Staatliche Schulen

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High School Costa Rica: Erfahrungen

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Vorname:
Jessica
Alter:
17
aus:
Zell
war:
2009 für ein Schuljahr in Hojancha, Guanacaste, Costa Rica, Costa Rica
Schultyp:
Staatliche Schule
Kontakt:
messyjessy@web.de

Hier der Bericht von Jessica:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Der größte Unterschied war denke ich auf jedenfall dass die Menschen in Costa Rica sehr viel herzlicher waren, immer hilfsbereit waren und vorallem aber geduldig am Anfang wo es mit der Sprache noch nicht so richtig geklappt hat.

Ebenfalls ein sehr großer Unterschied ist die Bildung, ich kann natürlich nur von meinen Erfahrungen sprechen, ich war auf einer staatlichen Schule in einem kleinen Dorf und die Schule wurde dort nicht wirklich ernst genommen, zu mir haben sie ganz am anfang gesagt ich kann die Arbeiten mitschreiben wenn ich will muss aber nicht aber wir austauschschüler haben es trotzdem gemacht es kann euch nämlich wirklich nur mit der sprache helfen, es war auch so dass viel unterricht ausgefallen ist und viele der schüler regelmäßig gefehlt haben aber wie gesagt ich habe auch von anderen staatlichen schulen gehört dass sie ein total anderes niveau hatten.

Noch ein Unterschied war auf jedenfall das Essen, morgens, mittags und abends Reis mit Bohnen + etwas.... klingt etwas einfältig, aber nach ca. 2 - 3 monaten kam es mir komisch vor wenn ich mal einen tag keinen reis und keine bohne gegessen habe. Und jetzt zurück in deutschland fehlt mir vorallem der reis und die bohnen zum frühstück.

 

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Wenn ich an mein Jahr zurückdenke, denke ich immer zuerst an meine Familie und meine Freunde, die mir alle total ans Herz gewachsen sind und die ich sehr vermisse. Jedoch denke ich auch an die vielen schweren bzw. auch schönen Momente meines Jahres zurück. Für mich war dieses Jahr sicherlich nicht leicht... zumindest nicht am anfang, aber ich mich hat die Zeit am Anfang sehr geprägt und ich würde es sofort wieder machen obwohl es mir so schwer fiel.

Was hat dir besonders gut gefallen?

eigentlich hat mir alles gefallen.... :) aber ich was mir total gut gefallen hat ist dass ich in meiner gastfamilie eine zweite familie gefunden habe bei der ich immer willkommen bin und in der ich mich komplett dazugehörig gefühlt habe... aber ich werde die herzlichkeit der menschen in costa rica nie vergessen und wenn ich jetzt hier in deutschland jemanden anschreie wegen etwas banalem dann muss ich immer wieder daran zurückdenken wie ich mit der situation in costa rica umgegangen wäre... viel ruhiger und gelassener...

und natürlich hat costa rica eine wunderschöne natur... die strände sind einfach nur paradiesisch... :)

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten schultag zurück als ich in meiner neuen schuluniform mit meiner gastschwester in die schule lief und sooooo nervös war....

als ich dann in der schule war hat mir meine gastschwester jemanden gesucht der bei mir in der klasse sein sollte ja und dann gings los ^^ Mit meinen klassenkameraden habe ich mich von anfang an eigentlich super verstanden, klar es gibt immer einige mit denen man sich nicht so super versteht aber sie haben sich alle total lieb um mich gekümmert mir im unterricht versucht sachen zu erklären wenn ich mal absolut nichts verstand und auch die lehrer haben mir wirklich versucht zu helfen, dass ich im unterricht mitkomm etc.

Ein typischer schultag begann für mich morgens um 6 unter der kalten dusche, dann schuluniform bügeln, in die schule laufen... ja und dann kam es immer darauf an ob der lehrer nun da war oder eben nicht... ich saß auf jedenfall viel zeit meines Jahres auf dem Gang im Schulhaus und dadurch hat sich mein verhältnis zu meinen klassenkameraden sehr gestärkt..., um 11 lief ich dann heim zum mittagessen und um 12:10 ging der unterricht wieder los bis 16:20...

Ich habe auch als Wahlfach Tourismus gehabt, von diesem Unterricht, habe ich glaube ich am meisten mitgenommen und der unterricht hat mir auch immer spaß gemacht...

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich habe in einer Familie mit drei Schwestern gelebt... da fangen die unterschiede schon an, ich habe nur einen bruder der aber nicht mehr daheim wohnt weil er studiert und war eigentlich die letzten zwei jahre vor meinem auslandsaufenthalt immer allein oder mit meiner mutter daheim und dann in eine so "große" aufgeweckte familie zu kommen war am anfang doch sehr anders aber auch schön... Meine eltern sind seit ich 12 bin geschieden und es war am anfang doch sehr eigenartig für mich wieder mit einer kompletten familie unter einem dach zu leben... aber auch nicht schlimm nur eben anders... in costa rica habe ich mir mit zwei meiner schwester (16, 18) ein zimmer geteilt und dass fiel mir ungefähr die ersten 2 monate wirklich schwer... am schluss konnte ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen aber am anfang war es doch sehr komisch... ein punkt an dem ich immer herumgehapert habe war jedoch dass wir in meinem gesamten Jahr in CR vllt 2 mal mit meiner gesamten gastfamilie gegessen habe und ich bin es von deutschland gewohnt zusammen mit meiner familie zu essen aber naja...

Ich kann nur jedem den tipp auf den weg geben, geht einfach ohne jegliche vorstellung von eurer gastfamilie los weil wenn man sich irgendwas ausmalt oder ähnliches dann fällt einem der einstieg umso schwerer...

Ich kann nur sagen ich bin wahnsinnig froh in diese gastfamilie gekommen zu sein, denn ich fühle mich wie ein familienmitglied und ich werde es denke ich auch immer bleiben... =)

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Am anfang habe ich viel zeit mit meiner gastfamilie daheim verbracht, da ich die sprache noch nicht beherrschte und auch nicht viele leute kannte....

nach ca. 5 monaten bin ich einer tanzgruppe beigetreten. Die Tanzgruppe tanzte den typischen Tanz von Costa Rica... ich hatte auch einige auftritte... ich kann nur jedem empfehlen irgendwo beizutreten denn dadurch lernt man viele neue leute kennen... am schluss waren die leute aus der tanzgruppe mit meine besten freunde.. sonst habe ich auch so viele freunde gefunden und nach der schule haben wir uns im park getroffen oder wir sind zu jemandem heim... aber in CR muss man sagen dass man sich als jugendlicher eigentlich eher abends trifft wie mittags, da wir eben auch immer bis 4 uhr schule hatten... wenn ich nicht mit freunden weg war habe ich auch viel mit meinen schwestern unternommen oder ich war daheim und habe mich mit meiner gastmama unterhalten...

 

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