Spanien: Staatliche Schulen

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Schüleraustausch Spanien: Erfahrungen

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Vorname:
Kristina
Alter:
16
aus:
Kiel
war:
2016 für ein Trimester in Cádiz, Cádiz, Spanien
Schultyp:
Staatliche Schule
Kontakt:
kristinasieling@hotmail.de

Hier der Bericht von Kristina:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

In Spanien ist es grundsätzlich viel lauter als in Deutschland. Die Leute treffen sich dort auf den Straßen, reden miteinander oder gehen abends zusammen aus. Das Besondere ist, dass sich fast das ganze Leben der Spanier draußen abspielt. Die Jugendlichen gehen abends zum Strand (sofern einer da ist) oder treffen sich einfach auf den Straßen und "chillen" dort. Egal ob im Bus, im Hochhaus, in dem man wohnt, oder in der Schule, findet man einfach einen viel höheren Lärmpegel vor. Aber keine Angst, man gewöhnt sich schnell daran!;) Außerdem sind die Spanier sehr offene Menschen und gehen meist viel früher als die Deutschen auf den "Neuling" zu, reden mit ihm oder laden ihn ein, sich zu ihm zugesellen. Das war bei mir auch der Fall. Gleich am ersten Schultag wurde ich von ein paar Leuten aus meiner Klasse gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mit ihnen am Wochenende etwas zu unternehmen. Das war echt ein toller Schuleinstieg für mich!:) Was mir auch aufgefallen ist, dass das Schulniveau zwischen deutschen und spanischen Schulen auch sehr verschieden ist. Die Spanier beherrschen nicht so viele Fremdsprachen wie wir, meist nur Englisch und haben selbst mit dieser Fremdsprache sehr viel Schwierigkeiten. Die Spanier, die ich getroffen habe, waren der Meinung, ihre Sprache sei eine Weltsprache und deswegen müssten sie keine weitere lernen. Naja, so sind die Ansichten halt ein wenig verschieden;)

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Ich denke an die schönste, aufregendste, coolste und spannendste Zeit meines Lebens. Ich erinnere mich an die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen und die Lebenslust der Spanier, die vieles einfach lockerer sehen als wir und das Leben in ganzen Zügen genießen. Am meisten hat mich die Tatsache beeindruckt, dass sehr viele Menschen zwar ärmer sind als wir, jedoch auf ihre Art trotzdem fröhlich und zufrieden. Ich hatte das Gefühl, dass materialistische Werte weniger zählten, als gemeinsame Erlebnisse in der Gemeinschaft. Außerdem habe ich die Spanier als sehr großzügig in Erinnerung, jedoch sind sie nicht so pünktlich wie wir und kommen meist zu spät. Da bestätigt sich das Klischee!;)

Was hat dir besonders gut gefallen?

Mir hat besonders die Offenheit und Herzlichkeit der Menschen gefallen, das Gefühl sofort ein Teil der Gruppe zu sein. Ich wurde sehr schnell in die Familie integriert, was mir den Einstieg sehr erleichtert hat. Außerdem fand ich das Vortreffen in Barcelona sehr hilfreich und echt interessant und die kleinen Ausflüge, die wir mit den Leuten aus unserer Region gemacht haben. Das schweißte alle noch mehr zusammen.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Bei mir war es so, dass ich immer von 8-3 Uhr in die Schule ging, danach Mittag aß, meine Hausaufgaben machte und dann etwas mit Freunden unternahm. Meist gingen wir zum Strand. Ich war entweder mit Deutschen, Spaniern oder beiden unterwegs. Abends habe ich meist mit meiner Gastfamilie ferngesehen. Am Wochenende habe ich auch entweder etwas mit Freunden unternommen (Strand, ...) oder war im Kreise der Familie. Ich war samstagabends immer beim Chor und sonntags in der Kirche (meine Familie war nämlich katholisch). Jeden Sonntag trafen wir uns mit der Familie und haben zusammen gegessen und z.B. Karten oder so gespielt. Das war echt immer lustig. Oft habe ich auch bei meiner Gasttante übernachtet, die mir viel von Cádiz gezeigt hat und mir Flamencotanzen beigebracht hat!!

 

Ja, es war leicht Klassenkameraden kennenzulernen, jedoch musste man selbst auch sehr offen dafür sein. Ich war oft Freitagabends mit den Leuten aus meiner Klasse am Strand oder habe mich mit Ihnen zum Lernen verabredet. Sie waren sehr an Deutschland interessiert und ich hatte viel Spaß mit Ihnen;)

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Der Punkt der mir als Erstes spontan einfällt, ist, dass die Spanier viiiiel mehr fernsehen als wir. Sie fangen morgens an, dann nachmittags und abends. Außerdem ist die Essenskultur ganz anders. Man isst einmal mittags UND abends (gegen Elf Uhr) nocheinmal warm. Da kann man natürlich sehr leicht zunehmen, also kann ich aus Erfahrung nur raten, treibt auf jeden Fall Sport vor Ort!

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Ich habe mich entweder mit Freunden getroffen oder Ausflüge mit meiner Familie unternommen, war im Chor oder in der Kirche;)

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