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Privatschulen in Frankreich: Erfahrungen

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Vorname:
Andrea
Alter:
16
aus:
Ulm
war:
2008 für ein Semester in Marseille, Frankreich
Schultyp:
Private Schule
Schule:
Lycée l'olivier
Kontakt:
andreadietl@gmx.net

Hier der Bericht von Andrea:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Die Sprache natürlich. Man geht ja eigentlich (nur?) deshalb ins Ausland, um die Sprache zu lernen. Ich hatte anfangs grosse Angst nichts zu verstehen und nicht mit den anderen mitzukommen, wenn sie reden, beziehungsweise dass ich es nicht schaffe, die Sprache in einem halben Jahr zu lernen. Für alle, die die gleichen Bedenken haben: FALSCH! Anfangs kommt man natürlich nicht so ganz mit, aber man findet immer jemanden, der langsam mit einem redet und mit der Zeit (1, 2 Monate...) läuft das schon viel besser!!!

Die Schule. Längere Stunden, andere Fächer, Mittagessen in der Kantine... Alles ist anfangs noch ungewohnt usw.. aber auch daran gewöhnt man sich verblüffend schnell!

Das Leben in der Familie. Die Familie, in die man kommt, hat wahrscheinlich einen ganz anderen Rythmus, wie man es von zu Hause kennt. Das Essen, die Schlafenzeit und Ausgehregeln... an alles muss man sich neu gewöhnen und noch dazu ist man plötzlich ganz alleine in einer Familie, zu der man nicht gehört aber doch irgendwie. Anfangs kommt man sich vielleicht bei manchen Gelegenheiten etwas falsch am Platz vor, aber wenn man sich nicht zu gut dafür ist, sich manchamal für andere die Hände schmutzig zu machen (bügeln, staubsaugen etc...), dann wird man auf jeden Fall schnell integriert und kommt sich als ein neues Familienmitglied vor. Keine Angst!!!

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An meine Gastfamilie, die echt super ist, an die neuen Freunde, die ich gefunden habe, an Marseille, eine Stadt, die wunderschön und imposant ist und natürlich an alle kleinen, aber schönen Momente und Erlebnisse, die ich sonst nie erfahren hätte.

Man bereut es sicher nicht!!!

Was hat dir besonders gut gefallen?

Ganz vieles, vor allem das Leben in der Familie. Die Schule ist zwar ganz ok, aber ich bevorzuge das deutsche Schulsystem!

Ausserdem habe ich viel von der Stadt und der Umgebung gesehen, was alles wunderschön ist und das sind Dinge, die man nur erleben kann, wenn man wirklich dort lebt. Als Tourist bekommt man nicht einmal die Hälfte mit!!

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Aufstehen so gegen 7:00, die Schule fängt meistens um 8:15 an.

Montags zum Bespiel 2h Geschichte, dann 2h Deutsch (man kann auch andere Sprachen nehmen, Deutsch ist echt langweilig!) danach ECJS (Presentation...), Kantine und zum Schluss 2h Mathe. Um 3:15 hab ich aus und dann gehts nach Hause.

Zu den Freunden: Es braucht sich keiner Sorgen zu machen, in der Schule keinen Anschluss zu finden, weil es immer jemanden gibt, der sich "erbarmt" und dann hängt man sich einfach an denjenigen ran, das heisst, dass man irgendwann als Anhängsel anerkannt wird und mit der Zeit wirds dann leicht auch andere kennen zu lernen.

Es ist aber auch ganz wichtig offen auf die Leute zuzugehen - wovor ich anfangs Angst hatte, ist aber nicht begründet, denn das kommt von selbst, wenn man sich einen Schubs gibt!!!

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

hab ich oben schon geschrieben... einfach der Rhythmus!

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Ich war viel in der Stadt und der Umgebung, hab mir Sachen angesehen und die Gegend entdeckt. Ansonsten shopping, spazieren gehen, mit Freunden ins Kino oder einfach gar nichts machen und daheim beiben... mit der Zeit schaukelt sich alles ein und wird zur Normalität.

 

 

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