Privatschulen

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Privatschulen in Frankreich: Erfahrungen

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Vorname:
Natascha
Alter:
17
aus:
Frankfurt am Main
war:
2010 für ein Semester in Montpellier, Frankreich
Schultyp:
Private Schule
Kontakt:
Nataschapostel@gmx.de

Hier der Bericht von Natascha:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Also als erstes fällt mir sie Schule ein, die einfach viel länger dauert und disziplinierter als in Deutschland ist. Dann natürlich die Küsschen auf die Backe, die bei jeder Begrüßung Pflicht sind, auch wenn man den anderen gar nicht kennt. Und als letztes, dass man einfach nicht so viel Freizeit wie in Deutschland hat, da die Schule doch sehr im Mittelpunkt steht. Einfach mal abends weg zu gehen ist kaum möglich und auch die Eltern sind da einfach strenger.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Meine Freunde!!! Ich habe witzige Abende im Internat verbracht und auch in meiner Freizeit sind wir oft zusammen weggegangen. Auch erinnere ich mich an die Mädels aus meiner Klasse, die eine kleine Geburtstagsfeier für mich organisiert haben und dann noch der tolle Skiurlaub mit meiner Gastfamilie.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Camembert^^ Natürlich die Ausflüge mit meiner Gastfamilie, z.B nach Cannes, Nice oder in die Provence!!! Dazu zählt wie schon erwähnt auch der einwöchige Skiurlaub!!! Weihnachten mit der riiiiiiiiiiiiiiiiiiesigen Verwandtschaft war auch ein interesseantes Erlebnis und mein Gespräch mit meiner Gastschwester bis tief in die Nacht:-) Witzig war es auch 2 Tage mit den Pfadfindern verbracht zu haben, eine Gruppe, die die Gastschwestern aus meiner Familie geleitet haben. Hier waren einfach alle total lieb!!!

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Die Schule fing jeden Tag um 8Uhr an und die Internatsschüler mussten davor noch in der Kantine frühstücken. Eine Unterrichtsstunde dauert in Frankreich 55 min. und von 12-13.30 Uhr gab es eine Mittagspause um wieder in der Kantine essen zu gehen. Danach ging der Unterricht bis halb sechs weiter. Der Mittwoch bildete die Ausnahme, denn hier endete die Schule schon um 12 Uhr und man konnte endlich mal was unternehmen. Um 19 Uhr gab es dann wieder Essen fürs Internat und man kann glaube ich gut nachvollziehen, dass man das Kantinenessen irgendwann nicht mehr sehen konnte, denn es war zu 70% „dégueulesse“. Abends wurde dann gelernt (einmal die Woche wurde eine Arbeit von bis zu drei Stunden geschrieben) oder halt Hausaufgaben gemacht. Um halb elf musste das Licht dann ausgemacht werden, wofür die „Suveillants“ sorgten, dass dies auch eingehalten wurde. Doch meistens war dies gar nicht nötig, denn nach so einem Tag fiel man nur so in sein Bett.

Also am Anfang war es nicht gerade so, dass alle auf einen zugekommen sind, da musste man schon selbst was unternehmen. So habe ich mich nach ca.3 Wochen dann neben eine Französin gesetzt( davor saß ich neben einer anderen Deutschen) und von da an wurde es besser mit dem Kontakt. Wenn man die Leute fragt sind sie auch sehr hilfsbereit, aber man kann nicht erwarten, dass das von alleine passiert. Außerdem haben wir noch eine Klassenfahrt gleich am Anfang gemacht, sodass ich dort die Leute viel besser kennen gelernt habe!

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Also unter der Woche war ich im Internat und dann am Wochenende in der Familie sowie auch in den Ferien! Also im Internat ist es toll, dass immer jemand für dich da ist, wenn du Hilfe brauchst. Man ist die ganze Zeit über mit Leuten zusammen, was mir nie was aus machte und auch, dass ich ein Doppelzimmer hatte war genial!!! Allerdings ist das Leben sehr geregelt und alles ist sehr streng! Auch wenn ich am Anfang gar nicht bleiben wollte bin ich froh es doch getan zu haben. Man gewöhnt sich eben an alles:-)

In der Gastfamilie war es auch strenger als zu Hause, d.h ich konnte nicht kurzfristig mal weggehen, denn das musste alles geregelt werden und auch die Uhrzeiten waren strikter als in Deutschland! Außerdem wurde fast immer zusammen gegessen...

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Durch das Internat konnte ich ja nicht viel weggehen. Aber Mittwochs bin ich mit Freundinnen in die Stadt oder auch oft ins Kino gegangen. Einmal war ich Schlittschuh laufen und Bowling spielen. Wochenends habe ich auch mal woanders geschlafen oder eine Freundin besucht. Mit der Gastfamilie wurde dann des öfteren die Verwandtschaft besucht.

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