Brasilien: Privatschulen

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High School Brasilien: Erfahrungsberichte

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Vorname:
Sophie
Alter:
17
aus:
Marl
war:
2014 für ein Semester in Belo Horizonte, Minas Gerais, Brasilien
Schultyp:
Private Schule
Kontakt:
sophie_huthmacher@web.de

Hier der Bericht von Sophie:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Also der erste Unterschied war natürlich das Wetter. Als ich nach Brasilien gekommen bin, war dort grade Sommer und somit war es echt heiß. Teilweise sind wir sogar an die 40°C gekommen. Das war dann echt nicht mehr auszuhalten. Aber dann gab es auch den März, wo es fast jeden Tag geregnet hat. Das war nicht so schön. Zum Ende meines Auslandsaufenthaltes ist es dann auch etwas abgekühlt, weil es "Winter" geworden ist. Nachts war es dann schon echt frisch und auch tagsüber.

Der zweite Unterschied war das Essen. Hier gibt es JEDEN Tag Reis mit Bohnen. Aber da gewöhnt man sich echt schnell dran und obwohl ich eigentlich gar keine Bohnen mag, schmeckt es mir echt gut. Dazu gibt es meistens ein Gemüse, was das ein oder andere Mal auch etwas exotischer ist, aber immer sehr lecker. Und natürlich gibt es auch noch Fleisch. Das darf nicht fehlen. Meistens ist es Hünchen oder eine Wurst oder sowas in der Art. Natürlich gibt es manchmal auch Nudeln. Aber dazu immer Reis und Bohnen. Und es gibt hier einfach unglaublich viele, super leckere Früchte. Und es gibt auch soviele andere leckere Sachen, die man einfach mal probiert haben muss.

Der dritte Unterschied. Mmh das ist ech schwer, weil es gibt hier so viele Unterschiede. Naja ok. Dann werd ich mal über den Straßenverkehr schreiben. Also grundsätzlich benutzt hier fast jeder den Bus um zur Schule oder zur Arbeit zu kommen. Busse gibt es hier super viele, aber sie sind auch fast immer super voll. Aber auch die Straßen sind immer voll, denn es fahren natürlich nicht alle mit dem Bus. Es gibt auch noch einige, die mit dem Auto unterwegs sind. Und die Straßen sind im Vergleich zu denen in Deutschland echt schlecht. Tausende Huckel und kleine Risse in den Straßen, sodass man bei der Busfahrt auch ja schön durchgerüttelt wird. Aber auch daran gewöhnt man sich.

Es gibt natürlich noch viel mehr Unterschiede, aber hier wurde ja nur nach den 3 größten gefragt. ;)

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Wenn ich an meinen Auslandsaufenthalt denke, fallen mir als erstes die ganzen Leute ein, die ich dort kennengelernt habe. Es war einfach unglaublich schön, wie offen alle waren und alle wollten einen kennenlernen. Und ich hab auch super viele Freunde gefunden, die mir auch echt wichtig geworden sind.

Aber ich denke natürlich auch an das schöne Wetter hier in Brasilien. Zumindest am Anfang war es einfach super. Aber zum Ende hin ist es dann etwas abgekühlt, weil Winter geworden ist.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Mir hat besoders gut die Gastfreundlichkeit der Brasilianer gefallen. Überall wo man hinkommt wird man super herzlich begrüßt und alle wollen sich mit einem Unterhalten, was dann auch mehr oder weniger geklappt hat.

Auch hat mir gefallen, dass ich soviele verschiedene Seiten von Brasilien gesehen hab, obwohl es echt unmöglich ist alles von Brasilien zu sehen. Das sagen selbst die Brasilianer.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein typischer Schulalltag. Also ich hatte an 2 Tagen vormittags und nachmittags Unterricht und sonst immer nur nachmittags. Das hat mir sehr gut gefallen, weil es auch ganz anders war als in Deutschland.

Im Unterricht war es anfangs sehr schwer für mich, etwas zu verstehen. Aber mit der Zeit habe ich immer mehr verstanden. Meine Schulkameraden haben mir auch geholfen, wenn ich mal ein Wort nicht wusste oder etwas nicht verstanden habe.

Und natürlich werden in der Schule auch Klausuren geschrieben. Ich hab auch fast immer porbiert, sie mitzuschreiben, was zwar nicht immer so einfach war, aber es hat Spaß gemacht. Und die Lehrer fanden es auch gut.

Für mich war es relativ einfach andere Leute an der Schule kennen zu lernen. Anfangs haben wir zwar noch viel auf Englisch geredet, aber dann immer mehr auf Portugiesisch. Und außerdem will dich einfach jeder kennenlernen, da kann man sich gar nicht vor verstecken, weil jeder sofort sieht, dass du ein "gringo / gringa" (portugiesisches Wort für Ausländer) bist.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Erstmal muss ich dazu sagen, dass ich in 2 verschiedenen Gastfamilien gelebt habe. Die erste musste ich nach ca. 3 Monaten verlassen, weil es gesundheitliche Probleme gab.

Dadurch habe ich die Chance bekommen, nochmal eine ganz andere Familie hier in Brasilien kennen zu lernen. Und es war echt eine super Erfahrung.

Generell kann man sagen, dass es in einer brasilianischen Gastfamilie viel lebendiger zu geht.

Fast jeden Tag schaut mal jemand vorbei, der nicht hier wohnt. Meist unangemeldet, aber das ist kein Problem.

Das war für mich anfangs etwas ungewöhnlich, aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran.

Was mir auch aufgefallen ist, ist, dass man hier auch unter der Woche sehr viel mit der Familie macht, was bei mir zu Hause nicht so ist, weil meine Geschwister in Deutschland nicht mehr zu Hause wohnen. Hier geht man dann mal zusammen in ein Restaurant oder guckt gemeinsam Fußball. Das ist echt eine super Sache.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Außerschulische Zeit hatte ich leider nicht so viel. Die Nachmittage habe ich ja immer in der Schule verbracht und einige Vormittage ja auch. Die restlichen Vormittage habe ich dann immer schön ausgeschlafen und dann etwas mit Freunden aus Deutschland geschrieben.

An den Wochenenden haben wir oft was mit der Familie gemacht. Wir haben Ausflüge zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten oder anderen Städten gemacht. Aber manchmal auch einfach nur Verwandte besucht oder Geburtstage gefeiert (fast jedes Wochenende gab es mindestens einen Geburtstag).

Ansonsten habe ich mich mit Freunden aus der Schule getroffen und wir sind zusammen durch die Stadt gelaufen oder haben uns Shows von Bands angeschaut oder einfach nur in einem der vielen Parks von Belo Horizonte gesessen und geredet.

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