Staatliche Schulen & Internate

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Großbritannien: Erfahrungsberichte

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Vorname:
Tobias
Alter:
17
aus:
Dreieich
war:
2014 für ein Schuljahr in Canterbury, Kent, England
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Simon Langton Grammar school

Hier der Bericht von Tobias:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Der erste große, wenn auch offensichtliche Unterschied ist natürlich die Straße, wie ich schon ganz am Anfang, als das Taxi mich abholte, feststellte. In England wird auf der linken Seite gefahren, woran ich jedoch nicht dachte und beim Taxi zur falschen Türseite gelaufen bin. Ein anderer Unterschied sind die Leute, welche meiner Ansicht nach viel höflicher und freundlicher sind, sowohl im Alltagsleben als auch die eigenen Lehrer. Der dritte große Unterschied ist natürlich die Schule. Jede/r Schüler/in belegt nur 4 Fächer, die jeweils einstündig und sehr intensiv unterrichtet werden (anstatt der „normalen“ 45 Minuten in Deutschland). Außerdem beginnt die Schule um 9 Uhr, endet deshalb aber auch erst um viertel vor vier.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Ich denke an die überwiegend schöne und angenehme Zeit sowie sie vielen neu gefundenen Freunde zurück, mit denen ich sicherlich in Kontakt bleiben werde. Es war schön zu lernen selbstständig zu handeln und alles alleine zu organisieren.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Am Besten gefiel mir dir Möglichkeit während der „Half-term-ferien“ selbstständig innerhalb Englands zu verreisen, was mir die Möglichkeit gab London und Bath zu besichtigen und eine Tante zu besuchen.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Meine Schule begann jeden Tag um 8:50 Uhr mit einer „Registrierung“, in welcher die Anwesenheit der Schüler und Schülerinnen überprüft wird. Um 9:00 Uhr beginnt dann die erste Schulstunde. Da jeder Schüler, je nach seiner Fachwahl einen anderen Stundenplan hat, kann es sein, dass der Schultag mit 1,2 oder auch 3 Freistunden beginnt, in denen ich Hausaufgaben oder zusätzliche Recherchen machte oder mich einfach mit ein paar Freunden in den Aufenthaltsraum setzte.

Um 11 Uhr gibt es eine 20-minütige Pause, auf die weitere 4 Schulstunden folgen. Eine geregelte Mittagspause gab es nicht, ich aß einfach während einer meiner Freistunden. Nachmittags gab es noch eine weiter Registrierung oder zweimal in der Woche auch eine „assembly“ in der Informationen übermittelt wurden. Um viertel vor vier kamen dann ein paar Schulbusse, die einen in die Stadt brachten.

Da die meisten Engländer sehr offen und interessiert sind, ist es nicht schwer mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Am Anfang sind viele Schüler und auch Lehrer auf mich zugekommen und haben mich gefragt, ob es mir denn gefallen würde oder ob ich Probleme hätte. Dann sollte man jedoch versuchen die Kontakte ausbauen. Das kann schon mehrere Wochen dauern, aber dann findet man garantiert ein paar nette Leute mit denen man „herumhängen“ kann.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich habe in einer Gastfamilie gelebt und gemerkt, dass es einige Unterschiede zu zuhause gibt, aber

ich denke, dies ist von Gastfamilie zu Gastfamilie unterschiedlich. Ein großer Unterschied war, dass in meiner Gastfamilie kein wirkliches Familienleben stattfand. Wir haben zwar jeden Abend zusammen gegessen und fern geschaut, aber "Familienaktivitäten" wurden sehr selten unternommen. Dadurch habe ich insgesamt selbstständiger gelebt, als ich es zuhause tue.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Nach der Schule bin ich oft mit Freunden in die Stadt gegangen. Ich habe im Triathlonclub der Schule mitgemacht, in welchem wir öfters trainiert haben. Ansonsten sind die Abende mit Hausaufgaben gefüllt und man trifft sich mit Freunden eher am Wochenende.

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