Schulaufenthalt in Japan: Gastfamilien
Im staatlichen Japan - Programm wohnst du immer bei einer Gastfamilie, wenn du ein Internat vorziehst, sieh dir das Privatschulprogramm in Japan an.
"Meine Gastfamilie in Tokio ist die beste die ich mir wuenschen konnte und ich bin total froh dass ich so ein Glueck hatte! ... Die ganze Wohung meiner Gastfamilie ist nicht groesser als mein Wohnzimmer in Deutschland. (Und NEIN ich uebertreibe kein bisschen XD) Aber ich find es ganz schoen, vorallem weil es irgendwie so typisch Japanisch ist." Elena aus Leverkusen - mehr in ihrem Erfahrungsbericht

Mangas & Missverständnisse
Mehr zum Thema japanische Gastfamilie :: europäischer Austauschschüler in dieser kleinen Geschichte und im Interview mit Betreuerin Fumi in Tokio
Gastfamilien in Japan ...
... erhalten zwar eine Aufwandsentschädigung, haben aber kein Interesse daran, am Austauschprogramm etwas zu verdienen. Sie nehmen Austauschschüler aus reinem Idealismus bei sich auf. Oft widmen sie sich ihnen hingebungsvoll, denn aus ihrer Sicht brauchen Ausländer besondere Aufmerksamkeit und Pflege, da beständig kulturelle Differenzen zu überbrücken und abzufedern sind.
Dies kann zur Folge haben, dass die Familien oft zu hohe Erwartungen an sich selbst stellen. Sie stehen unter Dauerstress und fühlen sich machmal soagar überfordert. Möglich ist daher auch, dass du nach ein paar Monaten umziehst in eine andere Familie - auf die Art versuchen unsere Partner, die "Belastungen" für eine einzelne Familie nicht zu groß werden zu lassen.
Kulturschock Japan?
Nicht unbedingt - eher "Faszination Japan", wenn du diese Erfahrungsberichte über den Schulbesuch in Japan liest.
Trotzdem ist es gut, ein paar Dinge im Kopf zu behalten:
Es dauert bei fast allen Gastfamilien und Austauschschülern längere Zeit, sich kennenzulernen. Versuche jedes Entgegenkommen von Seiten der Familie zu würdigen, auch wenn du das Verhalten als eher zurückhaltend oder introvertiert empfindest.
Gerade in der ersten Zeit kann es passieren, dass du zu Hause und in der Schule kaum eine Minute allein gelassen wirst. Diese Fürsorge ist nicht aufdringlich gemeint, der Familie und der Schule ist es wichtig, dass du dich schnell einlebst und wohlfühlst. Es ist aber in Ordnung, wenn du dich nach Bedarf höflich zurückziehst.
Wichtig ist, dass du dich deiner Gastfamilie gegenüber dankbar zeigst, dass sie dich in ihre Familie aufgenommen haben. "Lieber ein 'Danke' mehr als zu wenig" - dieses Motto gilt in Japan eigentlich immer.
Last but not least - eine Buchempfehlung:
Das sehr amüsante Buch "Puderzucker Japans“ (Frieling Verlag Berlin, 2007). Der Autor, Udo Drechsel, lebte mit seiner Familie fünf Jahre in Kobe und später in Tokio. Er ist der Vater einer Teilnehmerin, die gegenwärtig mit GLS nach Neuseeland geht und uns auf sein Buch aufmerksam gemacht hat. Das Buch ist eine Sammlung von Rundbriefen, die die Familie Drechsel während der Jahre nach Deutschland geschrieben hat sowie Besuchsberichte von Freunden bei den Drechsels in Japan. Zu bestellen u.a. bei Amazon

