Japan: Staatliche Schulen

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Infos zum Schulalltag

Schulalltag in Japan

Der Schultag beginnt zwischen 8 und 9 Uhr morgens mit dem sog. "Homeroom", der Anwesenheitskontrolle, und dauert bis etwa 15 Uhr. Gegen 12.30 Uhr gibt es eine Mittagspause. Daran schließen sich Klubaktivitäten an, an denen du teilnehmen solltest, weil du so schneller Anschluss an deine japanischen Mitschüler bekommst. Dazu auch dieser Kommentar von der Austauschschülerin Mona:

"Was mir gefiel, waren z.B. die vielen Clubs nach dem Unterricht und auch, dass die Klassen an sich einen sehr großen Zusammenhalt haben, was wohl zum größten Teil den Schuluniformen, dem Ganztagesunterricht und den Schulclubs zu verdanken ist."

Anders als in Deutschland

... prägt oft Auswendiglernen und Wiederholen des Gelernten den Unterricht, eigenes kreatives Denken ist eher zweitrangig. Allerdings lässt sich zurzeit eine Veränderung beobachten - hin zu mehr Kreativität, musischer Entfaltung und eigenständigem Denken, um gesellschaftlichen Veränderungen und globalen Anforderungen Rechnung zu tragen.

Besonders ungewohnt für deutsche Schüler ist die große Klassenstärke. In eine Klasse gehen bis zu 40 Schüler. Trotzdem herrscht eine enorme Disziplin.

Noch etwas, das sehr anders ist

Es gelten - oft strenge - Schulregeln: Viele japanische Schulen erlauben kein Make-up oder das Tragen von Schmuck. Oft gibt es spezielle Regelungen für das angemessene Auftreten der Schüler. Uniform ist Pflicht und Vorschriften zu Kleidung, Haarschnitt und Verhalten gelten für alle Schüler - also auch für internationale Austauschschüler.

Sie sind Bestandteil eines kulturellen Selbstverständnisses, welches Disziplin, Umgangsformen und korrektes Verhalten gegenüber Mitschülern und Lehrern höher bewertet als individuelle Selbstverwirklichung.

Als Gastschüler

... kommst du meist in die 1. Klasse der Senior High School (entspricht der 10. Klasse) und wechselst dann in die 2. Klasse (unsere 11. Klasse).

In der 1. Klasse wird meist noch im Klassenverband unterrichtet, mit geringen Wahlmöglichkeiten. Unterrichtsfächer sind Mathe, Japanisch, Englisch, Kunst, Musik, Sport und Gesundheitslehre, Geschichte/Politik, Hauswirtschaft und Naturwissenschaften.

Keine Sorge, du musst nicht Tag und Nacht lernen

Dennoch gilt auch hier, dass du als Schüler an einer japanischen High School bestimmten Leistungsanforderungen und Regeln genauso unterliegst wie deine japanischen Mitschüler und eine gewisse Leistungsbereitschaft auch von dir erwartet wird. Besonders dein Interesse an der Verbesserung deiner Japanisch-Kenntnisse wird vorausgesetzt.

Als Teilnehmer an einem Austauschprogramm wirst du allerdings an den Prüfungen nicht teilnehmen müssen.

Leistungsnachweise

Bevor du Japan verlässt, bekommst du von deiner Schule ein certificate of attendance. Darin ist aufgelistet, welche Fächer du mit welchem Stundenumfang belegt hast, jedoch nicht, welche Leistungen du erbracht hast. Denn deine Teilnahme am Unterricht ist mehr auf das Erlernen der Sprache und weniger auf inhaltliche Stoffvermittlung angelegt.

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