Mexiko: Privatschulen

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High School Mexiko: Erfahrungsberichte

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Vorname:
Jonas
Alter:
19
aus:
Bremen
war:
2014 für ein Schuljahr in Merida, Yucatan, Mexiko
Schultyp:
Private Schule
Schule:
Rogers Hall

Hier der Bericht von Jonas:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Der erste grosse Unterschied, der mir schnell aufgefallen ist, ist die Mentalitaet der Leute. Allgemein sind die Mexikaner hier extrem offen und freundlich. Das ist manchmal schon fast unheimlich. Macht es einem als Auslaender aber sehr leicht hier zu leben. Egal wo ich bis jetzt war, ueberall wurde ich mit Gastfreundschaft und Interesse begruesst. Dies hat mir sehr geholfen die Anfangszeit hier gut zu ueberstehen und mich wirklich erstaunt.

Ebenfalls sehr verschieden ist der Umgang mit der Zeit. Verabredungen oder sonstige Plaene aendern sich oft auf den letzten Druecker vollkommen. Da musste ich mich erstmal dran gewoehnen, mittlerweile bin ich aber auf Ueberraschungen eingestellt und plane meine Zeit auch entsprechnd ein. Auch auf Puenktlichkeit sollte man verzichten koennen, wenn man hier leben will. Ich kann nur jeden empfehlen sich anzupassen. Es heist: Warten oder warten lassen. Ich hab mich fuer warten lassen entschieden.

Als dritter Punkt faellt mir noch das Essen ein. Die mexikanische Kueche unterscheidet sich recht stark von der deutschen. Was erstmal neutral gemeint ist. Mir schmeckt es hier sehr gut, Leute die kein Fleisch oder wenig scharf essen muessen aber aufpassen. Leider ist das Essen nicht nur extrem lecker, sondern auch extrem fettig. Einen Sportverein sollte man sich so schnell wie moeglich suchen.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Wie schon erwaehnt hat mich die Freundlichkeit sehr beeindruckt und das ist glaube ich auch das, woran ich mich am laengsten erinnern werde. Egal wo man hingeht, man lernt immer neue Freunde kennen. Ob in der Schule, im Sportverein, bei Verwandten der Gastfamilie oder auf Partys. Meistens stehen einem so viele Ausgehmoeglichkeiten zur Verfuegung, dass man sich seine Zeit gut einteilen muss. Ich hoffe von dieser offenen und leichten Mentalitaet kann ich mir ein bischen was abschauen und es mit nach Deutschland nehmen.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Besonders gut gefaellt mir die Stadt Merida. Fuer ein Auslandsjahr ist sie genial. Mit einer Millionen Einwohnern ist sie weder zu gross noch zu klein. Es gibt ein reges Nachtleben und unzaehlige Freizeitaktivitaeten, von Paintball ueber Kajakfahren bis Boxkaempfe. Das Klima ist aufgrund der Hitze zwar gewoehnungsbeduerftig jedoch fast das ganze Jahr ueber schoen. Ob historisches Zentrum, Discos, oder Sport, fuer jeden sollte hier eigentlich was zu finden sein. Auch die Umgebung hat einiges zu bieten, ob Partys in Cancun, traumhafte Straende in Playa del Carmen oder Geschichte in Chichen Itza oder Uxmal, die Angebote sind vielfaeltig.

Dazu kommt das Merida die sicherste Stadt Mexikos ist.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Die Schule beginnt um 7.10, bis 10.30 hat man Unterricht, dann gibt es eine halbe Stunde Pause und um 13.30 ist meistens Schluss. Meine Schule ist die Rogers Hall, besonders gut gefaellt mir das lockere Verhaeltniss zwischen Schuelern und Lehrern, dass schon fast freundschaftlich ist. Fuer mexikanische Verhaeltnisee haben die Schueler sehr viele Freiheiten, dass heist sie koennen bis zu einem gewissen Grad selbst entscheiden was sie lernen und auch das Schulgelaende verlassen in Freistunden. Vorallem am Anfang hab ich das regelmaesig genutzt um ein bischen mit Freunden die Stadt zu erkunden. Pro Klasse sind es meistens um die 25 Schueler. Allgemein denke ich, dass in Deutschland der Unterricht schwerer als hier ist. Der Unterrichtsstil ist sehr Buch- und Lehrerlastig. Es kommt haeufiger vor, dass der Lehrer mal eine Stunde durchredet, was recht langweilig ist, vor allem wenn man nur die Haelfte versteht. Ausfluege unternimmt meine Schule ca einmal pro Monat.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Natuerlich muss man sich erstmal daran gewoehnen von einem Tag auf den anderen mit komplett fremden Menschen zusammen zu leben. Jetzt nach 2 Monaten bin ich aber langsam soweit. Meine Familie ist recht entspannt, das heisst wenn grad nicht gearbeitet wird, legt man sich in die Haengematte und nicht ueberlebenswichtige Sachen werden allgemein erst erledigt wenn es eigentlich schon zu spaet ist. Da kann man sich aber schnell anpassen, man muss es nur genauso machen. Da in meiner Familie alle ausser ich arbeiten, sind eigentlich nie alle gleichzeitig zu Hause. Das ist aber ehrlich gesagt nicht wirklich schlimm, im Gegenteil, so konnte ich am Anfang meine neuen Familienmitglieder persoenlicher kennen lernen.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Nach der Schule schlafe ich meistens ein oder zwei Stunden. Dann verbring ich ein bisschen Zeit am PC und danach gehts zum Sport. Wenn ich Zeit oder Lust habe, noch mit Freunden was essen oder in eine Bar oder in die Innenstadt. Das ist in der Woche meine Routine.

Die Wochenenden versuche ich soviel wie moeglich zu unternehemen. Jeweils das was grade moeglich ist. Sei es Party, Ausfluege, Kinofilme oder Sportveranstaltungen.

 

 

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