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Neuseeland: Erfahrungsberichte

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Vorname:
Irina
Alter:
17
aus:
Darmstadt
war:
2011 für ein Semester in Glenfield, Auckland, Neuseeland
Schultyp:
Staatliche Schule
Schule:
Glenfield College
Kontakt:
irinapopescu@hotmail.de

Hier der Bericht von Irina:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Naja es war eben so ziemlich alles total anders. Auf jeden Fall waren die Menschen anders. Dadurch das Neuseeland so unglaublich multikulturell ist, sind sie sehr offen und wirklich interessiert an allem was du so über dein Land zu erzählen hast. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass sie daran interessiert sind und noch mehr erfahren wollen, nicht dass sie nur aus Höflichkeit fragen. Sie sind eben sher an Ausländer gewöhnt und gehen sehr locker damit um.

Außerdem habe ich gemerkt, dass Zeit eine ganz andere Rolle spielt. Ich war in den ganzen 6 Monaten nicht einmal im Stress, was sicher auch daran liegt, dass ich ich mir bewusst vorgenommen habe, keinen zu haben. Alles ist schön locker, nach dem Motto, naja es wird schon irgendwie. Ich war immer schon sehr positiv eingestellt, aber das hat mich immer super postiv gemacht. Ich liebe die lockere Einstellung der Kiwis!

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Es war eine unglaublich tolle Zeit, die gar nicht hätte besser sein können. Ich finde es eigentlich faszinierend, wie viel doch passiert ist in diesen 6 Monaten. Ich habe super tolle Menschen kennengelernt, die ich nie vergessen werde, habe ein wunderschönes Land entdeckt und habe mich viel weiterentwickelt.

Ich habe mir immer viel vorgenommen für dieses Halbjahr und hatte eigentlich eine genaue Vorstellung von dem, was passieren wird. Naja, ich hatte überhaupt keine Ahnung. Wie auch, denke ich jetzt. Alles was ich gehört hab, auf Bildern gesehen hab, zeigt zwar Neuseeland, aber nichts von dem, wie es wirklich ist. Ich hätte nie gedacht, dass es so unglaublich toll wird und ich kann gar nicht sagen, wie glücklich ich bin diese Entscheidung getroffen habe. Ich habe es keine Sekunde lang bereut!

Was hat dir besonders gut gefallen?

Mir hat so gut wie alles gefallen! Ich muss sagen, es ist toll, auch mal Sachen alleine zu machen. Ich habe es geliebt, so viel Zeit zu haben um über mich selber nach zu denken und über das, was um mich rum geschieht. Es ist ein totaler Selbstfindungs-Trip! Es fühlt sich an, als wäre das alles auf einem anderen Planeten passiert, weil es eben so anders war und so viele neue Sachen um mich rum passiert sind. Es ist sicherlich gut zu sehen, wie mutig und selbstbewusst man doch ist, wenn es darauf ankommt. Auch toll ist es, neue Menschen kennen zu lernen und eben dadurch neu auf Leute zu zu gehen, so zusagen ein Neuanfang. Ich finde dadurch, habe ich gemerkt, wie ich auf Leute wirke und das hilft eben auch um zu erfahren, wer man wirklich ist. Ok, vielleicht sollte ich jetzt auch nach der ganzen Sache Philisophin werden.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ich bin immer so um 7 aufgestanden und etwa um 8 mit ein paar Freunden zur Schule gelaufen und das fand ich besonders toll. Es tut sehr gut auch mal zu laufen morgens, habe nur etwa 25 Minuten gebraucht. Die Schule hat immer mit 'tutor group' angefangen. Da trifft sich eine kleine Gruppe und ein Lehrer jeden Morgen für 15 Minuten. Dort werden die 'daily notices', die Schulneuigkeiten über Sport, Feste oder Ähnliches vorgelesen und man unterhält sich über die Schule. Um 9 dann geht der Unterricht los bis 11 Uhr, dann gibts 'interval', eine 30-Minuten Pause. Weiter geht es dann von 11.30 bis 13.30, dann gibt es 'lunch' für 45 Minuten. Danach hat man nur noch 1 Stunde Schule. Nach der Schule gibt es sehr viele sportliche Aktivitäten, ich hatte eigentlich jeden Tag auch was nach der Schule zu tun.

Ich würde sagen, es ist ziemlich leicht Leute kennen zu lernen, aber nicht Freundschaften oder generell mehr als nur Bekanntschafften zu haben. Ich musste mich überwinden, Leute einfach ansprechen, über total banale Sachen reden, hauptsache ich bin mit denen ins Gespräch gekommen. Dann geht das alles sehr schnell. Und wenn ich schon ein paar nette Leute gekannt habe, bin ich immer mitgegangen in den Pausen und dann geht das alles viel schneller als man denkt! Was ich empfehlen würde, ist ganz einfach auf Leute zugehen. Ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass manche Leute manchmal Austauschschüler vielleicht etwas satt haben, deswegen gehen dann nicht alle auf einen zu. Aber dann gilt: Zeigen, dass man eben nicht wie alle anderen ist! :)

Ich hatte 6 Schulfächer (Mathe, Englisch, Französisch, Erdkunde, Drama und Tanzen) und ich kann jedem Empfehlen Drama zu nehmen, es ist sehr gut um noch vertrauter mit der Sprache zu werden und klar, um selbstbewusster im Umgang damit zu werden. Tanzen war auch toll und sehr anders eben, als Schulfach. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, auch Fächer zu nehmen, die man hier nicht wählen kann. Es lohnt sich!

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Meine Gastfamilie war unglaublich toll. Ich habe mich ja immer vorher gefragt, wie denn fast jeder nach einem Austausch sagen kann 'Ich hatte die Beste Gastfamilie'. Ich gehöre dazu. Sie waren sehr nett, immer da für mich und ich habe mich sofort wie zuhause gefühlt. Ich hatte 4 Gastgeschwister, nur 2 von denen haben noch zuhause gewohnt, meine 18-jährige Gastschwester und mein 16-jähriger Gastbruder. Es war toll, dass ich meine Gastschwester hatte, wir haben sehr oft zusammen was unternommen und dadurch, dass ich im gleichem Jahr wie mein Gastbruder war, hatten wir auch die gleichen Freunde. Ich würde aber nicht sagen, dass man unbedingt Gastgeschwister im gleichen Alter braucht, wenn man sie nicht hat, ist das nicht gleich was Schlechtes.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Ich habe sehr viel Sport gemacht in Neuseeland, mehr als ich je in Deutschland gemacht habe. Ich habe Tennis, Badminton und Tischtennis gespielt, in der Schule getanzt und nebenbei Yoga gemacht. Damit war auch meine ganze Schulwoche voll und ich hatte Samstag morgens Tennisspiele. Sonst würde ich sagen, gibt es in Glenfield an sich nicht so viel zu tun, außer eben in die Mall gehen, wo eigentlich jeder eh fast jeden Tag nach der Schule hingeht. Man kommt aber auch sehr gut nach Takapuna, wo es sehr schöne Cafés und nette kleine Läden gibt oder eben nach Auckland in die Stadt, was so ungefähr 25 Minuten mit dem Bus entfernt ist. Wir hatten sehr oft, so gut wie jedes Wochenende Parties, wo immer ziemlich viele Leute zusammen gekommen sind. Es ist eine sehr gute Möglichkeit so noch mehr Leute kennen zu lernen und alle sind sehr oft ganz anders, als sie in der Schule sind.

 

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