in Fitnessstudio gegangen nach der Schule oder nach Hause und habe Hausaufgaben gemacht oder mich mit Freunden getroffen. Nicht weit von meiner Schule gab es auch ein großes Einkaufszentrum, wo man nach der Schule hingehen kann.

Die Schule hat mir großen Spaß gemacht, aber es gibt viele Unterschiede zur Schule in Deutschland, z.B. wählt man nur 5 oder 6 Fächer (bis zur 12.Klasse sind Mathematik und Englisch Pflicht, und außer diesen beiden Fächern kann man wählen was man möchte), es gibt einen 6-Tage-Stundenplan, Examen gibt es nur im September (Vorbereitungsexamen) und im November sind dann die Abschlussexamen für die jeweilige Klassenstufe. Glenfield College hat ein riesengroßes Theater, wo regelmäßig Schultreffen stattfanden und Lehrer sowie auch Schüler über die Präsentation der Schule, das Verhalten der Schüler und herankommende Termine gesprochen haben.

Mit meiner Gastfamilie habe ich mich gut verstanden, sie waren freundlich und wir hatten viel Spaß. Ich nehme an, Auseinandersetzungen gehören dazu, aber auch das lässt sich klären. Für mich sehr ungewöhnlich war in meiner Gastfamilie, dass jeder zu unterschiedlichen Zeiten gegessen hat und es keine Familienabendessen gab. In den Häusern gibt es nicht wie bei uns in jedem Zimmer eine Heizung. Dort gibt es im Wohnzimmer einen Kamin und ansonsten nur in manchen Zimmern Heizungen.

Es ist eine tolle Lebenserfahrung für jeden, der den Mut hat es auch zu verwirklichen. Für mich war es eine klasse Zeit und ich wünsche jedem, der sich dazu entschließt, genauso viel Spaß wie ich auch hatte!

Mary Veit

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