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Großbritannien: Erfahrungsberichte

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Vorname:
Katharina
Alter:
17
aus:
Griesheim
war:
2007 für ein Schuljahr in Chichester, England
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Chichester College
Kontakt:
katharina.fendt@t-online.de

Hier der Bericht von Katharina:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

England als Land ist toll, aber anders! Ich dachte, die Unterschiede zwischen England und Deutschland waeren gering (und verglichen mit Deutschland-Mexiko oder so sind sie das wahrscheinlich auch...), aber man darf sie nicht unterschaetzen!

1. Der Tagesrhythmus... zu Hause musste ich um 5:30am, hier um 8:30am aufstehen... wenn man College um 12pm oder 16pm beendet, hat man den Rest des Tages frei!!

2. Die Mahlzeiten... die haben hier Sandwiches mit Toastbrot zumMittagessen und ein warmes Abendessen (am Anfang bin ich bis zum Abend fast verhungert!!).

3. Linksverkehr!!! (Vorsicht... es ist ein Wunder, dass ich noch lebe!)

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Ich denke zuerst an Chichester...ich persoenlich liebe es, es ist aber nicht jedermanns Sache. Es ist eine relativ kleine Stadt (24 000 inhabitants) mit einer suessen Kathedrale und einer schoenen Einkaufszone mit Cafes und Restaurants.

Man kann abends ausgehen, auch wenn man unter 18 Jahren ist, und da hier sehr viele internationale Schueler aus den verschiedensten Laendern sind (nicht viele Deutsche uebrigens, ich habe im ganzen Jahr 3 getroffen), treffen die sich fast jeden Abend vor dem "Westgate Center".

Was hat dir besonders gut gefallen?

Das Beste war, dass all die negativen Vorurteile, die man so hoert, sich fuer mich absolut nicht bestaetigt haben:

1. Das Wetter um Chichester ist klasse, die sonnigste Ecke Englands

2. Das Essen ist etwas mehr Fertiggerichte, aber bisher habe ich keinerlei Fast Food gegessen... und das traditionelle Essen in englischen Pubs ist richtig lecker!!

3. Die englischen Leute, angeblich hoeflich aber oberflaechlich, sind zumindest hier in Chichester super offen und "welcoming"...

4. Als Deutsche habe ich im ganzen Jahr nur eine einzige schlechte Erfahrung mit meiner Nationalitaet und dummen Kommentaren gemacht... dagegen stehen unzaehlige gute Momente und Leute, die so begeistert von Deutschland sind und unbedingt (wieder) hin wollen!

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Zum College: Als ich das erste Mal da war, hat mich die Groesse fast umgehauen... es gibt 5 Bloecke und man kann alles studieren. Aber als internationaler Schueler muss man sich nur um einen Block - C Block - kuemmern!! Zu den Kursen gibt es auch verschiedene Optionen: Man kann entweder als "International Student" im C-Block behandelt werden, nur Englisch waehlen und jeden Morgen plus zwei Nachmittage ins College gehen. Man wird dann in verschiedene Level fuer die Morgenkurse eingeteilt und am Nachmittag kann man auf verschiedene Engischexamen hinarbeiten: Camebridge ESOL (FCE/ CAE/ CPE), IELTS, Anglia, NVQ etc. Im Laufe des Jahres kann man als "International Student" dann verschiedene Nebenkurse wie Business, Music oder eine weitere Sprache waehlen.

Ich hingegen habe auf Wunsch meiner Schule in Deutschland normale Kurse mit Englischen Schuelern besucht, die As-Level. Als "A-Level Student" kann man bis zu 4 Kurse waehlen, da man mindestens einen Engischkurs besuchen sollte. Ein As-Level-Kurs ist das erste Jahr eines A-Levels (vergleichbar Abi) und man hat diesen Kurs einen vollen Vor- und Nachmittag (je 3 Stunden, von 9:15am - 12:15pm und dann 13:15pm - 16:15pm). Ich weiss, in Deutschland hat man mehr Faecher, aber dafuer lernt man die As-Levels sehr genau.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es ein grosser Unterschied ist zwischen "A-Level Student" im A-Block und "International Student" im C-Block... man hat verschiedene Tutoren und die beiden Bloecke haben wenig miteinander zu tun. Ich persoenlich wuerde empfehlen, 3 oder 4 As-Level plus einen Englischkurs zu machen, da man so mit vielen Englischen Leuten zusammen ist und die volle Erfahrung hat. Um das Englisch muss man sich keine Sorgen machen, Deutsche haben generell eine gute Grundbildung und man kommst sehr schnell rein, da z.B. Lehrer ein sehr klares Englisch haben.

Ansonsten gibt es eine tolle Library und Computer Center, das man jederzeit nutzen kann, man bekommt Berufsberatung und fuer alles gibt es ein "Help Desk"... gut organisiert!

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Leben in der Gastfamilie war richtig toll... man musste zwar vieles alleine meistern, hat aber trotzdem Unterstuetzung bekommen! Fuer mich war es der perfekte Weg, um sehr viel unabhaengiger zu werden, aber nicht ins kalte Wasser zu fallen!

Ich habe ein richtig enges Verhaeltnis zu meiner Familie aufgebout, allerdings resprktieren sie, wenn man eher auf Abstand bleiben und sein eigenes Ding machen will.

Generell hat man aber verschiedene Optionen: Man kann auch auf dem Campus in einem 2-Bett-Zimmer leben. Ich habe auch die Raeume gesehen und das war in so weit gut dass man viele verschiedene Nationen um sich herum hatte!

 

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Zuerst gibt es viele Angebote des Colleges... Grillfeste, Karaoke, Bustouren,...

In meiner Zeit bin ich viel gereist, um mein Gastland kennen zu lernen. Es ist ein toller Mix aus Kultur, Landschaft und verschiedenen Leuten! England, Wales und Scotland sind so verschieden und es ist toll, die unterschiede zu entdecken.

Um Chchester kann ich besonders die Kueste (auch Sandstraende!!!!) (10 min), Portsmouth und Worthing (30min via train), Brighton (1std) und natuerlich London (1.5std) empfehlen.

Mein Lieblingsziel war aber Edinburgh... tolle Stadt, nette Leute aus aller Welt, super Nightlife!

 

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