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GLS Jobben im Ausland - Stand SEP 2016

1. Abschluss des Reisevertrages

1.1. Mit der Buchung (Reiseanmeldung), welche ausschließlich durch Übermittlung des jeweiligen im Katalog enthaltenen Buchungsformulars per Post oder per Fax oder auf elektronischem Weg an GLS erfolgen kann, bietet der Kunde GLS den Abschluss des Reisevertrages verbindlich an. Bei e-lektronischen Buchungen bestätigt GLS den Eingang der Buchung unverzüglich auf elektronischem Weg.

1.2. Der Vertrag kommt mit dem Zugang der schriftlichen Buchungsbestätigung von GLS zustande.

2. Anzahlung, Restzahlung

2.1. Nach Vertragsabschluss wird gegen Aushändigung des Sicherungsscheines eine Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises fällig. Die Restzahlung wird 3 Wochen vor Reisebeginn zur Zahlung fällig, sofern der Sicherungsschein übergeben ist.

2.2. Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die Restzahlung nicht ent-sprechend den vereinbarten Zahlungsfälligkeiten, so ist GLS berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom Reisevertrag zurückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten gemäß Ziffer 7. zu belasten.

3. Rücktritt durch den Kunden vor Reisebeginn /Stornokosten

3.1. Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Der Rücktritt ist gegenüber GLS unter der unten angegebenen Anschrift zu erklären. Dem Kunden wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären.

3.2. Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück oder tritt er die Reise nicht an, so verliert GLS den Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann GLS, soweit es den Rücktritt nicht zu vertreten hat oder ein Fall höherer Gewalt vorliegt, eine angemessene Entschädigung für die bis zum Rücktritt getroffenen Reisevorkehrungen und seine Aufwendungen in Abhängigkeit von dem jeweiligen Reisepreis verlangen.

3.3. GLS berechnet unter Berücksichtigung der gewöhnlich ersparten Aufwendung und der gewöhnlich möglichen anderweitigen Verwendungen der Reiseleistungen, bezogen auf den Zeitpunkt des Zugangs der Rücktrittserklärung des Kunden folgende Entschädigung:

Rücktrittskosten beim Programm "Jobben im Ausland"

Soweit die nachfolgende Stornokostenregelung auf die Platzierung abstellt, bedeutet "Platzierung" dass eine Arbeitsstelle für den Kunden gefunden ist und dieser die offizielle Mitteilung über seinen konkreten Einsatzorte durch GLS erhalten hat.

  • a) Rücktrittskosten vor der Platzierung:

    • bis 31 Tage vor Reiseantritt 15%
    • vom 30. bis 21. Tag vor Reiseantritt 30%
    • vom 20. bis 14. Tag vor Reiseantritt 40%
    • vom 13. bis 7. Tag vor Reiseantritt 50%
    • vom 7. Tag bis 4. Tag 60%
    • ab dem 3. Tag vor Reiseantritt oder
    • bei Nichtanreise 90%

  • b) Rücktrittskosten nach erfolgter Platzierung:

    • Ab dem Tag des Zuganges der Platzierung bis zum 7. Tag vor Reiseantritt 50% des Programmpreises
    • Vom 7. bis zum 4. Tag vor Reiseantritt 60% des Programmpreises
    • Ab dem 3. Tag vor Reiseantritt bis zum Reiseantritt und bei Nichtantritt 90 des Programmpreises

3.4. Dem Kunden bleibt es in jedem Fall unbenommen, GLS nachzuweisen, dass GLS überhaupt kein oder ein wesentlich niedrigerer Schaden entstanden ist, als die geforderte Pauschale.

3.5. GLS behält sich vor, in Abweichung von den vorstehenden Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern. In diesem Fall ist GLS verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendun-gen und einer etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.

4. Umbuchungen

4.1. Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss auf Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart (Umbuchung) besteht nicht. Ist eine Umbu-chung möglich und wird sie auf Wunsch des Kunden dennoch vorgenommen, kann GLS bis 31 Tage vor Reiseantritt ein Umbuchungsentgelt von € 50,- pro Kunden erheben.

4.2. Umbuchungswünsche des Kunden, die später erfolgen, können, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom Reisevertrag gemäß Ziffer 3. zu den dort festgelegten Bedingungen und gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden. Dies gilt nicht bei Umbuchungswünschen, die nur ge-ringfügige Kosten verursachen.

5. Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen

5.1. GLS kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn der Kunde ungeachtet einer Abmahnung von GLS nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maß vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Eine Kündigung kommt insbesondere dann in Betracht, wenn der Kunde gegen die ihm bekannt gegebenen Regeln der Sprachschule oder des örtlichen Bildungsträgers oder der Unterkunftseinrichtung verstößt.

5.2. Die örtlichen Vertreter von GLS sind bevollmächtigt, Abmahnungen auszu-sprechen und namens und in Vollmacht von GLS den Reisevertrag zu kündigen.

5.3. Kündigt GLS, so behält es den Anspruch auf den Reisepreis; GLS muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die es aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt, einschließlich der GLS von den Leis-tungsträgern gut gebrachten Beträge.

6. Obliegenheiten des Kunden

6.1. Der Reisende ist verpflichtet, auftretende Mängel unverzüglich direkt ge-genüber GLS unter der unten angegebenen Anschrift anzuzeigen.

6.2. Ansprüche des Reisenden entfallen nur dann nicht, wenn die dem Reisenden obliegende Rüge unverschuldet unterbleibt

6.3. Wird die Reise infolge eines Reisemangels erheblich beeinträchtigt, so kann der Reisende den Vertrag kündigen. Dasselbe gilt, wenn ihm die Reise infolge eines solchen Mangels aus wichtigem, GLS erkennbarem Grund nicht zuzumu-ten ist. Die Kündigung ist erst zulässig, wenn GLS eine ihm vom Reisenden bestimmte angemessene Frist hat verstreichen lassen, ohne Abhilfe zu leisten. Der Bestimmung einer Frist bedarf es nicht, wenn die Abhilfe unmöglich ist oder von GLS verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird.

7. Beschränkung der Haftung

7.1. Die vertragliche Haftung von GLS für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt,

  • a) soweit ein Schaden des Kunden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder
  • b) soweit GLS für einen dem Kunden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

7.2. Die deliktische Haftung von GLS für Sachschäden, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt. Diese Haftungshöchstsumme gilt jeweils je Kunden und Reise. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche im Zusammenhang mit Reisegepäck nach dem Montrealer Übereinkommen bleiben von der Beschrän-kung unberührt.

7.3. GLS haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Ausflüge, Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen, Beförderungsleistungen von und zum ausgeschriebenen Ausgangs- und Zielort), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Buchungsbestätigung ausdrücklich und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet werden, dass sie für den Kunden erkennbar nicht Bestandteil der Reiseleistungen von GLS sind. GLS haftet jedoch

  • a) für Leistungen, welche die Beförderung des Kunden vom ausgeschriebenen Ausgangsort der Reise zum ausgeschriebenen Zielort, Zwischenbeförderungen während der Reise und die Unterbringung während der Reise beinhalten, soweit diese Beförderungen Vertragsbestandteil sind
  • b) wenn und insoweit für einen Schaden des Kunden die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten von GLS ursächlich gewor-den ist.

8. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung

8.1. Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise hat der Kunde innerhalb eines Monats nach dem vertraglich vorgesehenen Zeitpunkt der Beendigung der Reise geltend zu machen. Die Geltendmachung kann fristwahrend nur gegenüber GLS unter der nachstehend angegebenen Anschrift erfolgen. Nach Ablauf der Frist kann der Kunde Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist.

8.2. Ansprüche des Reisenden nach den §§ 651c bis f BGB aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit einschließlich vertraglicher Ansprüche auf Schmerzensgeld, die auf einer fahrlässigen Pflichtverletzung von GLS oder einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von GLS beruhen, verjähren in zwei Jahren. Dies gilt auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung von GLS oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von GLS beruhen.

8.3. Alle übrigen Ansprüche nach den §§ 651c bis f BGB verjähren in einem Jahr. 
 

9. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften

9.1. GLS wird Staatsangehörige eines Staates der Europäischen Ge-meinschaften, in dem die Reise angeboten wird, über Bestimmungen von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften vor Vertragsabschluss sowie über deren evtl. Änderungen vor Reiseantritt unterrichten. Dabei wird davon ausgegangen, dass keine Besonderheiten in der Person des Kunden und eventueller Mitreisender (z.B. Doppelstaatsangehörigkeit, Staatenlosigkeit) vorliegen.

9.2. Der Reisende ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der notwendigen Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften. Nachteile, die aus dem Nichtbefolgen dieser Vorschriften erwachsen, z. B. die Zahlung von Rücktrittskosten, gehen zu seinen Lasten. Dies gilt nicht, wenn GLS schuldhaft nicht, unzureichend oder falsch informiert hat.

9.3. GLS haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Kunde ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass GLS eigene Pflichten schuldhaft verletzt hat.

10. Rechtswahl und Gerichtsstand

10.1. Auf das gesamte Rechts- und Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und GLS findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung.

10.2. Der Kunde kann GLS nur an deren Sitz verklagen.

10.3. Für Klagen von GLS gegen den Kunden ist der Wohnsitz des Kunden maßgebend. Für Klagen gegen Kunden, bzw. Vertragspartner des Reisevertrages, die Kauf-leute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz von GLS vereinbart.

10.4. Die vorstehenden Bestimmungen gelten nicht, wenn und insoweit sich aus internationalen Abkommen oder Bestimmungen der EU etwas anderes zu Gunsten des Kunden zwingend ergibt.

11. Hinweise zum Datenschutz

Ihre persönlichen Daten werden in unserer hausinternen Datenbank gespeichert. Wir nutzen die Daten, um Ihre Anfrage bearbeiten zu können und Ihnen Angebote und Informationen zukommen zu lassen. Wir geben Ihre persönlichen Daten grundsätzlich nicht ohne Ihre Einwilligung an Dritte weiter, sofern dies nicht zur Vertragsdurchführung notwendig ist. Auch die Übermittlung an auskunftsberechtigte staatliche Institutionen und Behörden erfolgt nur im Rahmen der gesetzlichen Auskunftspflichten oder aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung zur Auskunftspflicht.

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© Diese Reisebedingungen sind urheberrechtlich geschützt; RA Noll, Stuttgart

Reiseveranstalter ist: GLS Sprachenzentrum, Einzelfirma: Inh. Barbara Jaeschke, Kastanienallee 82, 10435 Berlin HRA 24 131 Amtsgericht Berlin Charlottenburg

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