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High School Frankreich: Erfahrungen

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Vorname:
Emma
Alter:
15
aus:
Graz
war:
2015 für ein Schuljahr in Montpellier, Languedoc-Roussillon, Frankreich
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl

Hier der Bericht von Emma:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Das Wetter - im Süden Frankreichs ist bis Oktober Sommer und warm genug um an den Strand zu gehen, und auch im Winter wird es nicht besonders kalt.

Die Schule - in Frankreich hat man den ganzen Tag lang Unterricht, und es wird hauptsächlich von den Lehrern diktiert, auf Mitarbeit wird nicht so viel Wert gelegt wie bei uns.

Wir hatten oft Kontrollen und Tests, für die sich meine französischen Freunde immer sehr gut vorbereitet haben. Für mich war der Stoff, der durchgenommen worden ist, aber eigentlich nichts neues, in Mathematik haben wir nur Themen gemacht, die ich schon im vorigen Jahr in Österreich gemacht hatte, in Englisch ist auch nichts neues gemacht worden. Sehr gestört hat mich das aber nicht, immerhin kann man so seine Zeit für andere Dinge nützen ;)

Das Essen - in Frankreich wird sehr viel Wert auf gemeinsame Mahlzeiten gelegt. Da die meisten Eltern ganztags arbeiten und die Kinder auch den ganzen Tag in der Schule sind, ist für die Franzosen das Abendessen die gemeinsame Hauptmahlzeit. Es wird gekocht, alle Essen abends zusammen. Außerdem Essen die Franzosen nach jeder Mahlzeit Käse und oft auch Desserts.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An die tollen Leute die ich kennen gelernt habe:

Meine Gastfamilie, mit der ich wirklich sehr viel Glück gehabt habe und die sich liebenswert um mich gekümmert hat.

Meine Freunde, die ich hauptsächlich in der Schule kennen gelernt habe, der Abschied ist uns wirklich schwer gefallen und wir versuchen in Kontakt zu bleiben.

Und auch meine lokale Betreuerin Ericka, die uns allen immer verständnisvoll und wie eine Freundin zur Seite gestanden ist.

Aber natürlich denke ich auch an all die Erfahrungen die ich in diesem Jahr machen konnte.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Montpellier - die Stadt ist wunderschön, immer belebt, es ist heiß, regnet so gut wie nie und ans Meer kann man mit der Straßenbahn fahhren.

Die Menschen - im Süden trifft man auf Menschen, die sehr offen und interessiert sind und die eine große Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit an den Tag legen.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein typischer Schultag fing damit an, um 06:00 aufzustehen, zu frühstücken und mich für die Schule fertig zu machen. Gegen 06:15 habe ich dann den Bus genommen, mit dem ich in die Stadt gefahren bin und danach die Straßenbahn, um in die Schule zu fahren. Die Schule hat um 08:00 begonnen, die Stunden waren je 55 min lang. Nach zwei Stunden gibt es eine kurze Pause von 15 min, und um nach der vierten Stunde um 12:00 hatten wir mindestens eine Stunde Mittagspause, in der wir selten in der Kantine, aber öfter in auswärts gegessen haben, da meine Schule direkt in der Stadt lag. Am Nachmittag gab es auch noch eine kurze Pause, der Unterricht endete für mich entweder um 17:00 oder um 18:00, was Anfangs für mich eine große Umstellung war.

Mittwochs gibt es keinen Nachmittagsunterricht.

Anfangs fiel es mir relativ schwer, auf meine KlassenkameradInnen zuzugehen. Das lag hauptsächlich daran, dass mir die Sprache noch etwas schwer gefallen ist. Doch die Schulkameraden sind offen auf mich zu gegangen und bald habe ich auch mehr verstanden und mir beim Sprechen leichter getan.

Während dieses Jahres habe ich tolle Freunde gefunden, mit denen ich viel Unternommen habe.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ein großer Unterschied im Familienleben in Frankreich ist, dass man sich erst abends sieht. Die Eltern arbeiten oft ganztags und man sieht sich erst abends. Dann wird gemeinsam gegessen und man erzählt sich die Neuigkeiten und Erlebnisse des Tages.

Auch am Wochenende nimmt man sich oft mehr Zeit für seine Familie, als das in Österreich oder Deutschland üblich ist, da man sich unter der Woche ja nicht so viel sieht wie bei uns.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Ich habe einmal in der Woche Gitarrenunterricht genommen, gemeinsam mit einem französischen Jungen.

Außerdem habe ich mich in einem Fitnessstudio angemeldet, wo ich zweimal in der Woche hingegangen bin.

Ansonsten habe ich viel mit meinen Freunden gemacht. Wir haben uns in der Stadt getroffen, sind durch die Geschäfte spaziert, ins Kino gegangen, im Sommer sind wir oft ans Meer gefahren...

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