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Privatschulen in Frankreich: Erfahrungen

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Vorname:
Hannah
Alter:
16
aus:
Berlin
war:
2014 für ein Semester in Avignon, Avignon, Frankreich
Schultyp:
Private Schule
Schule:
Lycée St. Joseph
Kontakt:
miss_han@hotmail.de

Hier der Bericht von Hannah:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Der erste grosse Unterschied war das unbeschreiblich leckere Essen und vor allem das Baguette - ein Klischee, das sich bewahrheitet hat. :)

Dann als zweiter großer Unterschied natürlich die Sprache, die zunächst sehr schwer fällt.

Und zu guter letzt natürlich die Lebensweise und im Allgemeinen der Tagesablauf. Dort hat man erst sehr spät Schulschluss und isst dementsprechend auch erst sehr spät abends.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Als allererstes denke ich an meine wunderbare Gastfamilie und an meine vielen Freunde, die ich dort habe und sehr vermisse.

Und dann denke ich natürlich an die vielen Erfahrungen und meine Sprachkenntnisse, die ich dort gesammelt habe.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Besonders gut gefallen haben mir ganz im allgemeinen Land und Leute, vor allem die schöne Innenstadt von Avignon, die wirklich sehenswert ist.

Und natürlich das Wetter, das wirklich bemerkenswert ist...meistens jedenfalls.

Denn selbst im Winter ist meist strahlender Sonnenschein.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Im Internat von St. Jo beginnt der Tag spätestens um 7 Uhr morgens wenn die Betreuerin kommt, um jeden zu wecken.

Um 7:20 Uhr muss dann jeder runter zum Frühstück.

Um 8 Uhr beginnt dann der Unterricht. Eine Stunde dauert 55 Minuten, dann gibt es 5 Minuten Pause, nach der 2. Stunde sind es 15 Minuten Pause.

Je nachdem gibt es in der 5. oder 6. Stunde Mittagessen. Manchmal hat man auch 2-3 Stunden Mittagspause, das hängt vom Stundenplan ab.

In den Freistunden geht man entweder ins CDI oder in die Permanence.

Nachmittags so gegen 4-6 Uhr hat man dann meistens Schulschluss (kommt aber auch öfter vor, dass Lehrer nicht da sind, dann hat man früher Schluss ;) )

Dann hat man als interner Schüler bis genau 18:25 Ausgang.

Dann hat man von 18:30 bis 19:30 Hausaufgabenzeit, von 19:30 bis 20:30 wird gegessen und von 20:30 bis 21:30 werden dann nocheinmal Hausaufgaben gemacht.

Ab 21:30 hat man dann eine Stunde Freizeit, um zu duschen, ein bisschen zu quatschen und um Punkt 22:30 muss dann das Licht ausgeschaltet werden. Wenn dies nicht geschieht, dann kommt die Betreuerin und weist euch freundlich darauf hin, aber keine Angst, die Betreuerinnen sind total nett und lassen auch mal mit sich reden ;)

Im Internat gibt es 2 bis 4-Bett-Zimmer, also ist man eigentlich nie alleine, was Vor- aber auch Nachteile hat.

Mir als Einzelkind hat das sehr gut gefallen und als ich wieder zuhause war hat mir das sehr gefehlt.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Wie ich schon gesagt hab, ist man im Internat igentlich nie allein.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man als interner Schüler viel schneller Freunde findet, als jemand, der nach der Schule gleich nach Hause geht.

Für mich war in Frankreich eigentlich Alles ganz anders als Zuhause, angefangen vom Tagesablauf, über das Kantinenessen, welches sehr gewöhnungsbedürftig ist, bis hin zu den Mitschülern, die sich anders verhalten, als man es in Deutschland vielleicht gewöhnt ist.

Deswegen: Geht auf die Franzosen zu und seid nicht schüchtern, denn sie beißen nicht ;) sie sind nur etwas distanzierter, weil diese Schule schon viele Austauschschüler gesehen hat. Aber wenn man sie kennenlernt und etwas mit ihnen unternimmt, dann werden es schnell gute Freunde.

Auch in meiner Gastfamilie, bei der ich am Wochenende war, war es ganz anders als Zuhause. Ich denke aber, dass das immer von der Gastfamilie abhängt. Jedoch sollte Jeder bereit sein, sich neuen Situationen anzupassen.

Natürlich hat das Leben im Internat zuerst eine große Umstellung bedeutet und vor allem die ersten Wochen waren wirklich nicht leicht, aber dann ist es zu einer der interessantesten Erfahrungen meines Lebens geworden, die ich gegen Nichts eintauschen würde.

Also, traut Euch und wagt diesen Schritt, ihr werdet es nicht bereuen!

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Viel Zeit habe ich natürlich mit meiner Gastfamilie verbracht. Ansonsten war ich, nachdem ich mich gut eingelebt hatte und Freunde gefunden hatte, viel mit meinen Freunden unterwegs und habe das schöne Wetter genossen.

Nach der Schule geht man gerne mal mit Freunden in ein cafe oder shoppen, um die Zeit bis 18:25 Uhr zu überbrücken...

Aber vorsicht! Bloß nicht erst um 18:26 Uhr kommen, denn dann sind die Türen schon verschlossen und dann gibts richtig Ärger. Seid lieber pünktlich ;)

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