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High School: Erfahrungsberichte & Forum

Hier findest du Erfahrungsberichte zu High School Schüleraustausch in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Frankreich, Spanien etc ...

Vorname:
Johanna
Alter:
18
aus:
Gelsenkirchen-Buer
war:
2011 für ein Schuljahr in Mona Vale - Sydney, New South Wales, Australien
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Pittwater High School
Kontakt:
JohannaSchulte@gmx.net

Hier der Bericht von Johanna:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

1. Unterschied: Die Schule.

In Australien ist die Schule anders als in Deutschland. Es fing an beim Kaufen der Schuluniform, diese bestand aus einem karrierten Rock und einer weißen Bluse. Am Anfang hat sie mir gar nicht gefallen, doch dann irgendwann hat man die Vorteile gemerkt, die sie mit sich brachte! Man musste morgens nicht mehr vorm Kleiderschrank stehen und überlegen was man anzieht und man fühlte sich nicht als Außenseiter in der Schule.

Die Schulstunden sind 1 Stunde lang und nicht nur 45 Minuten, außerdem hatten wir nach der 4. Stunde eine Stunde Lunch. Die Wahl der Fächer und auch deren Auswahl ist ganz anders als in Deutschland. Wir konnten Fächer wie Photography belegen, was hier meistens nicht möglich ist.

Jedoch hab ich mich schnell an alles gewöhnt :)

2. Unterschied: Das Essen.

In meiner Gastfamilie wurde immer abends warm gegessen, da es im Sommer mittags meistens zu heiß zum Essen war und mein Gastvater bis abends gearbeitet hat. Natürlich gab es zum Essen auch Nahrungsmittel, die wir hier in Deutschland essen, z.B Hühnchen mit Kartoffeln (diese jedoch nur in Pürree-Form). Jedoch konnte man auch für uns "exotische" Sachen essen, z.B Kangaroo! ( Hat eigentlich richtig gut geschmeckt)

Am Wochenende war dann immer die ganze Familie zum essen da und es gab meinstens philippinisch (weil meine Gasttante von den Philippinen kam). Es gab auch öfter mal Seafood, weil es das in Australien halt frisch gibt.

Das Popcorn in Australien war gesalzen und nicht wie in Deutschland gezuckert! (Ich kannte vorher nämlich nur gezuckertes Popcorn =) )

Alles in allem ist das Essen genauso gut wie hier & es hat mir auch fast immer alles geschmeckt.

3. Unterschied: Die Tiere in Australien und wie die Australier damit umgehen.

Es ist faszinierend wie locker die Australier sind, wenn sie eine Schlange vor ihrem Haus sehen. (Es kommt nicht sehr oft vor!) In Deutschland würde eine kleine Panik ausbrechen. In Australien geht man einfach vorbei. Es war eine große Umstellung sich mit den Tieren dort auseinander zusetzen, jedoch wurde mir direkt bei meiner Ankunft gesagt, dass die giftigen Tiere sich nicht in den Städten oder in der Vororten befinden und ich daher keine Angst zuhaben brauche. Während meiner ganzen Zeit in Australien habe ich keine einzige giftige Spinne/Schlange gesehen und ich hatte auch nur zwei mal eine Spinne in meinem Zimmer, da vor den Fenstern Fliegengitter angebracht waren.

Es war sehr komisch, dass auf dem Schulhof überall kleine bunte Vögel saßen, da man aus Deutschland nur graue Tauben gewöhnt war. Außerdem saßen regelmäßig Kakadus auf unserer Terasse, die auch von uns mit feuchtem Toast gefüttert worden.

Es war eine tolle Erfahrung so viele unterschiedliche Tiere zusehen!

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Das erste, was mir in den Kopf kommt, wenn ich an Australien denke ist, dass das Jahr viel zu schnell rum ging!

Einen großen Teil hat meine Gastfamilie ausgemacht und meine Freunde.

Meine Gastfamilie war immer für mich da, aber sie haben mich auch oft genug machen lassen, damit ich selbständiger werde und meine eigenen Erfahrungen sammle.

In Australien hatte ich das beste Jahr meine Lebens, ich habe so viele tolle Sachen gemacht und kennengelernt, die mir jetzt keiner mehr nehmen kann :)

Was hat dir besonders gut gefallen?

Es gibt so viele Sachen die mir gut gefallen haben, daher ist es schwer zu sagen, was mir am besten gefallen hat.

Ein Highlight war sicherlích die Reise, die ich die Ostküste hoch gemacht habe. Ich habe einen tollen Einblick in die Kultur Australiens bekommen und selbst in einer anderen Stadt wurden wir alle freundlich behandelt.

Außerdem waren alle Menschen super freundlich zu mir und mir wurde immer geholfen, sogar von fremden Leuten, die mich gar nicht kannten.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Der Schultag im groben unterscheidet sich nicht sehr von dem in Deutschland.

Nach dem Aufstehen wurde gefrühstückt und dann musste ich mit dem Bus zur Schule. Dort angekommen hatte ich erst eine Stunde Unterricht und danach dann "Roll Call". In diesem wurde dann überprüft, ob wir auch alle anwesend sind und es wurden wichtige Informationen weiter gegeben.

Danach ging dann der Unterricht weiter und nach der zweiten Stunde gab es dann einen Break. Danach war dann wieder zwei Stunden Unterricht und dann kam die Stunde Lunch, in der jeder was essen konnte und die Möglichkeit hatte sich etwas hinzusetzen.

Nach dem Lunch gab es dann meistens nur noch eine Stunde und dann konnte man nach Hause gehen.

Die Fächerwahl in Australien ist etwas anders, da nur Englisch Pflichtfach ist und man den Rest dann frei wählen kann.

Alles in allem habe ich gedacht, dass es leichter sei Freunde zufinden, aber man muss schon Interesse zeigen und sich selber etwas überwinden, damit man sich einfach zu "Fremden" dazu setzt.

Jedoch geht es dann relativ einfach und schnell Freunde zu finden, die einem dann über das Jahr richtig wichtig werden.

Man muss einfach immer freundlich und offen sein, dann klappt das schon :P

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich hatte mit meiner Gastfamilie richtig viel Glück. Ich hätte es nicht besser haben können. Zwar waren die ersten Wochen etwas komisch und fremd, weil man sich nicht auskannte und die Sprache anders war. Jedoch habe ich micht danach fast wie zuhause gefühlt. Ich wurde in die Familie integriert als würde ich schon immer dazu gehören, ich konnte immer jeden um Hilfe bitten und konnte auch einfach bei jedem mal vorbei kommen auf ne kalte Cola.

Jedoch kann man das Leben in der Gastfamilie nicht mit dem Leben zuhause vergleichen, weil man weiß, dass man nach einem gewissen Zeitraum wieder fahren muss.

Jedoch sollte man sich nicht so benehmen, als wäre man in einem Hotel, sondern man sollte versuchen am Familienleben teilzunehmen. Außerdem sollte man das zurückgeben, was man von der Gastfamilie bekommt.

Es war eine klasse Erfahrung für ein Jahr in einer Gastfamilie zuleben, weil ich jetzt weiß, dass ich in Australien für immer eine zweite Familie haben werde.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Nach der Schule habe ich mich meistens mit Freunden getroffen oder habe meine Zeit mit meiner Gastmum verbracht und ihr geholfen.

Ich war oft mit Freunden im ShoppingCenter, wenn das Wetter nicht so toll war, da wir bei gutem Wetter am Strand oder bei irgendwem zuhause im/am Pool gelegen haben. Abends sind wir oft ins Kino gegangen oder haben bei jemandem zuhause DVDs geguckt und Pizza bestellt!

Die außerschulischen Aktivitäten haben sich nicht sehr stark von denen in Deutschland unterschieden!