Spanien: Staatliche Schulen

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Gastfamilien in Spanien

Wenn du in einer Gastfamilie lebst, wirst du merken: Das in Deutschland vorherrschende Bild des "lockeren Spaniers" stimmt nicht immer mit der Realität überein - die Spanier sind selbst in den Großstädten häufig eher konservativ und traditionell.

Wissenswertes

Kaum eine Gastfamilie spricht Deutsch oder Englisch

Du brauchst also Grundkenntnisse Spanisch schon bei Anreise, um zumindest das Nötigste zu verstehen. Mehr dazu in diesem Interview.

Eine typische spanische Familie

besteht nicht nur aus Eltern und Kindern, sondern häufig auch aus Großeltern, Onkeln, Tanten, Cousins und Cousinen, die oft etwas zusammen unternehmen.

Auch gibt es meist weniger Privatsphäre zwischen den einzelnen Familienmitgliedern, man redet viel miteinander, und die Zimmertüren stehen immer offen. D.h. du musst damit rechnen, nicht immer allein sein zu können, wenn dir danach ist. Erwartet wird, dass du an Familienunternehmungen teilnimmst.

Der Tagesablauf

... ist anders als im kälteren Norden: Das Frühstück ist leicht: ein Kaffee mit einem Toast oder Keks. Das Mittagessen zwischen 14 und 15 Uhr ist die wichtigste Mahlzeit des Tages und besteht meist aus verschiedenen kleinen Gerichten.

Sehr spät am Abend (zwischen 21 und 22 Uhr) gibt es noch ein Essen, danach treffen sich spanische Jugendliche häufig auf der Straße oder in einem Café. Sicher erst mal anstrengend, aber auch dir hilft da vielleicht eine kleine Siesta nach dem Mittagessen.

Unternehmungen mit der Gastfamilie

Viele Spanier fahren am Wochenende in ihre Heimatstädte oder aufs Land, besonders wenn sie dort Angehörige haben. Ein sonntägliches ausgiebiges Mittagessen im Rahmen der gesamten Großfamilie ist ebenso üblich.

Nimm teil - "Alleingänge" oder Allein-sein-wollen stoßen auf weitaus weniger Verständnis als in Deutschland. Wissen solltest du, dass einige Familien erwarten, dass du dich auch um deine Gastgeschwister ein wenig kümmerst - z.B. indem du Deutsch oder Englisch mit ihnen übst.

Besonders im Süden Spaniens lebt eine oft sehr konservative Bevölkerung. Der regelmäßige sonntägliche Kirchenbesuch ist in vielen Familien üblich. Oft leben die Kinder bis zu ihrem 30. Lebensjahr bei ihren Eltern. Ein Großteil verlässt erst dann das elterliche Haus, wenn sie heiraten.

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