Staatliche Schulen & Internate

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Vorname:
Vivien
Alter:
18
aus:
Cottbus
war:
2013 für ein Schuljahr in Cambridge, Impington, Cambridgeshire, England
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Impington Village college
Kontakt:
vivienboerold@gmx.de

Hier der Bericht von Vivien:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

1. Du bist auf dich alleine gestellt. Keine Eltern, die dir mal schnell was aus der Stadt mitbringen, wenn mal was vergessen wird für die Schule oder einem aus der Patsche helfen.

Nach diesem Jahr ist man auf jeden Fall selbständiger als davor.

2. In England ist das Essen definitiv schlechter als in Deutschland.

3. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereiter als in Deutschland. Wenn man mal nicht weiß, wo man ist, helfen dir sofort 5 Leute, damit du auch wieder gut nach Hause findest und für den kleinsten Rempler auf der Straße wird sich entschuldigt.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An viel Spaß mit Freunden, eine tolle und interessante Schulzeit und an eine wunderschöne Stadt.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Dass man so viele verschiedene Nationen auf der Schule hat. Man lernt automatisch unterschiedliche Kulturen kennen.

Die Lehrer sind motiviert und bemühen sich darum, dass jeder einzelne Schüler einen guten Abschluss bekommt. Der Unterricht ist viel anschaulicher gestaltet. Die Ausstattung der Klassenzimmer ist sehr gut.

In den naturwissenschaftlichen Fächern werden tolle Experimente gemacht. In Chemie beispielsweise stellt man Aspirin her. Und es gibt eine große Auswahl an außerschulischen Aktivitäten, egal ob Sport, Kreatives oder Musikalisches.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Um 8 Uhr bin ich aufgestanden und um 9 Uhr ging die Schule los. Wenn man das IB macht, hat man jeden Tag 5 Unterrichtsstunden. Eine Unterrichtsstunde ist 60min lang. Nach der 2. Stunde gibt es eine Frühstückspause-20min. Danach ist 3. und 4. wieder Unterricht. Nach der 4. Stunde folgt die Mittagspause, die ist 60min lang. Entweder man hat Essen mit von zuhause oder man geht in dieser Stunde nach Hause und macht sich dort Essen. 14.15 Uhr trifft sich deine Tutorgruppe mit dem Klassenlehrer und ca. 20min werden Probleme in der Schule besprochen oder der Lehrer teilt wichtige Informationen mit. Um 14.35 Uhr fängt die 5. Stunde an. Danach gehts entweder nach Hause oder man belegt in der Schule noch Freizeitprogramme, dann geht man zu diesen.

Es war sehr leicht, Freunde zu finden, weil 60% der Sixth Form Schüler auf dem Impington Village College Ausländer sind. Niemand kennt irgendjemanden, bei allen ist das Englisch am Anfang nicht perfekt, niemand hat seine Familie dabei. So versucht jeder Freunde zu finden und sich gegenseitig zu unterstützen. Jeder ist nett zu dir und hilft, wo er nur kann.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich war in einer Gastfamilie untergebracht und hatte dort eine tolle Zeit. Es ist eigentlich wie zu Hause, nur dass man mehr Freiheiten hat. Es gab zwar Regeln, aber wollte man am Abend weggehen oder bei einer Freundin schlafen, war das kein Problem solange man Bescheid sagte und sein Handy mitnahm. Meine Gastfamilie hat uns viel von der Stadt und mir speziell die Universitäten in Cambridge gezeigt, weil ich mich dafür interessierte. Wenn in der Stadt Feste waren oder Veranstaltungen, sind wir mit der ganzen Familie dort hingegangen oder mit Freunden. Das Frühstück und Mittagessen konnte man sich jederzeit machen. Der Kühlschrank war immer voll und wir konnten Wünsche äußern, was wir zu essen haben wollten. Für die Schule hab ich mir belegte Brote und Obst mitgenommen. Jeden Abend haben wir selbstgekochtes Essen mit der gesamten Familie zu uns genommen. Am Essenstisch hat jeder Austauschschüler von seinem Tag erzählt und über Probleme in der Schule, Heimweh, Krankheiten wurde geredet. Ich konnte jederzeit zu meiner Gastmutter gehen, wenn mich was bedrückt hat oder ich Hilfe brauchte. Am Wochenende konnten wir machen was wir wollten. Wir mussten nur sagen, wann oder ob wir nach Hause kommen.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Da ich das IB gemacht habe, musste ich viel lernen in meiner Freizeit. Man kann aber in Cambridge viel unternehmen. Punting, Shoppen, Kino, Schwimmen und ins Fitnessstudion gehen waren die häufigsten Aktivitäten. Ich habe mich auch viel mit meinen Freunden getroffen und da fast alle Austauschschüler in den umliegenden Dörfern wohnten, konnte man sich schnell mit dem Fahrrad besuchen.

Hier kannst du dir das Schulprofil ansehen

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