2. Privatschulen & Internate

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Privatschulen und Internate in den USA

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Vorname:
Timo
Alter:
17
aus:
Düsseldorf
war:
2008 für ein Semester in La Porte, Indiana, USA
Schultyp:
Private Schule
Schule:
La Lumiere School
Kontakt:
KNOXrecords@gmx.net

Hier der Bericht von Timo:

08Ich habe 5 Monate in dem privaten Internat ‘La Lumiere’ in Indiana (USA) gelebt.

Zurückblickend kann ich sagen, dass diese 5 Monate in einem fremden Land für mich eine tolle Erfahrung waren. Ich habe neue Leute kennen gelernt, Freunde gefunden und das Leben in einem anderen Land erlebt. Außerdem hatte ich die Möglichkeit durch Freunde an den Wochenenden die Schule verlassen zu können. So konnte ich auch einige Teile der USA besuchen wie z.B. Chicago, New York oder Las Vegas. Mir hat der Aufenthalt so gut gefallen, dass ich schon diesen Sommer wieder für ca. 3 Wochen in die Staaten fliege werde um meine Freunde zu besuchen.

Von Montags bis Freitags bin ich im Internat zur Schule gegangen. Ab Freitag war es dann möglich die Schule für das Wochenende zu verlassen, und Sonntagabend wieder zurück zu kommen. Also wurde ich von Freunden, die mit mir im Internat waren und in der Nähe wohnten, zu deren Familien nach Hause eingeladen und konnte so Erfahrungen außerhalb der Schule machen.

Während der Woche haben alle Internatsschüler in so genannten “Dorms” gelebt, das sind betreute Wohngebäude auf dem Schulgelände. Durchschnittlich 10 Leute wohnen in einem Haus. In der Regel hatte man einen Zimmergenossen, so habe ich z.B. mein Zimmer mit Donny aus Süd-Korea geteilt. Die Zimmer waren zwar eher spartanisch eingerichtet, doch hatte man alles was man braucht, einen Schreibtisch, Schrank und ein Bett.

Die Häuser wurden von Lehrern betreut, d.h. sie haben sich darum gekümmert, dass alles in geregelten Bahnen abläuft, waren aber auch Ansprechpartner und Bezugsperson für Probleme. Man kann sich sicher vorstellen, dass das Leben mit 10 gleichaltrigen Jugendlichen mit sehr viel Spaß verbunden ist. Wir hatten jedenfalls nie Langeweile ...

Essen gab es drei mal am Tag, morgens Cornflakes und mittags wie abends eine warme Mahlzeit. Ich muss zugeben, dass mir das Essen in der Schulkantine persönlich nicht gefiel. Da haben sich schon gewisse Vorurteile gegen amerikanische Schulkantinen bewahrheitet. Aber trotzdem war das Essen gesund und abwechslungsreich. Auch für Vegetarier wurde durch eine Salatbar gesorgt.

Nach der Schule gab es die ganze Zeit durch Nachmittagsaktivitäten. So konnte man z.B. im Herbst zwischen Fußball, Volleyball (nur für die Mädchen) und Football wählen. Ab Winter wurde Basketball oder Fitnesstraining angeboten.

Ich habe mich im Herbst für Fußball entschieden. Unser Team hatte 12 Saisonspiele, dafür wurde während des Nachmittagstraining trainiert. Von den 12 Spielen konnten wir 10 gewinnen, ein Spiel verloren wir und einmal ging es unentschieden aus. Das war die beste Saison seid 10 Jahren für die Schule. So war die Stimmung recht gut. Und natürlich nimmt man solche Erfahrungen gerne mit zurück nach Hause.

Während der 5 Monate habe ich mich mit den Leuten sehr gut verstanden und es war auch kein Problem für mich, mich anfangs zu integrieren. Ich habe Freunde gefunden mit denen ich noch immer in Kontakt stehe und vor habe, sie im Sommer auch wieder zu besuchen.

An der Schule auf die ich ging war es Pflicht während der Schulzeit eine Uniform zu tragen, Knopf-Hemd, Krawatte, Tuchhose, Lederschuhe und einen Blazer, wahlweise auch ein Schulsweatshirt. Das war für mich erst ungewohnt, aber auch daran habe ich mich schnell gewöhnt.

Neben all den tollen Erfahrungen und Erlebnissen die ich gesammelt habe spielt natürlich auch die Bildung eine Rolle. Mir wurde von unterschiedlichen Leuten in Amerika bestätigt, dass mein Englisch nach den 5 Monaten bis auf meinen Akzent nahezu perfekt ist. Schon nach den ersten 3 Wochen hatte ich mich recht gut an die Sprache gewöhnt. Mit der Zeit habe ich dann auch angefangen eigene Gedankengänge automatisch in Englisch zu übersetzen. Selbst meine Träume waren in Englisch.

Abschließend kann ich sagen, dass sich der Aufenthalt in Amerika auf alle Fälle gelohnt hat und ich es jedem der meint, dass er in der Lage ist eine gewisse Zeitspanne auf sich alleine gestellt und unabhängig zu leben, empfehlen kann.

Auch mit der Agentur GLS ist alles reibungslos organisiert worden.

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