Staatliche Schulen

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High School Costa Rica: Erfahrungen

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Vorname:
Lisa-Marie
Alter:
16
aus:
Weilach
war:
2015 für ein Trimester in Nicoya, Guanacaste, Costa Rica
Schultyp:
Staatliche Schule
Kontakt:
lisa_miller@web.de

Hier der Bericht von Lisa-Marie:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

1) Die Schule! Das Niveau ist grundsätzlich weit unter dem in Deutschland. Ich war im letzten Jahrgang und zum Teil wurden Themen bearbeitet, die ich in Deutschland in meiner Schule bis zur 10. Klasse auf jeden Fall schon wissen sollte. Auch die Unterrichtsstimmung ist viel lockerer. Nur wenige Lehrer stört es, wenn einige Schüler nicht erscheinen, während des Unterrichts sich z.B. mit ihrem Handy beschäftigen oder sonstiges. Hier gilt ganz das Motto jeder ist für sich selber verantworlich. 

2) Die Freundlichkeit der Menschen. Für diese sind die Ticos ja bekannt und das kann ich nur bestätigen. Man kommt sehr leicht ins Gespräch und auch Hilfe wird einem immer angeboten. Außerdem war nicht grundlos mein Lieblings- und meist gerhörtes Wort "tranquila" (= ruhig; verwendet wie etwa: Mach dir nichts draus! Ach kein Problem! ). Was man auch im Alltag merkte und so nur selten Stress bemerkbar war. Sondern alles etwas langsamer ging, aber dafür immer mit einem Lächeln auf den Lippen.

3) Pünktlichkeit! Anfangs konnte ich es nicht glauben. Ach was, meine Freunde kommen schon pünktlich! Aber je länger ich in Costa Rica war, desto mehr wurde mir mein Irrtum klar. Letztendlich gewöhnt man sich daran, nur anfangs macht es einen vielleicht stutzig, wenn man als typisch Deutscher eben relativ pünktlich kommt.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Als erstes denke ich an all die vielen neuen Freunde, die ich gefunden habe, und an meine super nette Gastfamilie. Dank dieser Menschen fand ich ein neues zweites Zuhause in Costa Rica und ich konnte nicht anders als mich in das Land zu verlieben

Was hat dir besonders gut gefallen?

Die Herzlichkeit der Menschen und die Lebensfreude, die einen selbst ansteckt. Das zeigt sich unter Anderem auch in der Musik, die einfach einen wichtigen Teil im Alltag spielt. Aber ich bin auch begeistert von dem Land Costa Rica. Wirklich Pura Vida ( "Pures Leben" ). Traumhafte Strände, v.a. eben weil sie so naturbelassen sind und an einigen Orten wirklich menschenleer, also einen Strand für sich ganz allein :) ! Vulkane, Regenwälder, ... es gibt vieles zum entdecken ;).

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Der erste Schultag war schon etwas komisch, man wird von allen betrachtet, weil man eben die "Neue" ist, aber alle sind super lieb. Stellen dir viele Fragen, erklären und zeigen dir auch alles. Anfangs war es für mich auch wirklich wichtig einen Halt zu haben, Leute zu haben, die einen einfach helfen und deswegen war es anfangs auch etwas so, dass ich sehr mit den ersten Freunden zusammen war. Aber umso länger man hier ist, desto mehr kommt man eben in den Schulalltag rein und es fühlt sich an als gehe man auf seine eigene Schule. Letztendlich hatte ich auch wirklich viele total nette Freunde auf der Schule, mit denen man auch die außerschulische Zeit verbrachte.

Die Schule an sich geht um 7 Uhr los, also das war bei mir schon einmal ein Unterschied zu meiner Schule in Deutschland. Wobei das nicht unbedingt heißen muss, dass der Unterricht auch um 7 Uhr beginnt. Es kam oft vor, dass wir noch zusammensaßen und einfach redeten, weil der Lehrer noch nicht da war. Ich war auf einer staatlichen Schule und in quinto, also im letzten Jahrgang. Deswegen hatten sie auch sehr viele Examen, eine Woche z.B. jeden Tag in einem anderen Fach über etwa 90 Minuten. Ansonsten gab es eben auch die Fächer wie es sie bei uns gibt und auch Wahlfächer, wie Tanz, Tourismus, etc. . Schule hatten wir dann immer bis 11.20, gefolgt von einer Mittagspause (1 Std.) und nochmal bis etwa 15/16 Uhr. Um 18 Uhr begann der Abendunterricht für Erwachsene, aber auch Jugendliche, die nicht vormittags gingen. Beeindruckt war ich aber von den Festen an den Schulen, mit viel Tanz, Gesang und vielem mehr. Wer die Chance hat viel Spaß beim Zusehen ;)

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Also ich lebte während meines Aufenthalts in einer Gastfamilie. Und um ehrlich zu sein merkte ich keine so großen Unterschiede zu zu Hause. Ich wurde herzlich empfangen und meine Gastmutter behandelte ich wie ihre zweite Tochter und eine gute Freundin. Die Regeln wie etwas im Haushalt zu helfen, waren auch nicht sehr verschieden zu den Aufgaben, die ich zu Hause zu erledigen habe.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Meistens hatte ich ja bis nachmittags Schule, bis etwa um 15/16 Uhr. Danach machten meine Klassenkameraden nicht mehr arg viel. Deswegen beschäftigte ich mich auch manchmal selber, ging in die Stadt oder machte sonstiges. Zweimal pro Woche ging ich tanzen, um Salsa, Merengue, Bachata und viele andere typische Tänze zu lernen. Wobei ich auch auf andere Austauschschüler traf und viel Zeit mit ihnen verbrachte. An Wochenenden unternahm ich entweder was mit meiner Gastfamilie oder mit Freunden. Fuhren an den Strand, Vulkan, gingen abends aus, ... :) :) :)

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