Staatliche Schulen in Irland

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Vorname:
Hendryk
Alter:
18
aus:
Dortmund
war:
2011 für ein Trimester in Wicklow Town, Wicklow, Irland
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
DeLaSalle

Hier der Bericht von Hendryk:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Die drei größten Unterschiede waren für mich, einmal der (lange) Schulalltag von 9h bis 15.45h, dann die Nähe zum Meer und generell nicht in einer Großstadt zu leben.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Als erstes denke ich an meine Freunde und Familie, aber auch an die Landschaft, die ich jeden Tag aufs Neue genießen durfte.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Viel öfter draußen zu sein: Sich oft mit Leuten im Freien zutreffen, sei es am Hafen, an den Klippen, am Strand. Und somit, die wunderbare Landschaft genießen zu können. Die Mentalität der Iren, die oft wirklich so ist, wie man es (durch Vorurteile) gehört hat. Sie sind wirklich so offen und herzlich, wirklich so humorvoll und gewitzt, wirklich so optimistisch, etc...

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Der Schultag beginnt wesentlich entspannter als in Deutschland, nämlich erst um 9 Uhr und mit einer Schuluniform, bei der man sich also keine Gedanken um das Äußerliche machen muss. Den Weg zur Schule musste ich meistens laufen, wenn meine Gastmutter oder eines meiner erwachsenen Gastgeschwister mich nicht fahren konnten. Doch diese 10 Minuten Fußweg waren meistens eher angenehm, da man viele Mitschüler unterwegs traf bzw. ich immer mit meinem spanischen Gastbruder zusammen gegangen bin und in meinem Fall einen unglaublichen Ausblick genießen konnte. Wer möchte denn nicht auf dem Schulweg, Palmen und eine Bucht, umschlossen von Steilklippen bestaunen?

Allgemein viel es mir nicht sehr schwer in der Schule mitzuhalten. Bei vielen allgemeinen Kursen wie z.B. English, Mathe, usw., konnte man zwischen einem höherem Level und einem niedrigeren wählen.

Nachdem ich die Sprachbarriere durchbrochen hatte, bin ich in den HigherLevels gut zurecht gekommen, auch wenn ich dann mehr zu lernen hatte.

In der Schule gibt es dann jeweils 3 Unterrichtsblöcke. Der Erste hat 3 Stunden á 40 Minuten, darauf folgt die erste kurze 15 Minuten- Pause. Nach 2 weiteren Stunden ist jedoch Lunchbreak, der eine knappe Stunde dauert und in dem man viel unternehmen kann, z.B. mit Freunden in der Einkaufsstraße essen, zur Mädchenschule nebenan gehen, Sport machen oder an irgendwelchen anderen Aktivitäten in der Schule teilnehmen. Darauf folgen dann 3 weitere Stunden, diesmal mit jeweils 45 Minuten. Man kann in der Schule relativ viel Sport auswählen und trainiert dann in den Lunchbreaks mit der Mannschaft und spielt in der jeweiligen Meisterschaft mit, was meistens einen ganzen Schultag, inkl. Reise zu einer anderen Schule, einnimmt. Außerdem befindet sich der Sportplatz und einige Klassenräume der Schule auf deren Rückseite, zum Meer hin. Noch nie hatte ich im Matheunterricht oder beim Basketballspielen einen Ausblick der so zur Unaufmerksamkeit einlädt. Außerdem bietet die Schule auch Angebote wie, z.B. Musikuntericht (Band), eine Theatergruppe oder einen Debatierclub an.

Diese Freizeitaktivitäten in der Schule sind, meiner Meinung nach, der einfachste Weg Iren kennen zu lernen, was sich ansonsten als relativ schwer herausstellt. Zwar kommen anfangs viele auf einen zu, jedoch bleibt es dabei meist nur bei oberflächlichem Kontakt. Wenn man wirklich Freunde finden will, liegt es immer an einem selbst auf denjenigen zu zugehen. Anfangs fällt das oft ziemlich schwer, zumal sich die meisten in eher eingeschworenen Gemeinschaften zusammen tun.

Mit viel Interesse und etwas Geduld findet man jedoch ganz sicher viele nette Freunde dort, jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Das Leben in der Gastfamilie war für mich sehr angenehm. Meine ganze Familie hat mich herzlich empfangen. Ich wohnte mit meinen Gasteltern und 2 von 4 erwachsenen Geschwistern, dem kleinen Hund und meinem gleichaltrigen spanischen Gastbruder auf einem der Hügel die, die Bucht von Wicklow Town umgeben. Unser Haus war so geräumig, dass ich eine eigene Etage mit dem Spanier teilen konnte. Alle waren äußerst nett und auf viele Arten und Weisen typisch irisch. Ich bekam relativ viel Freiheit und konnte meistens das unternehmen, was ich gerade wollte. Alle waren da, wenn Unterstützung gebraucht wurde, jedoch habe ich versucht die meisten Dinge zunächst selbst zu regeln. Der größte Unterschied, war trotz aller Herzlichkeit und Unterstützung, das selbstständige Leben, da man einfach kein eigenes Kind für die Familie war. Ich empfand dies jedoch als angenehm!

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

In Irland lohnt es sich viel nach draußen zu gehen und die Natur zu genießen. Da die Pubs generell ab 18 sind, trifft man sich auch eher draußen, am Meer, oder bei jemanden zu Hause. Generell habe ich eigentlich so gut wie alles mit Freunden gemacht. Ob an den Klippen Abende verbracht, an den Wochenenden Dublin oder das Hinterland und damit die wunderbaren Landschaften entdeckt, oder einfach Sport auf zum Beispiel einem Basketballplatz mit dem besten vorstellbaren Ausblick gemacht. Weiterhin hab ich dort für mich das Bogenschießen entdeckt, wozu mich ein irischer Freund eingeladen hat. Ansonsten gibt es reichlich weitere Sportvereine mit allen möglichen bekannten und unbekannten Sportarten, wie Fußball, Handball, Gaelic Football, Hockey, Golf.

Ausprobieren lohnt sich also ;)

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