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Privatschulen in Costa Rica - Erfahrungsberichte

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Vorname:
Marlene
Alter:
17
aus:
Berlin
war:
2010 für ein Semester in El Roble, Puntarenas, Costa Rica
Schultyp:
Private Schule
Schule:
Antonio José Obando Chan

Hier der Bericht von Marlene:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Der wirklich größte Unterschied, der mir aufgefallen ist, war die Lebenseinstellung der Menschen und generell die Sicht der Dinge. Alles wird locker genommen, wenn du einen Termin hast und dann plötzlich doch keine Lust mehr darauf hast, gehst du halt nicht hin...

Es wird oft das getan worauf man am meisten Lust hat, nicht das was man eigentlich machen muss.

Zum Beispiel meine Gastmutter ist eigentlich Grundschullehrerin, dann hatte sie aber Lust mal ein Jahr Pause zu machen und tut es auch...

Ein zweiter großer Unterschied ist natürlich das Wetter, in Costa Rica ist immer Sommer oder Regenzeit, doch auch in der Regenzeit scheint vormittags die Sonne nicht schlecht (zumindest an der Küste).

Der dritte Unterschied ist, wie man sich auch denken kann, das Essen. Es gab bei mir jeden Tag Reis, morgens Reis mit Bohnen (Gallo Pinto), mittags Reis mit irgendeiner Beilage und abends Reis mit irgendeiner anderen Beilage :D.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Ich denke als erstes an meine Familie, weil ich wirklich einen sehr gutes Verhältnis zu allen Familienmitgliedern hatte und wir sehr viel zusammen gelacht haben und eigentlich fast jeden Tag alle zusammen in Liegestühlen vor unserm Haus saßen und uns unterhalten haben. Ich hatte drei Gastgeschwister, eine 13-jährige Schwester, eine Schwester in meinem Alter und einen Bruder der 23 Jahre alt ist, auch mit meinem Vater habe ich mich gut verstanden, er hat sich sehr für den Vergleich unserer beider Kulturen interessiert und meine Mutter war einfach nur sooo lustig.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Natürlich die Menschen und deren Mentalität!

Außerdem der Pazifik, der direkt vor meiner Haustür war (ich musste nur einmal um die Ecke gehen und da war er!!!) und das wunderbare Wetter...

Die Sonne ist einfach toll, vorallem wenn sie jeden Tag scheint!

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein Schultag auf dem Colegio "Antonio José Obando Chan" beginnt immer um 7:20, bzw. wenn dann alle eingetrudelt kommen, einschließlich der Lehrer.

Wenn der Unterricht beginnt ist es immernoch sehr laut und alle reißen Witze, einschließlich der Lehrer, zwischendruch bringen sie den Schülern auch noch ein bisschen was bei. Auf dem "Antonio José Obando Chan" sind 200 Schüler (Grunschule und Oberschule), d.h. pro Jahrgang eine Klasse, die jeweils aus etwa 20 Personen besteht.

Außerdem gibt es ein riesiges Schulorchster in dem Colegio und eine Tanzgruppe.

Immer in der Mittagspause kann man entweder nach Hause gehen und dort essen, in der Mensa ("Soda") etwas kaufen oder mitgebrachtes Essen in der Mikrowelle, die auf dem Schulhof steht, warm machen...

Vor meinem ersten Schultag habe ich mir viele Gedanken gemacht, ob ich dort Freunde finden werde oder ob die anderen überhaupt mit mir reden würden...

Schnell hat sich herausgestellt, dass das alles unnötig war. Gleich sind alle auf mich zugekommen und wollten alles mögliche von mir wissen.

Mein halbes Jahr auf dem „Antonio José Obando Chan“ war sehr toll. Ich habe viele enge Freunde gefunden, habe sehr viel gelacht (das tut man in Costa Rica generell den ganzen Tag) und habe das RURA VIDA gerade an der Schule zu spüren bekommen.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Grundlegend anders war, dass eigentlich alle Familienmitglieder nach der Arbeit oder der Schule nur noch zu Hause waren um zu relaxen.

Es gibt nicht soetwas wie einen vollen Terminkalender mit 1000 verschiedenen Dingen, die noch zu erledigen sind.

Alle sind einfach zu Hause und die Tür steht offen, sodass alle Nachbarn, Freunde und Bekannte reinkommen können und sich ein bisschen unterhalten, klatschen und tratschen können...

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Wie gesagt, mit Hobbys war nicht viel los.

Ich bin am Wochenende eigentlich immer an den Strand und manchmal nach der Schule. Meine Nachbarin war eine meiner besten Freundinnen und wir haben immer zusammen relaxt und uns unterhalten und vorallem ganz viel gelacht. Ja, lachen war eigenltich meine Hauptbeschäftigung, außerhalb der Schule. Oft bin ich auch noch zu Freunden aus der Schule gegangen, die fast alle in einem Vorort von Puntarenas wohnten.

Jeden Samstag ist immer sehr viel los in den vier Clubs an der Strandpromenade von Puntarenas, dort sind immer alle versammelt. Meine Schwester und ich waren eigentlich jeden Samstag zusammen da.

Hier kannst du dir das Schulprofil ansehen

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